Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Lasermikroskop ermöglicht schonenden Gentransfer

03.03.2008
Forscher der JenLab GmbH haben auf der bedeutendsten Messe im Bereich Photonik, der Photonics West 2008 in San Jose, Kalifornien, ein Lasermikroskop vorgestellt.

Damit kann DNA durch optische Methoden in Zellen eingebracht werden. Das femtOgene® ist damit weltweit das erste Gerät, das mit optischen Impulsen im Femtosekunden Bereich (eine Billiardstelsekunde) Zellen perforieren kann, um fremdes genetisches Material einzuschleusen.

Das femtOgene® erzeugt wie ein Schneidbrenner ein nanometergroßes Loch in einer Zellmembran, wodurch Moleküle wie die Erbsubstanz DNA oder Proteine in die Zelle geschleust werden können. Dieses Verfahren nutzt man unter Anderem in der Gentherapie oder der Stammzellenforschung. Wird fremde Erbsubstanz erfolgreich in die DNA der Zielzelle eingebaut, produziert diese zum Beispiel Insulin für Diabeteskranke. Bei herkömmlichen Verfahren wird die Zelle bei der Einschleusung von Fremdmaterial häufig so geschädigt, dass sie absterben kann. „Der Vorteil unserer Methode liegt darin, dass sie schonend ist.

Entsprechend ruft sie keine schädlichen Nebenwirkungen in der Zelle hervor und ermöglicht eine schnelle Selbstheilung der Zellmembran“, sagt Professor Karsten König, Firmengründer von JenLab. Das neue Lasermikroskop wartet jetzt darauf, im Forschungsalltag seine Qualitäten zu zeigen. Dabei sind die Stammzellenforschung oder die Gewebezüchtung im Bereich der regenerativen Medizin zwei aktuelle Anwendungsfelder, die von diesem schonenden Verfahren profitieren können.

... mehr zu:
»Laser »Lasermikroskop »Zelle

Mit dem neuen Werkzeug können jedoch nicht nur Moleküle in Zellen eingeschleust werden, sondern auch biologische Strukturen innerhalb der Zellen, wie der Zellkern oder Zellorganellen, ausgeschaltet oder isoliert werden. Erhöht man die Energie des Lasers, kann man zum Beispiel gezielt einen Zellkern isolieren, um ihn anschließend zu Zwecken der Grundlagenforschung zu untersuchen. „Nebenbei“ dient der Laser, der auf einem ultrakompakten Lasermikroskop beruht, auch noch zur Beobachtung und Ablichtung der Zelle und ihrer Strukturen im lebenden Gewebe. Damit ermöglicht er Ärzten und Forschern eine schonende Methode zur Beobachtung und Diagnose.

Über JenLab
JenLab GmbH wurde 1999 in Jena von Professor Karsten König gegründet. Seit 2007 mit einer Zweigstelle im Saarbrücker Science Park vertreten. JenLab produziert eine Vielzahl wissenschaftlicher Geräte der optischen Nanotechnologie mit Einsatzbereichen in der Medizin, Zellbiologie und Biotechnologie. Die Firma JenLab ist Mitglied des größten deutschen Nanotechnologienetzwerks NanoBioNet e.V.
Über NanoBioNet
NanoBioNet ist ein leistungsfähiges Netzwerk aus Hochschulen, Kliniken, Forschungsinstituten und Unternehmen aus den Bereichen Entwicklung, Produktion, Wirtschaft und Technologietransfer. Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Branchen, etwa der Biotechnologie, der chemischen Nanotechnologie oder der Medizintechnik.
Kontakt und weitere Informationen:
Jens W. Müller
Director Sales
JenLab GmbH
Schillerstrasse 1
D-07745 Jena
+49-3641-470 501

Martin Monzel | NanoBioNet e.V.
Weitere Informationen:
http://www.nanobionet.de
http://www.jenlab.de

Weitere Berichte zu: Laser Lasermikroskop Zelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Optischer Sensor soll Pflanzenzüchtung beschleunigen
20.03.2019 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Pflanzen-Wirkstoff bremst aggressiven Augenkrebs
20.03.2019 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Selbstheilender Lack aus Maisstärke lässt kleine Kratzer durch Wärme verschwinden

Ein neuer Lack aus Maisstärke ist wegen der besonderen Anordnung seiner Moleküle in der Lage, durch Wärme kleine Kratzer von selbst zu reparieren: Die Vernetzung über ringförmige Moleküle macht das Material beweglich, sodass es die Kratzer ausgleicht und diese wieder verschwinden.

Oberflächliche Mikrokratzer in der Autokarosserie oder auf anderen Hochglanzoberflächen sind harmlos, aber ärgerlich. Gerade im Luxussegment zeichnen sich...

Im Focus: Self-healing coating made of corn starch makes small scratches disappear through heat

Due to the special arrangement of its molecules, a new coating made of corn starch is able to repair small scratches by itself through heat: The cross-linking via ring-shaped molecules makes the material mobile, so that it compensates for the scratches and these disappear again.

Superficial micro-scratches on the car body or on other high-gloss surfaces are harmless, but annoying. Especially in the luxury segment such surfaces are...

Im Focus: Kartographie eines fernen Sterns

Der am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) gefertigte Spektrograph PEPSI zeigt erste Aufnahmen der Struktur des Magnetfelds auf der Oberfläche eines weit entfernten Sterns. Mittels innovativer Verfahren lassen sich damit neue Erkenntnisse über die Vorgänge auf der Sternoberfläche gewinnen. Die Ergebnisse stellte ein Wissenschaftlerteam nun in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics vor.

Selbst mit den größten Teleskopen erscheinen die Oberflächen entfernter Sterne normalerweise nur als Lichtpunkte. Eine detaillierte Auflösung wird erst mittels...

Im Focus: Stellar cartography

The Potsdam Echelle Polarimetric and Spectroscopic Instrument (PEPSI) at the Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona released its first image of the surface magnetic field of another star. In a paper in the European journal Astronomy & Astrophysics, the PEPSI team presents a Zeeman- Doppler-Image of the surface of the magnetically active star II Pegasi.

A special technique allows astronomers to resolve the surfaces of faraway stars. Those are otherwise only seen as point sources, even in the largest telescopes...

Im Focus: Heading towards a tsunami of light

Researchers at Chalmers University of Technology and the University of Gothenburg, Sweden, have proposed a way to create a completely new source of radiation. Ultra-intense light pulses consist of the motion of a single wave and can be described as a tsunami of light. The strong wave can be used to study interactions between matter and light in a unique way. Their research is now published in the scientific journal Physical Review Letters.

"This source of radiation lets us look at reality through a new angle - it is like twisting a mirror and discovering something completely different," says...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Ausprobieren und diskutieren

19.03.2019 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Tagung zur Gesundheit von Meeressäugern

18.03.2019 | Veranstaltungen

Tuberkulose - eine der ältesten Krankheiten der Menschheit eliminieren!

15.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mit dem Forschungsflugzeug ins ewige Eis - Meteorologen starten Messkampagne

20.03.2019 | Geowissenschaften

Optischer Sensor soll Pflanzenzüchtung beschleunigen

20.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Wie der Mix aus Acker, Bäumen und Tieren auf dem Feld den Ertrag von Landwirten steigert

20.03.2019 | Agrar- Forstwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics