Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Moderne Kryobiotechnologie und Kryobanken der Zukunft

10.10.2005


Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) entwickelt und offeriert Plattform-Technologien für die Kryobiotechnologie und Kryobanken der Zukunft.


Die Kryobanken der Zukunft sind die konsequente Fortsetzung generationsübergreifend angelegter biologischer Sammlungen, beginnend mit den noch wenig wissenschaftlichen Raritätenkammern des Mittelalters über die Naturkundemuseen bis hin zu den Lebendsammlungen der Zoos und Tierparks. Sie garantieren eine zeitlich nicht mehr limitierte Lebendablage auf der Ebene von Zellsuspensionen und kleinen Gewebeteilen auf engstem Raum.10 000 Zellen eines Säugers oder des Menschen überstehen die Gefrierprozeduren schadlos und beanspruchen, in ein Nährmedium eingebettet, noch nicht einmal einen Kubikmillimeter Lagerraum, d.h. weniger als ein Stecknadelkopf. Alle Lebensprozesse stehen bei der Temperatur des flüssigen Stickstoffs still. Das sich sonst ständig verändernde, fließende Biosystem kann über Tage, Monate, Jahre bis zu Jahrzehnten in einen Festkörper verwandelt und bei Bedarf reaktiviert werden - eine faszinierende, zeitlose, tiefgekühlte Welt des Stillstandes.

Sowohl die industrielle Biotechnologie als auch die patientenorientierte klinische Nutzung der Zellbiologie, mit den gegenwärtig stark in der Entwicklung begriffenen Zelltherapien der regenerativen Medizin, wird ohne eine robuste, effiziente und hochsichere Lagerhaltung nicht möglich sein. Die Fraunhofer-Gesellschaft als Technologievorreiter hat dies gemeinsam mit dem Saarland und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits vor Jahren erkannt und ein nunmehr geschlossenes und weltweit einmaliges Kryotechnologieportfolio entwickelt.


Bestandteile dieser Technologie sind miniaturisierte Zellcontainer, die bei -150 °C die Teilentnahme von Probenmaterial ohne Auftauen der Restprobe erlauben und gekühlt auch in Teilen weltweit verschickt werden können. Hinzu kommen definierte Einfrier- und Auftauapparate (wie der auf der BIOTECHNICA ausgestellte "High Precision Freezer") sowie Kryobank-Konzeptionen vom Labormaßstab bis zu großindustrieller Skalierung. Die verschlüsselte doppelte Datenablage, die sowohl in einer zentralen Datenbank als auch fest gekoppelt an die tiefgefrorenen Lebendproben erfolgt, bildet ein wesentliches Element der IBMT-Kryobanktechnologie. Dieses Prinzip und seine technologische Lösung liefern nahezu vollständige Verwechslungssicherheit, wie sie für eine medizinische Nutzung, vor allem bei der autologen und allogenen Zellablage für die Zelltherapien der Zukunft, unabdingbar ist.

Vervollständigt wird die Tieftemperaturtechnologie durch evolutive und adaptive Datenbank- und Kryobanksteuerarchitekturen. Diese neue Methode der Proben- und Datenspeicherung, die zusammen mit dem leistungsstarken Softwarepaket ChameleonLabTM (entwickelt mit der Firma Evotec Technologies, Hamburg) eine sich selbst optimierende Laborautomatisierung erlaubt, ist eines der technologischen Puzzlestücke, die das Fraunhofer IBMT für die zukünftigen Kryobanken der regenerativen Medizin und Biotechnologie entwickelt hat und der Industrie zur Verfügung stellt. Derart übergreifende Komplettlösungen, wie sie in der Forschungs- und Demonstrationskryobank EuroCryo am Fraunhofer IBMT demonstriert werden, sind essentielle technologische und technische Voraussetzungen für den sicheren Betrieb von industriellen Kryobanken.

Besuchen Sie uns vom 18.-20. Oktober 2005 auf der BIOTECHNICA 2005 (Hannover) in der Halle 3 am Stand E 16.

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Frank Obergrießer
Telefon: 06897 / 9071-90
Fax: 06897 / 9071-99
E-Mail: frank.obergriesser@ibmt.fraunhofer.de

Annette Maurer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ibmt.fraunhofer.de/ibmt3kryoforschungsbank_index.html
http://www.eurocryo.de
http://www.ibmt.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Es braucht mehr als einen globalen Eindruck, um einen Fisch zu bewegen
16.10.2019 | Max-Planck-Institut für Neurobiologie

nachricht Blasentang zeigt gekoppelte Reaktionen auf Umweltveränderungen
15.10.2019 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Im Focus: An ultrafast glimpse of the photochemistry of the atmosphere

Researchers at Ludwig-Maximilians-Universitaet (LMU) in Munich have explored the initial consequences of the interaction of light with molecules on the surface of nanoscopic aerosols.

The nanocosmos is constantly in motion. All natural processes are ultimately determined by the interplay between radiation and matter. Light strikes particles...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Verletzungen des Sprunggelenks immer ärztlich abklären lassen

16.10.2019 | Veranstaltungen

Digitalisierung trifft Energiewende

15.10.2019 | Veranstaltungen

Bauingenieure im Dialog 2019: Vorträge stellen spannende Projekte aus dem Spezialtiefbau vor

15.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Verletzungen des Sprunggelenks immer ärztlich abklären lassen

16.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

16.10.2019 | Messenachrichten

Es braucht mehr als einen globalen Eindruck, um einen Fisch zu bewegen

16.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics