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Abbaubare Biokunststoffe in der Medizin – rein und weg

19.04.2011
Mit abbaubaren Kunststoffen erneuern Mediziner im menschlichen Körper beschädigte Zellen und Organe oder bringen Wirkstoffe an ihren Einsatzort. Dabei erfordert jede Anwendung maßgeschneiderte Polymere. Welches Biopolymer geeignet ist, hängt davon ab, wie es der menschliche Körper abbaut. Methoden, die das Verhalten eines Biopolymers im Körper vorhersagen, zeigen die „Nachrichten aus der Chemie“.

Um Biokunststoffe dem jeweiligen Zweck anzupassen, entwickeln Wissenschaftler Multiblockcopolymere, deren Eigenschaften sie über die unterschiedliche Abfolge von Hart- und Weichsegmenten innerhalb der Moleküle einstellen. Hartsegmente bestimmen die mechanischen Eigenschaften des Materials und geben ihm seine räumliche Struktur.

Weichsegmente (Glykolide) legen fest, wie leicht der menschliche Körper die Materialien mit Wasser spaltet und abbaut. Die Abbaubarkeit hängt damit vom Glycolidgehalt der Polymere ab. Dies zeigten Computersimulationen, die dokumentieren, wie schnell sich Wasser in Polymerketten einlagert.

Diese und weitere Untersuchungen erläutern die Wissenschaftler Nico Scharnagl, Dieter Hoffmann und Andreas Lendlein des Helmholtz-Instituts Teltow im Februarheft der „Nachrichten aus der Chemie“. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der „Nachrichten aus der Chemie“ unter nachrichten@gdch.de.

Nahezu 80 000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den „Nachrichten" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.

Dr. Ernst Guggolz | GDCh
Weitere Informationen:
http://www.nachrichtenausderchemie.de
http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/jg2011/h02_11.htm

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