Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biosystemtechnik entwickelt sich zum Standortfaktor

06.12.2005


Landesforschungsschwerpunkt präsentiert Ergebnisse und Zukunftspläne


Über fünf Jahre förderte das Bildungs- und Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern z. T aus Mitteln der EU den Landesforschungsschwerpunkt Biosystemtechnik mit drei Mio. Euro, noch mal so viel kam von beteiligten Industriepartnern. In dem Netzwerk aus Forschungsinstituten und mehreren Unternehmen, überwiegend aus Rostock und Greifswald, werden Produkte und Verfahren der Biosystemtechnik entwickelt.

Biosystemtechnik ist die Kombination von biologischen und elektronischen Systemen. Solche so genannten Hybridsysteme werden in unterschiedlichen Bereichen angewendet. Ein Beispiel sind Biosensoren, bei denen auf Trägermaterial fixierte Proteine für die schnelle und zuverlässige Analyse von biotechnologischen Produktionsprozessen genutzt werden. Oder Sensorchips, auf denen Zellnetzwerke leben, an denen neue Medikamentenwirkstoffe getestet werden. In der Medizin und Biotechnologie besteht eine große Nachfrage nach solchen innovativen Technologien. Im Forschungsschwerpunkt Biosystemtechnik haben sich inhaltlich zwei Schwerpunkte herausgebildet: An der Universität Rostock werden in Kooperation mit dem hochschulnahen Institut für Zelltechnologie IZT e. V., den Firmen Bionas GmbH und Pattern Expert Zellsensorik-Konzepte in der Silizium-Chip-Technologie realisiert. An der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald wird in Zusammenarbeit mit den Firmen eBiochipSystems und der Henkel KGaA schnell auslesbare elektronische mRNA- und Protein-Array-Sensoren entwickelt. "Die bisherige Förderung der Biosystemtechnik in Rostock und Greifswald ist sinnvoll investiert. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Das hat uns auch die überregionale Jury bestätigt", resümiert Prof. Dr. Dieter Weiss, der Leiter des Landesforschungsschwerpunktes anlässlich der Abschlusspräsentation, die am 1.12 in Rostock stattfand.


Die Landesförderung läuft in diesem Jahr aus, das Netzwerk wird aber weiter zusammen arbeiten. "Es haben sich über die Jahre sehr fruchtbare Kooperationen entwickelt. Zwei Produkte, der Nervenzellchip "Neurosensorix®" und ein schnell auslesbarer elektronischer Bioprozesschip sind marktreif", sagt Frank Graage vom Steinbeis Team Nordost, dem Koordinator des Landesforschungsschwerpunktes. "Für die Markteinführung der Produkte und weitere Projekte haben wir aus dem Netzwerk heraus bisher 12 Drittmittelanträge gestellt, etwa acht Mio. sind bereits bewilligt." Beim diesjährigen Ideenwettbewerb "Venturesail" wurden 4 Gewinner aus dem Umfeld der Biosystemtechnik für ihre Forschungs- und Ausgründungsvorhaben gekürt. Das Netzwerk schafft, bzw. erhält auf diese Weise gut 70 hoch qualifizierte Arbeitsplätze. In Rostock ist die Biosystemtechnik inzwischen Studienfach und international hat der Biosystemtechnik-Standort Rostock-Greifswald einen guten Ruf.

Kontakt:

Frank Graage
Steinbeis-Transferzentrum Technologie-Management Nordost
Richard-Wagner-Straße 6,
D-18055 Rostock,
Germany
Fon: 0049-381-4913043,
Fax: 0049-381-4913044,
Mobil: 0049-175-5724228
E-Mail: graage@stw.de

Dr. Heinrich Cuypers | idw
Weitere Informationen:
http://www.biosystems.uni-rostock.de/indexdeu.html
http://www.sciencenet-mv.de/
http://www.bcv.org

Weitere Berichte zu: Biosystemtechnik Landesforschungsschwerpunkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neue Forschungsinitiative CHEM|ampere: Nachhaltige chemische Produktion mit Elektrizität
21.11.2019 | Universität Stuttgart

nachricht Neuartiges Antibiotikum gegen Problemkeime in Sicht
21.11.2019 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Machine learning microscope adapts lighting to improve diagnosis

Prototype microscope teaches itself the best illumination settings for diagnosing malaria

Engineers at Duke University have developed a microscope that adapts its lighting angles, colors and patterns while teaching itself the optimal...

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

3D-Landkarten der Genaktivität

21.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Rekord-Gammastrahlenblitz aus den Tiefen des Weltraums

21.11.2019 | Physik Astronomie

Gammablitz mit Ultra-Strahlkraft: MAGIC-Teleskope beobachten bisher stärksten Gammastrahlen-Ausbruch

21.11.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics