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Herzmuskelzellen aus dem Labor

01.03.2013
Bei einem Herzinfarkt sterben innerhalb kürzester Zeit viele Herzmuskelzellen ab.

Weil sich diese beim erwachsenen Menschen nicht regenerieren, bleibt die Leistungskraft des Herzens und damit auch die Lebensqualität des Patienten häufig reduziert. Gefragt sind deshalb Therapien, die abgestorbene Zellen durch frische ersetzen.

Da dies mit adulten Stammzellen nicht möglich und die Verwendung embryonaler Stammzellen moralisch bedenklich ist, bleibt als einzige Alternative, die Herzmuskelzellen aus Vorläuferzellen des erwachsenen Menschen zu gewinnen.

Ein Forscherteam der University of California Los Angeles UCLA und des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart ist diesem Vorhaben nun einen großen Schritt näher gekommen. »Wir konnten erstmals aus Zellen erwachsener Mäuse Vorläuferzellen erzeugen und diese in funktionierendes Herzgewebe verwandeln«, berichtet Prof. Katja Schenke-Layland vom IGB.
Die Wissenschaftler beobachteten dafür die noch nicht spezialisierten Zellen Tag und Nacht und passten den richtigen Zeitpunkt ab, um sie in das Herzmuskelgewebe einzupflanzen. »Im nächsten Schritt müssen wir diesen Prozess nun noch auf den Menschen übertragen und weiter beschleunigen, damit die ersten Patienten von der neuen Methode profitieren können«, ergänzt Schenke-Layland.

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
Nobelstr. 12 | 70569 Stuttgart | www.igb.fraunhofer.de
Kontakt: Prof. Katja Schenke-Layland | Telefon +49 711 970-4082 |
katja.schenke-layland@igb.fraunhofer.de
Presse: Dr. Claudia Vorbeck | Telefon +49 711 970-4031 | claudia.vorbeck@igb.fraunhofer.de

Dr. Claudia Vorbeck | Fraunhofer Forschung Kompakt
Weitere Informationen:
http://www.igb.fraunhofer.de

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