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Neue Krankheitserreger bei Tieren und ihre Bekämpfung

25.01.2005


Europäische Landwirte stehen nach der Entdeckung einer neuen, durch Viren hervorgerufenen Schweinekrankheit erneutem Aufruhr gegenüber. Als ursächliches Agens für das 1996 erstmals nachgewiesene Postweaning Multisystemic Wasting Syndrom (PMWS) gilt das porzine Circovirus Typ 2 (PCV2). Ziel des VACCINES-Projekts ist es, die Pathogenese der Krankheit, das Risiko für den Menschen und die erfolgreiche Bekämpfung der Krankheit zu erforschen.



PMWS könnte ein erhebliches Risiko für die europäischen Landwirte und Verbraucher darstellen. Daher sind die Forscher des VACCINES-Projekts sehr daran interessiert, das über die Krankheit verfügbare Datenmaterial zu erweitern. Ein bedeutender Meilenstein im Projekt war die Entdeckung und Evaluierung einer Reihe von vorbeugenden Impfstoffen sowie Diagnosemöglichkeiten für PCV2.



Auf der Grundlage von zwei PCV2-Proteinen - einem Kapsidprotein (Cap) und einem Replikationsprotein (Rep) - wurden mehrere Test von DNA- und Spaltimpfstoffen durchgeführt. Als wirksamster Schutz für Ferkel gegen eine PCV2-Infektion erwies sich ein DNA- oder Spaltimpfstoff, der das Cap-Protein kodiert. Die Impfung verkürzte die Hyperthermie-Phase ohne irgendwelche anderen klinischen Symptome. Der Ansatz eines Rep-basierten Impfstoffs hingegen zeigte nur eine schwache Immunreaktion.

Weiterhin wurde nachgewiesen, dass der Spaltimpfstoff bei der Verkürzung der Hyperthermie-Phase und Erzielung der Serokonversion wirksamer ist als der DNA-Impfstoff. Die Forscher arbeiteten außerdem an der Entwicklung eines zuverlässigen ELISA-Tests zum Nachweis von PCV2-Antikörpern. Studien haben gezeigt, dass der auf dem PCV2-ORF2-Protein basierende ELISA-Test PCV2-spezifisch ist und eine Sensitivität von 98.13% mit einer Spezifität von 94.55% zeigt.

Die Bemühungen, neue Möglichkeiten zur Bekämpfung von PMWS zu finden, ergeben sich aus dem gesteigerten Bedarf an Informationen über die Pathogenese und molekularen Mechanismen der Krankheit. Die vorliegenden Ergebnisse beschäftigen sich mit wichtigen Fragen in Bezug auf diese Faktoren und tragen zur Entwicklung von effektiven Impfstoffen gegen die Krankheit bei.

Philippe Blanchard | ctm
Weitere Informationen:
http://www.afssa.fr

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