Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Start der ersten zwei Fraunhofer-Anwendungszentren in Niedersachsen

06.07.2012
Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat am 3. Juli 2012 die ersten zwei Fraunhofer-Anwendungszentren eröffnet: Das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Atmosphärendruck-Plasmen an der HAWK Göttingen und das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Holzfaserforschung an der Hochschule Hannover.
»Ziel ist die Stärkung der Forschung an den Fachhochschulen«, erklärte Wissenschaftsministerin Wanka bei der Eröffnungsveranstaltung auf dem Fraunhofer-Campus in Braunschweig. Deshalb habe sie die neue Initiative der Fraunhofer-Gesellschaft, Anwendungszentren an ausgewählten Fachhochschulen einzurichten, sofort beim Schopf ergriffen. Dieses neue Modell passe gut zu den Programmen des Ministeriums, Forschungsschwerpunkte und Forschungsprofessuren an Fachhochschulen einzurichten. So konnten schnell die Voraussetzungen für zwei Fraunhofer-Anwendungszentren geschaffen werden. Ein drittes sei in Vorbereitung.

Forschungskompetenz von Fachhochschulen stärken
Prof. Ulrich Buller, Forschungsvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, freute sich, dass das neue Modell der Fraunhofer-Anwendungszentren in Politik und Wirtschaft auf eine so gute Resonanz getroffen ist. Die Präsidentin der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst HAWK, Prof. Dr. Christiane Dienel, hob bei der Unterzeichnung der Kooperationsverträge hervor, dass damit die Forschungskompetenz der Fachhochschulen in den Mittelpunkt rücke, und mit Fraunhofer als starkem Partner im Rücken habe das Anwendungszentrum beste Startbedingungen. »Fachhochschulen sind aus Tradition mit der Wirtschaft vernetzt«, ergänzte Prof. Dr. Rosemarie Kerkow-Weil, Präsidentin der Hochschule Hannover. Deshalb seien Anwendungszentren das richtige Instrument, um die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft, insbesonderen der kleinen und mittleren Unternehmen, zu stärken.

Maßgeschneiderte Plasmatechnologie
»Das Fraunhofer-Anwendungszentrum ist die Krönung einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen der HAWK und dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST auf dem Gebiet der Atmosphärendruck-Plasmen«, sagte Prof. Dr. Günter Bräuer, Institutsleiter des IST. Leiter des Plasma-Anwendungszentrums in Göttingen ist Prof. Dr. Wolfgang Viöl, Vizepräsident der HAWK. Viöl erforscht seit mehr als zehn Jahren die Wirkung des ionisierten Gases an der Göttinger HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik.
Das Anwendungszentrum hat sich zum Ziel gesetzt, durch Entwicklung maßgeschneiderter Plasmatechnologie die wichtigen Anwendungsgebiete Hygiene, Umwelt, Gesundheit, Bioengineering, Energietechnik und Produktion zu bedienen. Atmosphärendruck-Plasmen eignen sich besonders für medizinisch-therapeutische Verfahren in der Dermatologie zur Wunddesinfektion und Beschleunigung der Wundheilung. Schwerpunkt ist die Entwicklung einfach bedienbarer Handgeräte für den alltäglichen Gebrauch.

Kooperation mit mittelständischen Unternehmen intensivieren
Im neuen Fraunhofer-Anwendungszentrum für Holzfaserverarbeitung HOFZET arbeiten die Hochschule Hannover und das Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI in Braunschweig, eng zusammen. Professor Dr.-Ing. Bohumil Kasal, Leiter des WKI, hob hervor, dass sich die Kompetenzen des WKI in der Holzfaser- und Holzwerkstoffstoffherstellung und der Holz-, Cellulose- und Naturstoffchemie gut ergänzen mit den Forschungen an der Hochschule Hannover im Bereich der Naturfaserverbundwerkstoffe. Die Leitung des Anwendungszentrums übernimmt Professor Dr.-Ing. Hans-Josef Endres, der in Personalunion auch Leiter des Instituts für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB) an der Fakultät II – Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik ist. Das Anwendungszentrum befasst sich mit allen Fragen der höherwertigen Nutzung von Holzfaserstoffen und Holzfaserstoffderivaten für technische Anwendungen.

Durch die Einrichtung von Fraunhofer-Anwendungszentren an Hochschulen wie die HAWK in Göttingen und die Hochschule Hannover soll das Innovationspotenzial gestärkt und die Kooperation mit mittelständischen Unternehmen intensiviert werden. Finanziert wird die mehrjährige Integrationsphase aus Mitteln des Landes Niedersachsen.

Marion Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2012/juli/fraunhofer-anwendungszentren-in-niedersachsen.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neue Lernwelt durch VR-Technologie
16.04.2019 | Universität Witten/Herdecke

nachricht Studie zu Perspektiven der beruflichen Bildung 2040 – Flexibilität schaffen
15.04.2019 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Diamanten den Eigenschaften zweidimensionaler Magnete auf der Spur

Physikern der Universität Basel ist es erstmals gelungen, die magnetischen Eigenschaften von atomar dünnen Van-der-Waals-Materialien auf der Nanometerskala zu messen. Mittels Diamant-Quantensensoren konnten sie die Stärke von Magnetfeldern an einzelnen Atomlagen aus Chromtriiodid ermitteln. Zudem haben sie eine Erklärung für die ungewöhnlichen magnetischen Eigenschaften des Materials gefunden. Die Zeitschrift «Science» hat die Ergebnisse veröffentlicht.

Der Einsatz von zweidimensionalen Van-der-Waals-Materialien verspricht Innovationen in zahlreichen Bereichen. Wissenschaftler weltweit untersuchen immer neue...

Im Focus: Unprecedented insight into two-dimensional magnets using diamond quantum sensors

For the first time, physicists at the University of Basel have succeeded in measuring the magnetic properties of atomically thin van der Waals materials on the nanoscale. They used diamond quantum sensors to determine the strength of the magnetization of individual atomic layers of the material chromium triiodide. In addition, they found a long-sought explanation for the unusual magnetic properties of the material. The journal Science has published the findings.

The use of atomically thin, two-dimensional van der Waals materials promises innovations in numerous fields in science and technology. Scientists around the...

Im Focus: Volle Fahrt voraus für SmartEEs auf der Automotive Interiors Expo 2019

Flexible, organische und gedruckte Elektronik erobert den Alltag. Die Wachstumsprognosen verheißen wachsende Märkte und Chancen für die Industrie. In Europa beschäftigen sich Top-Einrichtungen und Unternehmen mit der Forschung und Weiterentwicklung dieser Technologien für die Märkte und Anwendungen von Morgen. Der Zugang seitens der KMUs ist dennoch schwer. Das europäische Projekt SmartEEs - Smart Emerging Electronics Servicing arbeitet an der Etablierung eines europäischen Innovationsnetzwerks, das sowohl den Zugang zu Kompetenzen als auch die Unterstützung der Unternehmen bei der Übernahme von Innovationen und das Voranschreiten bis zur Kommerzialisierung unterstützt.

Sie umgibt uns und begleitet uns fast unbewusst durch den Alltag – gedruckte Elektronik. Sie beginnt bei smarten Labels oder RFID-Tags in der Kleidung,...

Im Focus: Full speed ahead for SmartEEs at Automotive Interiors Expo 2019

Flexible, organic and printed electronics conquer everyday life. The forecasts for growth promise increasing markets and opportunities for the industry. In Europe, top institutions and companies are engaged in research and further development of these technologies for tomorrow's markets and applications. However, access by SMEs is difficult. The European project SmartEEs - Smart Emerging Electronics Servicing works on the establishment of a European innovation network, which supports both the access to competences as well as the support of the enterprises with the assumption of innovations and the progress up to the commercialization.

It surrounds us and almost unconsciously accompanies us through everyday life - printed electronics. It starts with smart labels or RFID tags in clothing, we...

Im Focus: Neuer LED-Leuchtstoff spart Energie

Das menschliche Auge ist für Grün besonders empfindlich, für Blau und Rot hingegen weniger. Chemiker um Hubert Huppertz von der Universität Innsbruck haben nun einen neuen roten Leuchtstoff entwickelt, dessen Licht vom Auge gut wahrgenommen wird. Damit lässt sich die Lichtausbeute von weißen LEDs um rund ein Sechstel steigern, was die Energieeffizienz von Beleuchtungssystemen deutlich verbessern kann.

Leuchtdioden oder LEDs können nur Licht einer bestimmten Farbe erzeugen. Mit unterschiedlichen Verfahren zur Farbmischung lässt sich aber auch weißes Licht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2019 in Berlin: Am 30. Mai 5 km laufen und Gutes tun

26.04.2019 | Veranstaltungen

Wie sieht das Essen der Zukunft aus?

25.04.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mit Diamanten den Eigenschaften zweidimensionaler Magnete auf der Spur

26.04.2019 | Physik Astronomie

Multitasking in Perfektion: Nervenzelle arbeitet wie 1400 einzelne Zellen

26.04.2019 | Biowissenschaften Chemie

Neuer Goldstandard bei der Behandlung der Aortenklappenstenose

26.04.2019 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics