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Sexualleben von Algen ist Schlüssel zu Malaria-Impfstoff

21.04.2008
Deaktivierung eines gemeinsamen Gens verhindert Übertragung der Krankheit

Das Sexualleben von Algen könnte bei der Entwicklung eines neuen Impfstoffes gegen Malaria und andere durch Parasiten hervorgerufene Krankheiten eine wichtige Rolle spielen. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass Teichalgen und Plasmodium dasselbe Protein während ihrer Reproduktion nutzen um die weiblichen und männlichen Keimzellen zu verschmelzen.

William Snell vom University of Texas Southwestern Medical Center hat gemeinsam mit Kollegen entdeckt, dass Keimzellenverschmelzung bei der Alge Chlamydomonas das Protein HAP2 erfordert. Plasmodium verfügt ebenfalls über ein HAP2-Gen.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Imperial College London wollte Snell herausfinden, ob die Gemeinsamkeiten darüber hinaus gehen. Es zeigte sich, dass die Deaktivierung von HAP2 bei Plasmodium dazu führte, dass Moskitos bei Mäusen keine Malaria mehr übertragen konnten. Details der Studie wurden in Genes and Development veröffentlicht.

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Ein Impfstoff, der den Reproduktionszyklus von HAP2 bei Infizierten blockiert, könnte daher laut New Scientist http://www.newscientist.com die Übertragung auf andere Menschen verhindern. Entscheidend dafür ist, dass das Protein aktiv ist, wenn der Parasit im Darm des Moskitos brütet. Parasiten, die die afrikanische Trypanosomiasis, also die Schlafkrankheit, die Leishmaniase und manche Frühsommerkrankheiten übertragen, verfügen ebenfalls über dieses Gen und sollten daher auf ähnlich Impfstoffe reagieren.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.utsouthwestern.edu
http://www3.imperial.ac.uk
http://www.genesdev.org

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