Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Längste Speikobra der Welt entdeckt

10.12.2007
Biss der neuentdeckten Schlangenart tötet bis zu 15 Menschen

Kenianische und britische Forscher haben die größte Speikobra der Welt entdeckt: Die Ashe Speikobra (Naja ashei) kann bis zu 2,7 Meter lang werden und beim Beißen mehr Gift injizieren als jede andere Kobra-Spezies, berichtet das Wissenschaftsmagazin National Geographic.

Das äußerst aggressive Reptil wurde von den Forschern in Kenia nahe einer Schlangenfarm entdeckt. Zunächst nahmen die Wissenschaftler an, dass es sich lediglich um eine Subspezies der bekannten braunen Speikobra handelt.

Genetische Untersuchungen wiesen das Tier jedoch als eigene Spezies aus. Das Reptil wurde nach James "Jimmy" Ashe, einem prominenten Herpetologen, der die Bio-Ken Schlangenfarm in Watamu/Kenia gegründet hat, benannt. Über die Entdeckung der Schlange wurde bereits im Frühjahr 2007 im Wissenschaftsmagazin Zootaxa berichtet. Nun wurde seitens der Nonprofit-Umweltorganisation WildlifeDirect die offizielle Namensgebung vollzogen.

... mehr zu:
»Biss »Gift »Reptil »Schlangen »Seren »Speikobra »Spezie

Royjan Taylor, Direktor von Bio-Ken, erklärte, dass man mit der Namensgebung warten wollte, ob nicht bereits ein anderer Naturwissenschaftler diese Tierart beschrieben hätte. Bio-Ken gehört zu jenen Einrichtungen, die aus Schlangengift Seren herstellt. Die Ashe-Speikobra ist in der Region Nord- und Ost-Kenia, Uganda und Äthiopien weit verbreitet, so die Experten.

Speikobras ernähren sich von Eiern, anderen Schlangen, Echsen und Vögeln. Das Gift hat bei diesen Tieren eine doppelte Bedeutung: Einerseits werden damit Beutetiere getötet, andererseits können diese Schlangen Gift gezielt in die Augen eines eventuellen Angreifers speien. Anders als die bisher in Gefangenschaft gehaltenen Speikobras hat die neu entdeckte Spezies keinen besonders ausgeprägten Geschmackssinn und verweigerte auch Hühnerköpfe als Nahrung nicht, wie Taylor berichtet.

Die jüngste Entdeckung der neuen Schlangenspezies legt nahe, dass auch unter den anderen in weiten Teilen Afrikas verbreiteten Reptilien zahlreiche Spezies existieren. Im Fall der Ashes Speikobra nützt die Neuentdeckung vor allem jenen Menschen, die von einer solchen Schlange gebissen werden: Mit einem einzigen Biss wird die doppelte Menge an Gift injiziert. Zwar können gegen das Speikobra-Gift die Seren der anderen verwandten Schlangen verabreicht werden, allerdings müsse die Dosis verdoppelt werden. Die Giftmenge eines Bisses reicht aus, um bis zu 15 Menschen zu töten.

"Die Tatsache, dass es verschiedene neue Spezies von Giftschlangen gibt, macht es notwendig, auch die Frage nach der Wirksamkeit von Seren zu stellen", so David Warrell, Herpetologe an der University of Oxford. Das sei bisher nicht wirklich untersucht worden. Auch Taylor sieht in der Entdeckung der neuen Schlangenart mehr Erkenntnisse über diese Tiere.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nationalgeographic.com
http://www.bio-ken.com
http://www.wildlifedirect.org

Weitere Berichte zu: Biss Gift Reptil Schlangen Seren Speikobra Spezie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pilz schlägt sich mit eigenen Waffen
16.10.2018 | Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI)

nachricht Fische scheuen kein Blitzlichtgewitter
16.10.2018 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Im Focus: Materiezustände durch Licht verändern

Forscherinnen und Forscher der Universität Hamburg stören die kristalline Ordnung

Physikerinnen und Physikern der Universität Hamburg ist es gelungen, mithilfe von Laserpulsen die Ordnung von Quantenmaterie so zu stören, dass ein spezieller...

Im Focus: Disrupting crystalline order to restore superfluidity

When we put water in a freezer, water molecules crystallize and form ice. This change from one phase of matter to another is called a phase transition. While this transition, and countless others that occur in nature, typically takes place at the same fixed conditions, such as the freezing point, one can ask how it can be influenced in a controlled way.

We are all familiar with such control of the freezing transition, as it is an essential ingredient in the art of making a sorbet or a slushy. To make a cold...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Medizin

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Multiresistente Keime aus Abwasser filtern

16.10.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Pilz schlägt sich mit eigenen Waffen

16.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics