Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chemische Reaktionen in Blasenströmungen

18.09.2014

Medikamente, Kunststoffe, Grundchemikalien: Blasenströmungen werden zur Herstellung vieler Produkte aus unserem Alltag eingesetzt – und sie bergen noch viel Potenzial.

Von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) initiiert, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit diesem Sommer das Schwerpunktprogramm „Einfluss lokaler Transportprozesse auf chemische Reaktionen in Blasenströmungen“.


Forschen gemeinsam: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SPP 1740.

Daniel Bezecny

Für das Programm SPP 1740 stellt die DFG insgesamt rund 10 Millionen Euro zur Verfügung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an 13 Standorten in Deutschland zu 19 ausgewählten Einzelprojekten. Professor Michael Schlüter, Leiter des Instituts für Mehrphasenströmungen, ist Koordinator des Programms.

Gasbläschen steigen in einer Flüssigkeit auf. Was an ein Glas mit sprudelndem Mineralwasser erinnert, ist ein in der Industrie häufig eingesetzter Reaktortyp – eine Blasensäule. Als Laborapparat, große Technikumssäule oder Anlage mit bis zu 9m Durchmesser und 20m Höhe sind sie in der chemischen Industrie zu finden. An den Grenzschichten der Blasen entstehen beispielsweise durch Oxidation neue Produkte, die Ausgangsstoffe für zahlreiche Gegenstände aus unserem Alltag sind.

Da die Dosierung der Blasen schwer kontrollierbar und der Zusammenhang zwischen Strömung und Reaktion noch weitgehend unbekannt ist, entstehen neben dem Zielprodukt auch viele unerwünschte Nebenprodukte.

Hierdurch werden derzeit unnötig viele Ressourcen verbraucht und große Mengen Abwasser und Abfall fallen an. Ziel der rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist daher die Aufklärung der Zusammenhänge zwischen Strömung und Reaktion, um künftig nachhaltigere Prozesse gestalten zu können.

Am 15. September versammelten sich die Forscherinnen und Forscher zu einem ersten Treffen, um sich gegenseitig vorzustellen und die geförderten Projekte zu vernetzen. Im Anschluss an dieses Kick-Off-Meeting fand vom 16. bis 17. September eine Summer School für die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Schwerpunktprogramms statt, um sie optimal auf ihre Promotion in diesem Bereich vorzubereiten.

Das SPP 1740 soll für sechs Jahre durch die DFG gefördert werden und ist eines von insgesamt drei Schwerpunktprogrammen, die derzeit im Dekanat Verfahrenstechnik koordiniert werden.

Weitere Informationen: http://www.dfg-spp1740.de/ und http://www.ims-tuhh.de/

Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Michael Schlüter
Institut für Mehrphasenströmungen
Technische Universität Hamburg-Harburg
Eißendorfer Straße 38 (O), Raum 109
21073 Hamburg
Tel.: +49 40 42878 3252
E-Mail: michael.schlueter@tuhh.de

Weitere Informationen:

http://intranet.tuhh.de/aktuell/pressemitteilung_einzeln.php?id=9637&Lang=de
http://www.dfg-spp1740.de/ und http://www.ims-tuhh.de/

Rüdiger Bendlin | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Immunologie - Rachenmandeln als Test-Labor
27.02.2020 | Ludwig-Maximilians-Universität München

nachricht Pestizide erhöhen Risiko für Tropenkrankheit Schistosomiasis / Belastete Gewässer fördern Zwischenwirt des Erregers
27.02.2020 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wiegende Halme auf der Handwerksmesse München

Talente-Sonderschau: Architekturstudenten der HTWK Leipzig zeigen filigrane Skulptur aus Strohhalmen – dahinter steckt eine Konstruktionsidee für organisch gekrümmte Fassaden

Swaying Straws (Wiegende Halme) heißt die Skulptur, die die zwei Architekturstudenten Fabian Eidner und Theodor Reinhardt von der Hochschule für Technik,...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten aktuellen Stand der Anwendung des Maschinenlernens bei Forschung an aktiven Materialien

Verfahren des Maschinenlernens haben durch die Verfügbarkeit von enormen Datenmengen in den vergangenen Jahren einen großen Zuwachs an Anwendungen in vielen Gebieten erfahren: vom Klassifizieren von Objekten, über die Analyse von Zeitreihen bis hin zur Kontrolle von Computerspielen und Fahrzeugen. In einem aktuellen Review in der Zeitschrift „Nature Machine Intelligence“ beleuchten Autoren der Universitäten Leipzig und Göteborg den aktuellen Stand der Anwendung und Anwendungsmöglichkeiten des Maschinenlernens im Bereich der Forschung an aktiven Materialien.

Als aktive Materialien bezeichnet man Systeme, die durch die Umwandlung von Energie angetrieben werden. Bestes Beispiel für aktive Materialien sind biologische...

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hate Speech bis KI: Online-Forscher_innen aus aller Welt treffen sich zur General Online Research an der HTW Berlin

28.02.2020 | Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Asteroid in eiserner Rüstung

28.02.2020 | Geowissenschaften

Hate Speech bis KI: Online-Forscher_innen aus aller Welt treffen sich zur General Online Research an der HTW Berlin

28.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

UV-Licht gegen störenden Unterwasserbewuchs – Innovatives Antifouling-System des IOW jetzt reif für Serienproduktion

28.02.2020 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics