Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan: "Wir mobilisieren Spitzenforschung im Mittelstand"

06.07.2010
Evaluation bestätigt: Die Förderinitiative KMU-innovativ erreicht bisher noch nicht geförderte, forschungsstarke Unternehmen

"Unsere Förderinitiative KMU-innovativ ist sehr erfolgreich. Wir erreichen mit diesem Programm unser Ziel, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen zu fördern, die Forschung für neue Hightech-Produkte betreiben."

So kommentierte Bundesforschungsministerin Annette Schavan die Ergebnisse einer Zwischenevaluation von KMU-innovativ, die jetzt veröffentlicht wurden. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind in vielen Bereichen Vorreiter des technologischen Fortschritts. Allerdings sind die mit Spitzenforschung verbundenen Risiken für sie oft nur schwer zu schultern.

Mit der Initiative KMU-innovativ eröffnet ihnen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) neue Wege zu Forschungsmitteln. "Ganz besonders freuen wir uns, dass überdurchschnittlich viele junge und sehr dynamische Unternehmen mit einer starken Ausrichtung auf internationale Märkte eine Projektskizze eingereicht haben", betonte Schavan.

Die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen ist ein zentrales Anliegen der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Gegenüber 2005 hat sie die jährlichen Mittel dafür um mehr als 70 Prozent auf über eine Milliarde Euro (2009) aufgestockt. Im Rahmen von KMU-innovativ hat das BMBF seit 2007 rund 450 Projekte mit einem Fördervolumen von über 300 Millionen Euro zur Förderung empfohlen. Das Programm läuft noch bis Ende 2011.

Die Unternehmen, die sich an KMU-innovativ beteiligen, sind besonders forschungsintensiv: Sie geben im Schnitt 13 Prozent ihres Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus. Ein Drittel der Unternehmen haben zum ersten Mal öffentliche Fördermittel beantragt, ein weiteres Drittel hatte zumindest mit den Fachprogrammen des BMBF noch keine Erfahrung. "Das zeigt, dass hier eine Lücke zu den anderen KMU-Fördermaßnahmen im Bereich Forschung und Entwicklung geschlossen werden konnte", sagte Schavan.

Die Unternehmen waren vor allem von dem klaren und effizienten Ablauf der Maßnahme und des Antragsverfahrens überzeugt. So können Projektskizzen jederzeit eingereicht werden, wobei die Stichtage für die Bewertung halbjährlich sind, jeweils zum 15. April und 15. Oktober. Dann wird innerhalb von zwei Monaten entschieden, ob ein Förderantrag gestellt werden kann. Dieses Verfahren bietet den beteiligten Unternehmen eine größere Planungssicherheit. "Damit stärken wir forschungsstarke KMU gerade in Zeiten der Krise", betonte die Ministerin. Auch die Möglichkeit, über einen "Lotsendienst" Förderorientierung und Erstberatung zu erhalten, bewerten die Unternehmen als hilfreich; ebenso das benutzerfreundliche Online-Formular, mit dem sie eine Projektskizze erstellen und einreichen können.

Forschungsanträge können zu folgenden Technologiefeldern gestellt werden: Biotechnologie, Produktionsforschung, Informations- und Kommunikationstechnologien, Nanotechnologie, Optische Technologien, Ressourcen- und Energieeffizienz, Sicherheitsforschung und Mikrosystemtechnik. Wichtiger als die exakte Einordnung in ein spezifisches Themengebiet sind der Innovationsgrad des beantragten Projektes sowie hohe Verwertungschancen.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.kmu-innovativ.de
http://www.bmbf.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Superauflösende Mikroskopie - Neue Markierungssonden im Nanomaßstab

21.08.2018 | Physik Astronomie

Browser-Plugin für mehr Internet-Sicherheit

21.08.2018 | Informationstechnologie

Aussicht auf neue Therapie bei rheumatoider Arthritis

21.08.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics