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Enzym-Technologie mit vielfältigen Anwendungen

18.06.2003


Eine innovative Technologie aus Spanien ermöglicht auf einzigartige Weise schnelle Verfahren zum Screening von Gen-Enzym-Aktivitäten, für die ein breites Anwendungsspektrum in Forschung und Industrie denkbar ist.



Die Genomforschung, ein hochaktuelles Zweiggebiet der Genetik, beschäftigt sich mit der Erforschung der erblichen Merkmale von Organismen. Auf diesem Gebiet gestattet nun eine neu entwickelte Plattform die detaillierte Analyse der Funktionen von Pilzgenen, die eine entscheidende Rolle in der Biokontrolle von Pflanzenpathogenen spielen. Diese Mikroorganismen zeigen in ihren biologischen Strukturen eine deutliche Heterogenität, auf deren Basis die Forschungsgruppe einen umfangreichen Fundus von Genen für weitere Anwendungen spezifiziert hat.



Darüber hinaus entwickelten die Forscher geeignete Verfahren zur Genexpression, deren Implementierung sich als sehr effizient und produktiv erwiesen hat. Diese Gene zeigen eine Expression von Enzymen, die als biochemische Katalysatoren in Organismen wirken und von der Industrie entweder zu Forschungszwecken oder für Spezialanwendungsen vielfältig genutzt werden können. Die entwickelten heterologen Expressionssysteme in Fadenpilzen können zu einem hohen Ausbeute von biologisch aktiven Proteinen führen, die als wichtiges Forschungshilfsmittel für vielerlei Zwecke angesehen werden. Dazu gehören unter anderem die monoklonale Antikörperproduktion, die Entwicklung von Impfstoffen, die Bioanalyse und die Herstellung rekombinanter Proteine.

Ein Teil der Technologie ist eine Expressed Sequence Tags- (EST-) Datenbank, in der die Grundbestandteile der aktiven Gene, die zur Erzeugung der restlichen Gene durch übereinstimmende Basispaare dienen, exakt registriert sind. Mit Hilfe fortschrittlicher Data-Mining-Programme gestattet diese Datenbank ein extrem schnelles Screening von Gen-Enzym-Aktivitäten und kann die Enzym-Industrie dabei unterstützen, sich neue Geschäftsfelder zu erschließen. Überdies können Makroarray-Konstruktionen die Entwicklung von Screening-Techniken für Genexpressionsstudien erleichtern.

Abiotische Stressfacktoren haben maßgeblichen Einfluss auf Mikroorganismen, was deren Toleranz gegen Austrocknung, niedrige Temperaturen, osmotische Drücke und Ethanol-Konzentrationen betrifft. Diese Faktoren sind von extremer Bedeutung für die Überlebensfähigkeit verschiedener Industriebetriebe insbesondere im Bereich der Backwarenhersteller und Brauereien. Die neue Technologie liefert verbesserte Mikroorganismen und kann so zur Lösung von Problemen beitragen, mit denen diese Branchen gegenwärtig in ihren industriellen Prozessen zu kämpfen haben. Das KMU strebt verschiedenen Formen der Kooperation an.

Kontakt:

Instituto de Fomento de Andalucia
Torneo 26, E-41002 Sevilla
Daniel Escacena
Tel: +34-954-179210
Fax: +34-954-171117
Email: escacena@ceseand.cica.es

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.ceseand.cica.es

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