Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CeBIT: mehr Tops als Flops

17.02.2004

In gut vier Wochen ist es wieder soweit. Innovativer, schneller, sicherer - die CeBIT lockt nach Hannover. Nicht immer haben sich die CeBIT-Highlights der Vergangenheit als Tops erwiesen. Ausnahme 2003: Die Topthemen der letzten Messe wie M-Business und WLAN haben tatsächlich Trends gesetzt, so die Einschätzung der Unternehmensberatung Mummert Consulting.

Topthema des Jahres 2003 war eindeutig M-Business. 85 Prozent der Privatkunden und fast alle Geschäftsleute stehen dieser mobilen Geschäftsabwicklung per Handy, Notebook oder Handheld-PC positiv gegenüber. Noch ein Topthema 2003: WLAN. Viele hoch frequentierte Orte wie Flughäfen, Hotels oder Bahnhöfe bieten ihren Kunden mittlerweile diesen drahtlosen Zugang ins Internet. Die Zahl der so genannten Hotspots wird voraussichtlich von derzeit rund 32.000 auf 135.000 im Jahre 2006 steigen. Die heutige Zahl von rund 1,5 Millionen Nutzern soll auf 23 Millionen anwachsen.

... mehr zu:
»Handy »Tops »WLAN

Demgegenüber haben sich Taschencomputer, die so genannten Personal Digital Assistants (PDAs), als Flop erwiesen. Einer aktuellen Studie zufolge werden die Computer im Miniformat zunehmend durch Mobiltelefone verdrängt. Denn moderne Handys verfügen ebenfalls über sinnvoll einsetzbare Funktionen wie Terminkalender und Adressbuch. Der Umsatz der PDAs ist im vergangenen Jahr um mehr als fünf Prozent gesunken.

Die Vergangenheit der CeBIT war von zahlreichen Flops geprägt. 1997 wurde das interaktive Fernsehen angekündigt. Es sollte die PC- Technologie ins Wohnzimmer bringen. Kaum etwas davon ist bisher realisiert worden: Die Wiedervorlage des Themas erfolgt laut Expertenmeinung frühestens im Jahr 2006. Die Datenübertragung per Satellit war der Flop des Jahres 1998. Der Satellitenempfang sollte lange vor DSL das komfortable Internet der Zukunft liefern. Doch daraus wurde nichts: Das Internet aus dem Orbit hat bis heute keine bedeutsamen Marktanteile. Spracherkennungssoftware sollte mit der CeBIT 1999 den Siegeszug antreten. Sie wurde zum Flop. Bis heute führt kaum ein Weg an der Tastatur vorbei. Flop im Jahre 2000: die Start-ups. Sie wurden auf der CeBIT noch wie Popstars gefeiert - kein halbes Jahr später steckte Deutschland in der Dot.com-Krise. Auch UMTS, Flopthema der CeBIT 2002, hinkt weiterhin den Versprechungen hinterher. Der Marktdurchbruch bleibt nach wie vor Wunschdenken der Hersteller.

Die Tops hingegen waren: Als Hit 2002 entpuppten sich Handys mit Computerfunktion. Der Absatz dieser so genannten Smartphones kletterte 2003 um 181 Prozent auf 9,6 Millionen. Im Jahre 2001 lagen die Aussteller mit dem prognostizierten Siegeszug von DSL richtig: 2003 existierten schon rund 4,7 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland, über 40 Prozent mehr als im Vorjahr. 2000 rückte das Thema IT-Sicherheit in den Fokus der Öffentlichkeit. Der Grund: Im Februar wurden große Online-Shops mit Tausenden von Scheinanfragen lahm gelegt. Dementsprechend rege war das Interesse an Sicherheitssoftware auf der CeBIT. Studien gehen davon aus, dass der weltweite Markt für diverse Schutzmaßnahmen von 17 Milliarden Dollar (2001) auf 45 Milliarden (2006) steigen wird. Im Freizeitsektor hat besonders die "digitale Fotografie" mit Riesenschritten den Markt erobert. Zu den Tops aus dem Spektrum konsumentennaher Geräte zählen auch Laptops. Mit hohen Zuwachsraten sind sie dabei, die Zeiten voluminöser Computer-Hardware bei privaten Nutzern zu beenden.

| óts

Weitere Berichte zu: Handy Tops WLAN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Gangmessdaten visualisieren und analysieren

16.07.2018 | Medizin Gesundheit

Duftrezeptoren können viel mehr als nur riechen

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Biber verändern das Gesicht der Arktis

16.07.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics