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Harmonisierung der Praktiken in der biologischen Überwachung

16.12.2003


Zu den Kernthemen der biologischen Überwachung gehören mögliche Ungenauigkeiten in den erzielten Ergebnissen, was eng mit den von Laboratorien praktizierten Verfahren korreliert sein kann. Angesichts dieser Tatsache arbeitet ein europäisches Themennetzwerk im Bereich EQA (External Quality Assessment) an der Schaffung eines einheitlichen Rahmenwerks für die Leistungsfähigkeit von Laboratorien und an der Einführung von Standards für die Arbeits- und/oder Umweltmedizin.


Bestimmte chemische Wirkstoffe wie Metalle, Pestizide oder organische Lösungsmittel haben sich als möglicherweise schädlich und sogar krebserregend für Menschen erwiesen, die ihnen ausgesetzt sind. Die meisten dieser Wirkstoffe sind in großen Mengen in industriellen oder beruflichen Umgebungen anzutreffen, aber auch allgemein in der Natur.

Die biologische Überwachung dieser Wirkstoffe ist daher eine wichtige Aktivität, die gegenwärtig in zahlreichen Laboratorien in der gesamten EU betrieben wird. Dabei gestattet die Spezifikation bestimmter Grenzwerte für den toxischen Wirkstoff oder Metaboliten in einem geeigneten Medium wie z.B. Blut oder Urin das Messen ihres Einwirkungs- und Absorptionsgrades.


Im Rahmen von Programmen zur Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz und von Spezialuntersuchungen zu epidemiologischen Verhältnissen und klinischen Problemen ist die Analyse der oben genannten Proben eine wichtige Aktivität. Solche Verfahren müssen sorgfältig validiert sein, damit sie verlässliche Ergebnisse liefern.

Eine objektive Validierung dieser Verfahren kann durch die Einbeziehung unabhängiger Leistungsbewertungen wie z.B. EQA (External Quality Assessment) erreicht werden. Solche EQA-Initiativen beinhalten die Abwicklung sachgemäß organisierter und geleiteter Überwachungsprogramme, die eine Festlegung von Standards für qualitativ hochwertige Leistungen ermöglichen. Auf diese Weise kann eine Unter- und/oder Überschätzung einer Schadstoffexposition und der damit verbundenen Risiken weitgehend vermieden werden.

Um Verbesserungen der analytischen Leistungsfähigkeit in der biologischen Überwachung zu erzielen, hat sich dieses Themennetzwerk auf die Harmonisierung verschiedener Konzepte konzentriert. In diesem Kontext wurden einheitliche Standards für die Leistungen von Laboratorien erarbeitet, so z.B. diejenigen, die für die Messung von Blei in Blut und von Aluminium in Serum entwickelt wurden und sowohl nationale Vorschriften als auch solche der EU erfüllen.

Darüber hinaus wurden Informationen zu den "Best Practices" und zum aktuellen Stand der Anforderungen bezüglich zeitlicher Veränderungen gesammelt. Diese Informationen können die Zusammenarbeit zwischen Laboratorien erleichtern. In Kombination mit der Organisation von Konferenzen sowie mit speziellen Ausbildungs- und Trainingsprogrammen werden diese Informationen eine Hilfe für europäische Laboratorien sein, die auf dem Gebiet der Arbeits- und/oder Umweltmedizin tätig sind.

Kontakt:

Andrew Taylor
University of Surrey
School of biological sciences
GU2 5XH, Guildford, United Kingdom
Tel: +44-1483-2599-78, Fax: -79
Email: a.taylor@surrey.ac.uk

Andrew Taylor | ctm
Weitere Informationen:
http://www.surrey.ac.uk

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