Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dem programmierten Zelltod auf der Spur: GSF-Nachwuchsgruppe untersucht Mechanismen der Apoptose

11.01.2006


An der Abteilung Genvektoren des GSF - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit nimmt zum 12. Januar eine Arbeitsgruppe zur Tumorforschung ihre Arbeit auf. Unter Leitung von Privatdozentin Dr. Irmela Jeremias sollen Mechanismen der Apoptose, also des programmierten Zelltods, untersucht werden. Die Nachwuchsgruppe wurde im Rahmen der Aktivitäten der GSF zur Förderung junger Wissenschaftlerinnen explizit für Frauen ausgeschrieben.



Das Ziel der Therapie von Patienten mit einer Krebserkrankung besteht darin, die Tumorzellen zu beseitigen, indem der Zelltod in diesen ausgelöst wird. Wir untersuchen die Mechanismen des Zelltods in Tumorzellen und versuchen, diese zu verstehen und zu verstärken", so Jeremias.

... mehr zu:
»Apoptose »Signalweg »TRAIL »Tumorzelle »Zelltod


Im Mittelpunkt des Interesses steht die Zelltod-Induktion durch körpereigene Proteine aus der Familie des Tumornekrosefaktors (TNF), speziell von TRAIL, einem TNF-verwandten, Apoptose-induzierenden Liganden (TNF-related apoptosis-inducing ligand). TRAIL aktiviert verschiedene Signalwege in Tumorzellen.

Medikamente zur Behandlung von Tumoren wirken über die Apoptose: TRAIL setzt speziell in Tumorzellen den programmierten Zelltod in Gang, hat aber auf gesunde Zellen in der Regel keine Wirkung. Der Einsatz von TRAIL gilt als eine besonders viel versprechende und Nebenswirkungs-arme Option, den programmierten Zelltod in Tumorzellen für therapeutische Zwecke zu nutzen.

Entsprechende Vorarbeiten unter Jeremias´ Leitung im Forschungszentrum Kubus des Dr. von Haunerschen Kinderspitals in München ergaben, dass jedoch nur einer der durch TRAIL aktivierten intrazellulären Signalwege in den Zelltod führt, ein anderer diesem jedoch entgegenwirkt.

In den kommenden Jahren sollen die durch TRAIL aktivierten intrazellulären Signalwege näher charakterisiert werden mit dem Ziel, die antiapoptotische Wirkungen von TRAIL zu verhindern und die Zelltod-Induktion durch TRAIL zu verstärken.

Im Rahmen ihres Nachwuchsgruppen-Programms bieten das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit und die Helmholtz-Gemeinschaft jungen, exzellenten Wissenschaftlern eine wichtige Trittstufe auf der Karriereleiter. Davon profitieren beide Seiten: die GSF gewinnt exzellente Wissenschaftler und wissenschaftliches Know-How, während die Wissenschaftler eine eigene Gruppe leiten und sich bei guten Arbeitsbedingungen für ihre weitere berufliche Laufbahn profilieren können.

Michael van den Heuvel | idw
Weitere Informationen:
http://www.gsf.de/neu/Aktuelles/Presse/2006/jeremias.php

Weitere Berichte zu: Apoptose Signalweg TRAIL Tumorzelle Zelltod

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Infrarotsensor als neue Methode für die Wirkstoffentwicklung
19.07.2018 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Neues aus der Schaltzentrale
18.07.2018 | Karl-Franzens-Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics