Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biomedizinische Grundlagenforschung auf höchstem Niveau

18.04.2005


Ein positives Gutachten der Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft (CDG) ermöglicht es der Donau-Universität Krems, ihr "Christian Doppler Labor für spezifische Adsorptionstechnologien in der Medizin" bis Ende 2005 weiterzuführen. Professor Dr. Hans Lehrach, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin, und Dr. Horst Domdey, Vorstand der Bio-M AG und Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums für Biotechnologie (IZB) in Martinsried, bescheinigten dem Labor nach einer Evaluierung im März 2005 die herausragende Qualität der Forschungsarbeit und empfahlen, die bis 2004 geplante Laufzeit des Labors um mindestens ein Jahr zu verlängern.


Seit 1999 ist das "Christian Doppler Labor für spezifische Adsorptionstechnologie in der Medizin" am Zentrum für Biomedizinische Technologie der Donau-Universität Krems angesiedelt. Es ist das erste Christian-Doppler-Labor im Bereich der Medizin und beschäftigt sich mit neuartigen Verfahren für die Eliminierung krankheitsrelevanter Substanzen aus dem Blut. In enger Kooperation mit Instituten der Universität für Bodenkultur Wien, der Technischen Universität Wien und dem Fraunhofer-Institut für angewandte Polymerforschung in Berlin/Teltow werden auf Basis neuester Technologien Blutreinigungsverfahren für den klinischen Einsatz entwickelt. Diese kommen etwa bei akutem Leber- oder Multiorganversagen, schweren Fettstoffwechselstörungen und Autoimmunerkrankungen zum Einsatz. Ein Vorzeigeprojekt der Kremser Forscher ist das Prometheus®-System, das als Unterstützungssystem bei Patienten mit akutem Leberversagen eingesetzt und bereits in Serie produziert wird.

Bestätigung der Forschungserfolge an der Donau-Universität Krems


"Für uns ist die Verlängerung der Laufzeit ein toller Erfolg und eine wertvolle Bestätigung der Qualität unserer Leistungen - gerade auf dem Gebiet der Grundlagenforschung", freut sich Prof. Doz. Dr. Dieter Falkenhagen, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Medizinische Wissenschaften an der Donau-Universität Krems. Christian-Doppler-Labors werden für maximal sieben Jahre eingerichtet. Ende 2005 läuft diese Frist für das Labor an der Donau-Universität Krems ab. In ihrem Gutachten empfehlen Domdey und Lehrach aufgrund der herausragenden Leistungen des Labors jedoch, die Forschungsprojekte für spezifische Adsorptionstechnologie in der Medizin mittels Neugründung eines Doppler-Labors fortzuführen.

Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung

Die Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft, benannt nach dem österreichischen Physiker und Mathematiker Christian Andreas Doppler, unterhält knapp 40 Forschungsstätten an österreichischen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die von der CDG und Sponsoren aus der Wirtschaft finanziert werden. Ziel ist es, die anwendungsorientierte Grundlagenforschung zu fördern und der Wirtschaft einen effektiven Zugang zu neuem Wissen in den modernen Naturwissenschaften zu ermöglichen. Damit nimmt die CDG seit ihrer Gründung 1989 als Wissenschafts- und Technologietransfereinrichtung eine Schlüsselposition in der österreichischen Forschungs- und Technologielandschaft ein. Der Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung erfolgt in den Christian-Doppler-Laboratorien, die von hoch qualifizierten Wissenschaftlern geführt werden. Von der engen Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in einem Christian-Doppler-Labor profitieren beide Seiten: Unternehmen können neues Wissen für industrielle Anwendungen nutzen und damit ihre Innovationskraft und ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen. Die Grundlagenforschung erhält wertvolle neue Impulse aus der Praxis und kann längerfristig finanziell abgesichert an einem Thema arbeiten.

Rückfragen
Mag. Jens Hartmann
Zentrum für Biomedizinische Technologie
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2623
jens.hartmann@donau-uni.ac.at

Mag. Heidelinde Frühwirt | idw
Weitere Informationen:
http://www.donau-uni.ac.at/biomed

Weitere Berichte zu: Biomedizinisch CDG Grundlagenforschung Labor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen
17.08.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Forschende entschlüsseln das Alter feiner Baumwurzeln
17.08.2018 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics