Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan:"Exzellente Ideenschmiede für Lebenswissenschaft"

10.03.2010
Neues Ausbildungs- und Konferenzzentrum in Heidelberg soll führend in Europa werden / BMBF finanziert Bau mit 14 Millionen Euro / Gebäude besitzt DNA-Form

Am Dienstag (9.3.) hat das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) auf seinem Campus in Heidelberg das neue Advanced Training Center (ATC) feierlich eröffnet.

Das Zentrum soll zum führenden Ausbildungs- und Konferenzzentrum für die Lebenswissenschaft in Europa werden. Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte dazu in Heidelberg: "Mit diesem neuen Konferenzzentrum hat Heidelberg ein zentrales europäisches Podium erhalten, auf dem sich internationale Wissenschaftler aller Disziplinen und Generationen treffen, um Ideen und Know-how auszutauschen." Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat den Bau mit 14 Millionen Euro unterstützt.

Das neue Gebäude besitzt die Form einer DNA (Trägerin der Erbinformation) und somit die Struktur einer Doppelhelix. "Die besondere Form des Gebäudes unterstreicht den Anspruch, hier einen weltweit sichtbaren Leuchtturm für die hochmoderne Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu schaffen", sagte die Ministerin. Das EMBL, ein Grundlagenforschungsinstitut, das 1974 auf Initiative der Europäischen Organisation für Molekularbiologie (EMBO) als internationale Einrichtung gegründet wurde, wird derzeit von 20 europäischen Staaten und assoziiertem Mitgliedsstaat Australien finanziert. Eine der Kernaufgaben der Einrichtung ist neben der Forschung die Aus- und Weiterbildung von internationalen Spitzenwissenschaftlern. "Deutschland unterstützt hiermit nicht nur die Exzellenz des EMBL, sondern stärkt auch den wissenschaftlichen Ausbildungsstandort Europa", betonte Schavan.

Regelmäßige erstklassige Konferenzen der Wissenschaftselite sind bereits seit Jahren das Markenzeichen von EMBL und EMBO. Jetzt wird hierfür auch ein attraktiver und angemessener Rahmen geboten. So können nun auch die vielen Nachfragen aus dem In- und Ausland optimal bedient werden, so dass der internationale wissenschaftliche Austausch intensiver betrieben werden kann. Die ausgezeichnete Infrastruktur in Heidelberg und die bestehenden universitären institutionellen und industriellen Netzwerke der Forschungsregion Rhein-Neckar spielen dabei weiterhin eine wichtige Rolle.

Finanzielle Unterstützung für den Bau kamen auch seitens der Klaus Tschira Stiftung und des Landes Baden-Württemberg. "Wir sehen hier ein hervorragendes Beispiel für eine Verknüpfung von privaten Partnern mit der öffentlichen Hand in Public-Private-Partnerships zur Schaffung von Infrastruktureinrichtungen für die Forschung", sagte Schavan. Auch bei der Durchführung von internationalen Konferenzen werden sich künftig private Geldgeber beim EMBL engagieren.

Schavan: "Das neue Trainingszentrum wird die Region und Deutschland zu einer zentralen Anlaufstelle für die internationale Forschungselite in den Lebenswissenschaften machen und so den Forschungsstandort Europa nachhaltig stärken."

Die Lebenswissenschaften sind ein Schwerpunkt in der High-Tech-Strategie der Bundesregierung. Von 2006 bis 2009 investierte das BMBF rund 3,2 Milliarden Euro in die Lebenswissenschaften.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Schulbuch wird digital
21.08.2019 | Universität Siegen

nachricht Forschungsunterstützung durch Ghostwriter
21.08.2019 | Dr. Franke / Thoxan

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Im Focus: An ultrafast glimpse of the photochemistry of the atmosphere

Researchers at Ludwig-Maximilians-Universitaet (LMU) in Munich have explored the initial consequences of the interaction of light with molecules on the surface of nanoscopic aerosols.

The nanocosmos is constantly in motion. All natural processes are ultimately determined by the interplay between radiation and matter. Light strikes particles...

Im Focus: Shaping nanoparticles for improved quantum information technology

Particles that are mere nanometers in size are at the forefront of scientific research today. They come in many different shapes: rods, spheres, cubes, vesicles, S-shaped worms and even donut-like rings. What makes them worthy of scientific study is that, being so tiny, they exhibit quantum mechanical properties not possible with larger objects.

Researchers at the Center for Nanoscale Materials (CNM), a U.S. Department of Energy (DOE) Office of Science User Facility located at DOE's Argonne National...

Im Focus: Neuer Werkstoff für den Bootsbau

Um die Entwicklung eines Leichtbaukonzepts für Sportboote und Yachten geht es in einem Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen. Prof. Dr. Stephan Marzi vom Gießener Institut für Mechanik und Materialforschung arbeitet dabei mit dem Bootsbauer Krake Catamarane aus dem thüringischen Apolda zusammen. Internationale Kooperationspartner sind Prof. Anders Biel von der schwedischen Universität Karlstad und die Firma Lamera aus Göteborg. Den Projektbeitrag der THM fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand mit 190.000 Euro.

Im modernen Bootsbau verwenden die Hersteller als Grundmaterial vorwiegend Duroplasten wie zum Beispiel glasfaserverstärkten Kunststoff. Das Material ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung trifft Energiewende

15.10.2019 | Veranstaltungen

Bauingenieure im Dialog 2019: Vorträge stellen spannende Projekte aus dem Spezialtiefbau vor

15.10.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2019

14.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Familienunternehmer setzen eher auf Evolution als auf Disruption

16.10.2019 | Wirtschaft Finanzen

Wie ein infizierter Knochen besser heilt

16.10.2019 | Förderungen Preise

Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

15.10.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics