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Neues Schwerpunktprogramm der DFG wird von IHP und BTU Cottbus gemeinsam koordiniert

15.06.2012
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtete zehn neue Schwerpunktprogramme ein. Darunter befindet sich auch das Programm „Drahtlose Ultrahochgeschwindigkeitskommunikation für den mobilen Internetzugriff“, koordiniert von Prof. Dr.-Ing. Rolf Kraemer, IHP/BTU Cottbus.

In dem Bereich Ingenieurwissenschaften wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) das Programm „Drahtlose Ultrahochgeschwindigkeitskommunikation für den mobilen Internetzugriff“ ausgewählt, welches von Prof. Dr.-Ing. Rolf Kraemer koordiniert wird. Bei diesem Forschungsschwerpunkt wird ein neuer Geschwindigkeitsbereich für drahtlose Systeme von 100 Gb/s und mehr betreten.

Um solch hohe Übertragungsraten in drahtlosen Systemen zu erreichen, müssen neue Paradigmen der Systemarchitektur, neue algorithmische und technologische Methoden, sowie eventuell neue Halbleiterbauteile geschaffen werden. Das Programm, für das eine Laufzeit von sechs Jahren vorgesehen ist, erhält über den gesamten Zeitraum Fördermittel in Höhe von etwa 12 Millionen Euro; davon werden für die erste dreijährige Programmphase 5,8 Mio. Euro (ab 2013) bereitgestellt.

Die Auswahl dieses Projektes zeigt die Relevanz des Themas und das Vertrauen in die Kompetenz und Koordinationserfahrung des Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) Frankfurt (Oder) und der BTU Cottbus. Gleichzeitig ist es eine Wertschätzung der wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Rolf Kraemer, der dieses Projekt leitet. Seit 1998 ist Prof. Kraemer Leiter der Abteilung System Design im IHP Frankfurt (Oder) und Inhaber des Lehrstuhls für Systeme der BTU Cottbus.

Als Sprecher des neuen Forschungsschwerpunkts ist Prof. Kraemer verantwortlich, die einzelnen Forschungsprojekte entsprechend der Ziele zu koordinieren sowie das Gesamtprojekt im nationalen und internationalen Bereich zu repräsentieren. Für die BTU Cottbus bedeutet die Wahl von Prof. Kraemer auch eine Anerkennung ihrer eigenen Forschungsleistungen durch die DFG.

„Die erfolgreiche Aufnahme in ein weiteres Schwerpunktprogramm der DFG bestätigt unsere Strategie, verstärkt gemeinsame Berufungen von Universität und außeruniversitären Forschungseinrichtungen vorzunehmen, um das Know-how zu bündeln und gezielt für die studentische Ausbildung und Forschungstätigkeit einzusetzen. Das IHP ist hierbei ein wichtiger Partner“, äußert in diesem Zusammenhang BTU-Präsident, Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli.

Der wissenschaftlich-technische Geschäftsführer des IHP, Prof. Wolfgang Mehr ergänzt: „Die Zielstellung des DFG-Projektes ist identisch mit der Hauptforschungsrichtung des IHP - der weiteren Erhöhung der Datenübertragungsgeschwindigkeit für mobile Systeme. Ich gratuliere Prof. Rolf Kraemer zu dieser Anerkennung seiner wissenschaftlichen Kompetenz und freue mich auf die Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus im Rahmen des DFG-Projektes“.

Der Senat der DFG richtete auf seiner Frühjahrssitzung insgesamt zehn weitere Schwerpunktprogramme (SPP) ein, die ab Anfang 2013 ihre Arbeit aufnehmen sollen und zur Vernetzung der wissenschaftlichen nationalen und internationalen Expertise beitragen werden. Die SPP umfassen Programme aus den Bereichen Geistes-, Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften und beabsichtigen die Lösung interdisziplinärer Zielstellungen durch ausgeprägte fach- und ortsübergreifende Kooperationen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Rolf Kraemer, Lehrstuhl für drahtlose Kommunikationssysteme, BTU Cottbus
Abteilungsleiter System Design, Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik Frankfurt (Oder)

E-Mail: kraemer@ihp-microelectronics.com, Tel: 0335 5625 345

Katrin Juntke | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-cottbus.de

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