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US-Unternehmen will allergenfreie Katzen züchten

29.10.2004


Forscher zweifeln am Vorhaben



Damit den zahlreichen Allergikern dennoch das Halten eines Hauskätzchens möglich wird, will das kalifornische Unternehmen Allerca genetisch veränderte Katzen züchten, die keine gängigen Allergene mehr produzieren. Dass es möglich ist, jenes Protein-Allergen zu unterdrücken, das die meisten Allergien auslöst, halten die Wissenschaftler für möglich. Dass jedoch alle Allergie auslösenden Stoffe aus einer Katze weggezüchtet werden, halten die Forscher für unwahrscheinlich, berichten sie im Wissenschaftsmagazin New Scientist.

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Die Katzen produzieren eine Reihe von Proteinen, die zahlreiche Allergien auslösen können. "Wenn alle jene allerdings weggezüchtet werden sollen, dann entsteht für die Katze selbst ein lebensbedrohlicher Gesundheitszustand", so Thomas Platts-Mills, Direktor des Asthma and Allergic Disease Center an der University of Virginia in Charlottesville. Genetisch veränderte Katzen, die keine Allergene mehr produzieren, wurden bereits vor drei Jahren angekündigt. Grobe Probleme hatten dazu geführt, dass das Unternehmen Transgenetic Pets mit dem Projekt aufgehörte. Nun will Allerca zunächst die Produktion des Glykoproteins Fel-d-1, das in Katzenhaaren, Speichel und im Urin vorhanden ist und zu den häufigsten Allergenen zählt, unterdrücken. Unklar ist wie das Unternehmen dies anstellen will, nach ersten Angaben erfordert aber die Technik kein Klonen. 2007 soll die erste Allergie-freie Katze zu einem Preis von 3.500 Dollar zu haben sein. 250 Dollar Reservierungsgebühr können bereits jetzt deponiert werden.

Das Mutterunternehmen von Allerca, Geneticas Life Sciences, experimentiert schon seit geraumer Zeit mit ähnlichen Züchtungen und ist nach Ansicht der Wissenschaftler am ehesten in der Lage solche genetisch veränderten Lebewesen zu züchten. So sollen etwa Gene von Quallen in Rotwild eingepflanzt werden, um die Tiere bei Kontakt mit Autoscheinwerfern grün strahlen zu lassen. Bisherige Versuche waren allerdings noch nicht sehr erfolgreich.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.allerca.com
http://www.newscientist.com

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