Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verlängerung für das erste nationale Forschungsprogramm zur Ozeanversauerung

10.08.2012
Die Universität Rostock ist wieder mit einem wichtigen Teilprojekt beteiligt

Kohlendioxid lässt nicht nur die Temperaturen in der Atmosphäre steigen, sondern auch die Ozeane saurer werden. Erst seit einigen Jahren sind Meereswissenschaftler auf diese Entwicklung aufmerksam geworden.

Die weit reichenden Folgen für Organismen – von winzigen Einzellern über Korallen und Fischen bis hin zu Walen – werden nun fieberhaft erforscht. Mit BIOACID übernahm Deutschland 2009 eine Vorreiterrolle in der internationalen Meeresforschung. Federführend für das Projekt ist das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel. Die Universität Rostock war mit einem wichtigen Teilprojekt über Mikroalgen auf Sedimenten der Ostsee beteiligt.

BIOACID - der Name ist Programm. Die Bezeichnung des damals vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 8,5 Millionen Euro geförderten Verbundprojekts kommt von der englischen Abkürzung für Biological Impacts of Ocean ACIDification. Der Begriff umschreibt die zwei großen Schwerpunkte: „ACID“ ist der englische Begriff für Säure und „BIO“ steht für Biologie, also die Lebewesen im Meer.

Am 1. September 2012 nehmen nun für weitere drei Jahre über 100 Wissenschaftler und Techniker einschließlich einer Vielzahl an Doktoranden aus 14 Partnerinstitutionen inclusive der Universität Rostock ihre Arbeit in der zweiten Phase von BIOACID auf. Knapp 9 Millionen Euro stehen diesmal für den Verbund zur Verfügung.

Unter dem Dach von BIOACID2 werden Naturwissenschaftler verschiedenster Disziplinen zu den vielfältigen Aspekten der Ozeanversauerung wieder eng kooperieren. Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Heimatmeere Nord- und Ostsee, sowie durch Ozeanversauerung besonders bedrohte Ökosysteme der Polargebiete und der Tropen. Ein beträchtlicher Teil der Finanzierung fließt in die Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlern.
Die Universität Rostock ist durch Prof. Dr. Ulf Karsten aus dem Institut für Biowissenschaften vertreten. In seinem Teilprojekt untersucht der Forscher den Einfluss von erhöhter Kohlendioxid-Konzentration in Kombination mit anderen sich ändernden Umweltfaktoren, wie z.B. Temperatur, Eutrophierung, Salinität auf die Leistungsfähigkeit, Vitalität und Reproduktion von Meerespflanzen im Flachwasserbereich der Nord- und Ostsee. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen wird auf den Blasentang und Seegräser gelegt, da beide Pflanzen wichtige untermeerische Lebensgemeinschaften, d.h. Laichplatz, Kindergarten, Nahrungsquelle und Schutz für zahlreiche Meerestiere und deren Nachwuchs bieten. Die geplanten Experimente finden in enger Kooperation mit dem IFM-GEOMAR und dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung an verschiedenen Standorten in Norddeutschland statt. Der neue Forschungsansatz liegt in einer naturnahen Simulation verschiedenster Kombinationen an Stressfaktoren, so wie sie für die Zukunft vorhergesagt werden, und deren Auswirkungen auf alle Mitglieder der genannten Lebensgemeinschaften. Das Hauptziel ist die Erarbeitung einer realistischen Prognose über die Zukunft dieser ökologisch so wichtigen marinen Systeme.

Weitere Informationen in Englisch unter: http://bioacid.ifm-geomar.de/
Ansprechpartner Universität Rostock:
Prof. Dr. Ulf Karsten
Institut für Biowissenschaften
Fon: 0381-4986090
Mail: ulf.karsten(at)uni-rostock.de

Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://bioacid.ifm-geomar.de/
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Kühlen nach Art der Pflanzen
18.04.2019 | Westfälische Hochschule

nachricht Kontaktlinsen mit Medizin und Zucker
17.04.2019 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Explosion on Jupiter-sized star 10 times more powerful than ever seen on our sun

A stellar flare 10 times more powerful than anything seen on our sun has burst from an ultracool star almost the same size as Jupiter

  • Coolest and smallest star to produce a superflare found
  • Star is a tenth of the radius of our Sun
  • Researchers led by University of Warwick could only see...

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Im Focus: Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglich

Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.

Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster...

Im Focus: Was geschieht im Körper von ALS-Patienten?

Wissenschaftler der TU Dresden finden Wege, um das Absterben von Nervenzellen zu verringern und erforschen Therapieansätze zur Behandlung von ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nicht selten verläuft ALS nach der Diagnose innerhalb...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Irdischer Schutz für außerirdisches Metall

18.04.2019 | Verfahrenstechnologie

Erster astrophysikalischer Nachweis des Heliumhydrid-Ions

18.04.2019 | Physik Astronomie

Radioteleskop LOFAR blickt tief in den Blitz

18.04.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics