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Nanobiotechnologie auf einen Blick! Einführung in die neue Zukunftswissenschaft von Uwe Hartmann

16.01.2001


Noch ist die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Informationstechnik in vollem Schwange. Und schon zeichnet sich am Horizont der Zukunftstechnologien eine neue Welle ab, von der ähnlich
weitreichende Folgen für unsere gesamte moderne Lebenswelt zu erwarten sind. Die Rede ist von der Nanotechnologie und da insbesondere von ihrer vielleicht aller spannendsten Variante: der Nanobiotechnologie. Was genau hat man sich darunter vorzustellen? Zur Beantwortung dieser Frage hat der Saarbrücker Experimentalphysiker Prof. Dr. Uwe Hartmann die Publikation "Nanobiotechnologie - eine Basistechnologie des 21. Jahrhunderts" vorgelegt. Komprimiert und übersichtlich gegliedert vermittelt die Broschüre auf 44 Seiten einen umfassenden Überblick über einen der entwicklungsträchtigsten Wissenschaftszweige unserer Zeit. Exemplarische Visionen kommen dabei ebenso zur Sprache wie bereits erzielte Forschungsergebnisse und wirtschaftliche Umsetzungen. Der Autor ist auf dem Gebiet der Nanotechnologie ein ausgewiesener Experte. U.a. leitet Hartmann in Saarbrücken das Projekt NanoBioNet, bei dem eine Vielzahl von Partnern aus Forschungseinrichtungen und Industrie mitarbeiten.

Die Vorsilbe "Nano-" bezeichnet den Größenbereich zwischen einem millionsten und einem tausendsten Millimeter. Am unteren Ende der Skala ist die Ebene des Atomaren erreicht, wo die geometrische Anordnung und die spezifische Wechselwirkung der kleinsten Bauteile untereinander, aber auch die Größe der einzelnen Partikel die Eigenschaften eines bestimmten Materials festlegen. Diesen inneren Aufbau zu analysieren, ist die Aufgabe der Nanostrukturanalytik, während die darauf aufbauende Nanotechnologie darauf abzielt, die nanoskaligen Strukturen gezielt technisch zu nutzen. Auf diesem Weg können völlig neue Materialeigenschaften generiert und je nach Wunsch zugeschnitten werden. Um diese grundlegenden Zusammenhänge sowie um die mikroskopischen Verfahren, die sowohl die Eingriffe als auch die Analysen ermöglichen, geht es in den ersten drei Kapiteln der Broschüre. Der Hauptteil (Kapitel IV und V) ist dann speziell der Nanobiotechnologie und ihren Anwendungsbereichen gewidmet: von bereits realisierten Produkten bis hin zur Vision, einst mit "Molekularfabriken" die Selbstorganisationsprozesse der Natur zur Herstellung sich selbst organisierender "Nanomaschinen" zu nutzen. Zum Schluss (Kapitel VI und VII) erläutert Hartmann die abzusehende wirtschaftliche Bedeutung der Nanobiotechnologie, aber auch die Notwendigkeit, die weitere Entwicklung mit forschungs- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen zu flankieren. Seine Analyse der Stellung Deutschlands im globalen Wettbewerb: "Im direkten nationalen Vergleich ist Deutschland zwar nicht aus der ersten Reihe heraus gestartet, behauptet sich aber aufgrund glänzender Grundlagenforschung durchaus, auch wenn konzertierte Projekte nicht vergleichbar offensiv und ambitioniert organisiert werden wie etwa in Japan.

Die Broschüre "Nanobiotechnologie - eine Basistechnologie des 21. Jahrhunderts" wendet sich an mögliche Industrie-Partner (dabei insbesondere auch aus dem Bereich der mittelständischen Industrie), an die Politik, aber auch an Forscher, für deren Disziplin die Nanobiotechnologie relevant werden könnte, sowie an interessierte Laien, die sich über einen noch relativ jungen, aber umso rascher wachsenden Wissenschaftszweig informieren wollen. Zu beziehen ist die Broschüre gegen Entrichtung einer Schutzgebühr von DM 18,- (Verrechnungsscheck) bei: Innovation Centre, NanoBioTechnology, Frau Katia Calipari, Franz-Josef-Roeder-Strasse 9, D-66119 Saarbrücken

Dr. Manfred Leber | idw

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