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Oxidische Funktionsmaterialien

16.05.2008
Forschungsverbund FOROXID von der Bayerischen Forschungsstiftung um ein weiteres Jahr verlängert

Renommierte Gutachter aus Industrie und Wissenschaft bescheinigen dem vom Augsburger AMU koordinierten Verbund gute Arbeit, die zahlreiche Anwendungen erwarten lässt.

Aufgrund einer zweiten positiven Zwischenbegutachtung wurde der Bayerische Forschungsverbund "Multiskalendesign oxidischer Funktionsmaterilaien - FOROXID" um ein weiteres Jahr verlängert. Dies wurde dem FOROXID-Sprecher Prof. Bernd Stritzker, Universität Augsburg, von der Bayerischen Forschungsstiftung heute schriftlich bestätigt. FOROXID wird damit nun über den gesamten Förderzeitraum von drei Jahren hinweg mit insgesamt 2,65 Mio. Euro gefördert. 1,35 Mio. Euro kommen von der Bayerischen Forschungsstiftung, 1,30 Mio. Euro werden von den am Forschungsverbund beteiligten acht Industriepartnern beigesteuert.

Die aus renommierten deutschen Wissenschaftlern aus Industrie und Wissenschaft zusammengesetzte Gutachtergruppe stellt insbesondere heraus, dass in FOROXID die Kooperation der wissenschaftlichen Einrichtungen untereinander ebenso gut funktioniere wie die Zusammenarbeit der Wissenschaft mit der Wirtschaft. Die Gutachter sind dementsprechend sicher, dass aus der guten Grundlagenforschung in diesem Verbund zahlreiche Anwendungen erwachsen werden. Davon ist auch die beteiligte Industrie überzeugt, die sich mit dem bisher bereits Erreichten sehr zufrieden zeigt. Besonders hervorgehoben wurden auch die Begeisterung und die Kompetenz, mit denen die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter FOROXID präsentiert hätten: Es sei ihnen deutlich anzumerken gewesen, wie gerne sie an ihren Projekten arbeiten, deren Resultate in Form entsprechender Industrieprodukte unmittelbaren Nutzen im Alltag bringen.

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Ein zentraler Erfolgsfaktor von FOROXID sei die Interdisziplinarität des Verbundes. Durch die Zusammenarbeit von Physik, Biologie, Chemie und Ingenieurwissenschaften seien neue Grundlagen geschaffen worden, die über die daraus resultierenden Industrieprodukte auch konkrete Vorteile für den Menschen im Alltag bringen - z. B. neue leichtere Brillengläser oder programmierbare Biochips oder Mikroskope zur Echtheitsprüfung von Geldscheinen oder auch optimierte Leuchtstofflampen. Solche Ergebnisse seien Beleg für die gesellschaftliche Bedeutung der Forschungsförderung durch die Bayerische Forschungsstiftung.

Anspruch und Ziel von FOROXID ist es, das Verständnis des Wechselspiels zwischen Funktionseigenschaften und realer Materialstruktur zu fördern sowie oxidische Funktionsmaterialien mit Blick auf vielfältige unterschiedliche Anwendungen neu bzw. weiterzuentwickeln. Dabei sollen insbesondere die Synergieeffekte genutzt werden, die sich zum einen aus gemeinsamen Untersuchungen mit unterschiedlichsten Zielsetzungen sowie zum anderen aus der gemeinsamen regelmäßigen Diskussion und Evaluation der Probleme und der erzielten Ergebnisse ergeben. "Anfangs war nicht sicher, ob die thematische Vielfalt des FOROXID-Verbundes nicht doch eher Hürde als Chance sein würde. Jetzt aber", so Stritzker, "steht definitiv fest, dass die unterschiedlichen Themengebiete, aus denen die einzelnen Teilprojekte erwachsen sind, eine extrem befruchtende Vielfalt ergeben haben. Nach etwas mehr als zwei Jahren Laufzeit können wir ganz klar sagen, dass die Möglichkeiten, voneinander zu lernen und sich gegenseitig voranzubringen, umso größer sind, je stärker sich die durch die Teilprojekte repräsentierten Themenfelder unterscheiden." So seien mit FOROXID intensive thematische Verbindungen zwischen den Universitäten Augsburg, Würzburg, Bayreuth und dem Fraunhoferinstitut ISC Würzburg entstanden, die es vorher nicht gegeben habe.

Weitere Informationen zu den Forschungsthemen und -zielen von FOROXID haben das Anwenderzentrum für Material- und Umweltforschung (AMU) der Universität Augsburg und die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde unter http://www.amu-augsburg.de/downloads/FOROXID.pdf bzw. http://www.abayfor.de/foroxid/de/index.php zusammengestellt.

Ansprechpartner:

Dr. Wolfgang Biegel
Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-3591
Fax 0821/598-3599
biegel@amu-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.amu-augsburg.de/

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