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Die schnelle und einfache Ermittlung giftiger Verbindungen im Wein

27.11.2006
Die neu entwickelten Methoden zur Korkanalyse können für Messungen der Verunreinigung des Weines direkt in der Produktionslinie genutzt werden und kurbeln erwartungsgemäß die europäische Weinindustrie an.

Eines der Hauptprobleme in der Weinherstellungsbranche liegt in der Chloranisol-Verunreinigung, die sich aus der durch Pilze verursachten Methylierung der Chlorphenol-Ausgangsverbindungen ergibt. Diese chemischen Phänomene ereignen sich sehr langsam und führen zum charakteristischen "korkigen" Makel, der oftmals in reifen Weinen auftritt. Folglich ergeben sich für die Weinerzeuger durch verunreinigten Wein erhebliche wirtschaftliche Einbußen.

Vor dieser Herausforderung wurden im Rahmen des FOODSAFE-Projekts neue und innovative Ansätze für sicherere Nahrungsmittelprodukte hinsichtlich einer Verunreinigung durch Chlorphenol und Chloranisol erarbeitet. Diese entwickelten Verfahren eignen sich für die Analyse von Chlorphenol-Schadstoffen im Labormaßstab, wo das Vorkommen selbst geringer Mengen entzündlicher Lösungsmittel verboten ist.

Die so gewonnene Methodologie konzentriert sich auf die Bestimmung des Chlorphenol- und Chloranisolgehalts von Korkproben. Dabei kommen zwei Probenentnahmeverfahren zum Einsatz, die beide mit der höchst sensiblen Enzyme-Linked Immuno-Sorbent Assay (ELISA) Methode kompatibel sind, die zur Nutzung innerhalb des FOODSAFE-Projekts konzipiert wurde.

Eines dieser Verfahren besteht aus einer Präscreening-Methode zur Extraktion von Chlorphenol-Schadstoffen aus Korkproben, bei der zahlreiche Korkproben genutzt werden. Das zweite Verfahren stützt sich auf die Qualitätskontrolle chlorphenolischer Schadstoffe in Korkproben, wobei für den Test eine einzelne Korkprobe entnommen wird.

Bei beiden Verfahren wird die Extraktion mit Hilfe eines alkalischen Tensids und der Reinigung über Wasserdampfdestillation in verdünntes Natriumkarbonat durchgeführt. Der pH-Wert der Auszüge wird dann neutralisiert und diese durchlaufen daraufhin im Rahmen von FOODSAFE die ELISA-Hochsensibilitäts- und -genauigkeitsprüfung für Chlorphenole.

Dieses einfache, kostengünstige Verfahren, das noch in der Produktionslinie angewandt wird, zeigt verbesserte Funktionen zur Bewertung einer möglichen Verunreinigung natürlicher Korkprodukte durch Chlorphenole/Chloranisole. Für die weitere Zusammenarbeit werden Weinerzeuger und Korkproduzenten gesucht, die sich für die Nutzung des entwickelten Immunoassay-Erkennungsverfahren zur Probenaufbereitung interessieren.

Dr. Steven Setford | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cranfield.ac.uk/ibst/ccas/

Weitere Berichte zu: Extraktion Korkproben Produktionslinie Verunreinigung

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