Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Untersuchung von Treibhausgas - vernichtenden Bodenbakterien

02.11.2005


Warum nehmen Laubwälder mehr Methan aus der Atmosphäre auf als Nadelwälder?



Methan ist neben Kohlendioxid das bedeutende Treibhausgas, dessen globale Emission anthropogen bedingt seit 200 Jahren dramatisch zunimmt. Dies kann hauptsächlich auf einen verstärkte globale Landwirtschaft zurückgeführt werden kann. Methan-konsumierende Bodenbakterien terrestrischer Ökosysteme sind eine wichtige Senke für atmosphärisches Methan und tragen durch ihre Aktivität zur Regulierungen des globalen Methankreislaufes bei.



Vor kurzem wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG ) das interdisziplinäre Projekt “Bedeutung der Baumart für die Aktivität und Diversität von methanoxidierenden Bakterien in temperaten Waldböden” für drei Jahre genehmigt (Beginn 2006). Das Projekt wird am Lehrstuhl Ökologische Mikrobiologie (ÖMIK) und dem Lehrstuhl Bodenökologie der Universität Bayreuth unter Leitung von Dr. Steffen Kolb und Dr. Werner Borken bearbeitet.

Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Frage, warum Laubwälder der nördlichen Hemisphäre deutlich mehr Methan aus der Atmosphäre aufnehmen als Nadelwälder. Dies wird erstmalig auf der Ebene mikrobieller Lebensgemeinschaften im Boden untersucht, die für die Aufnahme von Methan aus der Atmosphäre verantwortlich sind. Durch eine kombinierte Anwendung von molekularbiologischen, mikrobiologischen und biogeochemischen Methoden sollen Unterschiede in der Zusammensetzung und den Aktivitäten methanotropher Bodengemeinschaften untersucht und anschließend Schlüsselorganismen und Faktoren identifiziert werden, die für dieses Phänomen ursächlich verantwortlich sind.

Eine Promotion im Fachgebiet Mikrobiologie ist Rahmen des Projektes am Lehrstuhl Ökologische Mikrobiologie möglich. Eine Stellenausschreibung für eine/einen wissenschaftliche/en MitarbeiterIn und eine Kurzbeschreibung des Projektes ist auf der Webseite des Lehrstuhls zu finden: www.bayceer.uni-bayreuth/mik dort “Projekte/Jobs” anklicken.

Weitere Informationen bei

Dr. Steffen Kolb
Lehrstuhl ökologische Mikrobiologie
Tel. 0921/55-5620
mail: steffen.kolb@uni-bayreuth.de

Kerstin Wodal | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de

Weitere Berichte zu: Bodenbakterien Methan Mikrobiologie Treibhausgas

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Gut vorbereitet ist halb verdaut
16.11.2018 | Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung

nachricht Übergangsmetallkomplexe: Gemischt geht's besser
16.11.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Im Focus: A Chip with Blood Vessels

Biochips have been developed at TU Wien (Vienna), on which tissue can be produced and examined. This allows supplying the tissue with different substances in a very controlled way.

Cultivating human cells in the Petri dish is not a big challenge today. Producing artificial tissue, however, permeated by fine blood vessels, is a much more...

Im Focus: Optimierung von Legierungswerkstoffen: Diffusionsvorgänge in Nanoteilchen entschlüsselt

Ein Forschungsteam der TU Graz entdeckt atomar ablaufende Prozesse, die neue Ansätze zur Verbesserung von Materialeigenschaften liefern.

Aluminiumlegierungen verfügen über einzigartige Materialeigenschaften und sind unverzichtbare Werkstoffe im Flugzeugbau sowie in der Weltraumtechnik.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

Wer rechnet schneller? Algorithmen und ihre gesellschaftliche Überwachung

12.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Emulsionen masschneidern

15.11.2018 | Materialwissenschaften

LTE-V2X-Direktkommunikation für mehr Verkehrssicherheit

15.11.2018 | Informationstechnologie

Daten „fühlen“ mit haptischen Displays

15.11.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics