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Neue Forschungen zu „Inklusiver Bildung“ und „Intelligenter Energieversorgung einer Stadt“

06.06.2012
Die Hochschule Osnabrück, eine der forschungsstärksten Fachhochschulen, wird mit Eigenmitteln von über drei Millionen Euro weitere zukunftsträchtige Forschungsbereiche aufbauen.
Innerhalb eines aufwändigen Wettbewerbs wurden als neue zusätzliche Forschungsschwerpunkte „Inklusive Bildung“ und „Intelligente Energieversorgung einer Stadt“ identifiziert. Beide interdisziplinären Vorhaben fördert die Hochschule zunächst mit einer Anschubfinanzierung für die folgenden drei bis fünf Jahre.

Das Vorhaben „Inklusive Bildung – Teilhabe als Handlungs- und Organisationsprinzip“ konzentriert sich auf Inklusion in Kindertagesstätten, Schulen und Institutionen der Berufsbildung und Arbeit. Es erforscht die Möglichkeiten der Zugänge und die Qualität der Zugehörigkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu den Systemen Bildung und Arbeit. Stephan Maykus ist Sprecher der interdisziplinären Arbeitsgruppe, zu der die Professoren Gregor Hensen, Burkhard Küstermann, Andrea Rieken, Heike Schinnenburg und Silvia Wiedebusch gehören.

Das zweite ausgewählte Forschungscluster „CityGrid - Intelligente Energieversorgung einer Stadt“ wird ein Konzept für eine effiziente und stabile Energieversorgung erarbeiten. Das auf andere städtische Siedlungsräume übertragbare Konzept soll auf regenerative Energieformen und der intelligenten Kooperation von Strom- und Wärmeenergieerzeugern sowie den zugehörigen Verbrauchern und Speichern beruhen. Zur Arbeitsgruppe um Ralf Tönjes als Sprecher gehören die Professoren Volker Lüdemann, Matthias Reckzügel, Ansgar Rehm, Peter Roer und Peter Vossiek. Als Kooperationspartner konnten sie die Stadtwerke Osnabrück und Münster, die Siemens AG sowie die PSI Aktiengesellschaft für Produkte und Systeme der Informationstechnologie gewinnen.

Die Auswahl der beiden fächerübergreifenden Forschungsschwerpunkte, die nun zusätzlich zu den bereits bestehenden „Leuchttürmen“ aufgebaut werden sollen, lief über einen mehrstufigen Wettbewerb unter anderem mit externen Gutachtern. „Die Anschubfinanzierung soll nicht nur den Studierenden attraktive Studienmöglichkeiten insbesondere im Master- und Promotionsbereich ermöglichen, sondern ebenso große Verbundforschungsprojekte generieren, die sich nach Auslaufen der Förderung über eingeworbene Drittmitteln selbst finanzieren können“, erklärt Peter Seifert. Der Vizepräsident für Forschung hat am 4. Juni 2012 zusammen mit dem Präsidium die Auswahl aus sechs Forschungsanträgen in der Endrunde getroffen.

Diesen neuen Prozess zur Förderung der Forschung an der Hochschule Osnabrück entwickelte eine Arbeitsgruppe, die sich aus gemeinsamem Interesse auf dem Open Space im Mai 2011 gefunden hat. Bereits im November 2011 konnte die von ihr erarbeitete „Richtlinie zur Profilierung der Forschung der Hochschule Osnabrück durch Binnenforschungsschwerpunkte(BFSP)“ verabschiedet und eine Fördersumme in Höhe von 3,15 Mio. Euro in den Haushaltsplan der Hochschule Osnabrück eingestellt werden. Damit können ab 2012 zwei und in den nächsten drei Jahren jeweils ein weiterer BSFP ausgewählt und entsprechend gefördert werden.

Dr. Viola Düwert | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-osnabrueck.de

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