Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In der Gebärmutter kooperieren Zellen der Mutter und des Kindes

12.01.2005


Eine Schwangerschaft kann nur dann erfolgreich verlaufen, wenn das Immunsystem der Mutter das Kind toleriert. Das ist nicht selbstverständlich - schließlich hat das Ungeborene auch Eigenschaften von seinem Vater mitbekommen. Darum stellt es für das Immunsystem der Mutter letztlich einen Fremdkörper dar, der eigentlich angegriffen werden müsste.



Warum das Kind meistens dennoch verschont bleibt, soll bei einem Forschungsprojekt an der Frauenklinik der Uni Würzburg geklärt werden. Es geht darum, die in der Gebärmutterschleimhaut vorhandenen Immunzellen und deren Wechselwirkungen mit dem ungeborenen Kind im zweiten und letzten Schwangerschaftsdrittel zu charakterisieren. Die Wissenschaftler hoffen auf wichtige Einblicke in die immunbedingten Ursachen von Fehl- und Frühgeburten sowie von bestimmten Schwangerschaftserkrankungen.



Für dieses Projekt haben Marc Sütterlin, Ulrike Kämmerer, Lorenz Rieger, Arnd Hönig, Michaela Kapp und Johannes Dietl ein Förderstipendium von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe erhalten. Es ist mit 7.500 Euro dotiert und bedeutet zugleich eine Auszeichnung für die an der Frauenklinik schon geleistete Forschungsarbeit.

Die bisherigen Ergebnisse der Würzburger Wissenschaftler zeigen, dass während der Schwangerschaft in der Gebärmutterschleimhaut eine komplexe Zusammenarbeit zwischen den Zellen des Kindes und verschiedenen Immunzellen der Mutter vorliegt. Letztere variieren bis zur Geburt stark in ihrer Art und Anzahl. Sind Frühgeburten und andere Störungen der Schwangerschaft auf eine veränderte Zusammensetzung dieser Immunzellen zurückzuführen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der geförderten Untersuchungen.

Professor Sütterlin nahm das "Organon-Forschungsstipendium für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Gynäkologie einschließlich der interdisziplinären Erforschung der menschlichen Fortpflanzung" stellvertretend für die Forschungsgruppe entgegen. Er bekam es beim 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg feierlich überreicht.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Marc Sütterlin, T (0931) 201-25621 (Klinikpforte), Fax (0931) 201-25406, E-Mail: m.suetterlin@mail.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Berichte zu: Gynäkologie Immunzelle Schwangerschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen
20.07.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

nachricht Erwiesen: Mücken können tropisches Chikungunya-Virus auch bei niedrigen Temperaturen verbreiten
20.07.2018 | Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics