Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Leibniz-Forschungsverbünde (I) :„Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung"

03.09.2012
Wie können wir angesichts von Bevölkerungswachstum, Klimawandel und knapper werdender Ressourcen qualitativ hochwertige Lebensmittel in ausreichender Menge nachhaltig erzeugen? Und was können wir tun, um Menschen gesund zu ernähren?
Diesen drängenden Zukunftsfragen wird sich in den kommenden fünf Jahren der disziplinübergreifende Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittel-produktion und gesunde Ernährung“ widmen. Der Verbund vereint 12 Leibniz-Institute, die in den Bereichen Agrar und Umwelt, Ernährung, Wirtschaft und Gesellschaft forschen, zu einem in Deutschland einzigartigen Kompetenz-Cluster.

Die Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung ist eine der großen globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Laut Berechnungen der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf über 9 Mrd. anwachsen. Gleichzeitig ist ein Wandel der Ernährungsgewohnheiten in Schwellen- und Entwicklungsländern zu beobachten, eine zunehmende Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für den Anbau nachwachsender Rohstoffe, die Verknappung natürlicher Ressourcen wie Phosphor und zunehmend auch Auswirkungen des Klimawandels auf die landwirtschaftliche Produktivität.
Um die Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln so zu organisieren, dass sie den Ansprüchen einer ausreichenden Versorgung und einer nachhaltigen Entwicklung gerecht wird, bedarf es einer systemischen Betrachtung entlang der Wertschöpfungsketten – von der Nutzung der Ressourcen Boden, Wasser, Energie usw. für die Erzeugung bis hin zum verzehrfertigen, sicheren Lebensmittel.

Eine weitere Herausforderung besteht darin, die Gesellschaft gesund zu ernähren. Neben Fragen der Wirksamkeit von Lebensmitteln auf die Gesundheit geht es vor allem darum, die Ernährungsmuster und das konkrete Verbraucherverhalten ursächlich aufzuklären. Warum ernähren sich in Industrieländern viele Menschen ungesund? Worin liegen die Ursachen für konkretes Verbraucherverhalten?

„Es geht insbesondere um die Wechselwirkungen von Produktion, Ernährung und Verbraucherverhalten, zum Beispiel um die Frage, wie sich veränderte Konsumgewohnheiten auf die Nachhaltigkeit der Produktion auswirken“, umreißt Prof. Dr. Reiner Brunsch, Sprecher des Leibniz-Verbunds, die Aufgaben. „Könnte beispielsweise eine Reduzierung des Fleischverbrauchs zu einer nachhaltigeren Produktion führen? Würde ein weitgehender Fleischverzicht der Bevölkerung zu mehr Gesundheit verhelfen? Und welche volkswirtschaftlichen Konsequenzen wären damit verbunden? Nachhaltige Lebensmittelproduktion und die Aufgabe, eine Gesellschaft gesund zu ernähren, sind gesamtgesellschaftliche Themen, die wir nur im Zusammenwirken verschiedener Disziplinen bearbeiten können.“

Im Verbund werden daher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus natur- und ingenieurwissenschaftlich ausgerichteten Instituten mit Experten der Wirtschafts- und Sozialwissenschaft zusammenarbeiten. Der Forschungsverbund startet mit derzeit 12 Leibniz-Instituten, weitere Institute werden dazukommen. Mit seinem disziplinübergreifenden Zusammenwirken bündelt der Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittel-produktion und gesunde Ernährung“ Kompetenz und wissenschaftliche Schlagkraft auf einzigartige Weise.

Die Leibniz-Institute im Verbund:

• Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB)
• Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie - Leibniz-Institut (DFA), Freising
• Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE), Potsdam
• Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)
• Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN), Dummerstorf
• Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO), Halle
• Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Berlin
• Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), Großbeeren/Erfurt
• Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB), Halle
• Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), Gatersleben
• Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
• Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), Müncheberg
Sprecher des Leibniz-Forschungsverbundes „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ ist Prof. Dr. Reiner Brunsch, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB).
Kontakt:
Helene Foltan
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB)
hfoltan@atb-potsdam.de
Tel.: 0331 5699-820

Hintergrund:
Leibniz-Forschungsverbünde sind angelegt als fächergruppenübergreifende und für weitere Kooperationspartner offene, auf ein aktuelles Wissenschaftsproblem ausgerichtete, zeitlich befristete Zusammenschlüsse von Instituten. Die Leibniz-Forschungsverbünde sind damit das Instrument der Leibniz-Gemeinschaft, ihre Forschung strategisch weiter zu entwickeln und die Kompetenzen von Leibniz-Einrichtungen und weiteren Partnern zu bündeln. Leibniz-Forschungsverbünde sollen wissenschaftlich und gesellschaftlich aktuelle Aufgabenkomplexe aufgreifen und mit einem interdisziplinären Ansatz bearbeiten, der Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften mit Geistes- und Sozialwissenschaften verbindet.
Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Christian Walther
Tel.: 030 / 20 60 49 – 42
Mobil: 0173 / 513 56 69
walther@leibniz-gemeinschaft.de

Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung, wissenschaftlicher Infrastrukturen und forschungsbasierter Dienstleistungen. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegt intensive Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. über gemeinsame Wissenschaftscampi, und mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Ihre Einrichtungen unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und externalisierten Begutachtungsverfahren. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Daher fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Personen, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, einschließlich der 3.300 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,4 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 330 Mio. Euro pro Jahr.

Christian Walther | Leibniz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-gemeinschaft.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Lernen in virtuellen Räumen
11.06.2019 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht „digiMINT“: Digitalisierung in der Lehrerbildung
28.05.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Partielle Mondfinsternis am 16./17. Juli 2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Wie im letzten Jahr findet auch 2019 eine in den späten Abendstunden in einer lauen Sommernacht gut zu beobachtende Mondfinsternis statt, und zwar in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli. Die Finsternis ist zwar nur partiell - der Mond tritt also nicht vollständig in den Erdschatten ein - es ist aber für die nächsten Jahre die einzige gut sichtbare Mondfinsternis im deutschen Sprachraum.

Am Dienstagabend, den 16. Juli, wird ein kosmisches Schauspiel zu sehen sein: Der Vollmond taucht zu einem großen Teil in den Schatten der Erde ein, es findet...

Im Focus: Fraunhofer IDMT zeigt akustische Qualitätskontrolle auf der Fachmesse für Messtechnik »Sensor + Test 2019«

Das Ilmenauer Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT präsentiert vom 25. bis 27. Juni 2019 am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft (Stand 5-248) seine neue Lösung zur berührungslosen, akustischen Qualitätskontrolle von Werkstücken und Bauteilen. Da die Prüfung zerstörungsfrei funktioniert, kann teurer Prüfschrott vermieden werden. Das Prüfverfahren wird derzeit gemeinsam mit verschiedenen Industriepartnern im praktischen Einsatz erfolgreich getestet und hat das Technology Readiness Level (TRL) 6 erreicht.

Maschinenausfälle, Fertigungsfehler und teuren Prüfschrott reduzieren

Im Focus: Fraunhofer IDMT demonstrates its method for acoustic quality inspection at »Sensor+Test 2019« in Nürnberg

From June 25th to 27th 2019, the Fraunhofer Institute for Digital Media Technology IDMT in Ilmenau (Germany) will be presenting a new solution for acoustic quality inspection allowing contact-free, non-destructive testing of manufactured parts and components. The method which has reached Technology Readiness Level 6 already, is currently being successfully tested in practical use together with a number of industrial partners.

Reducing machine downtime, manufacturing defects, and excessive scrap

Im Focus: Erfolgreiche Praxiserprobung: Bidirektionale Sensorik optimiert das Laserauftragschweißen

Die Qualität generativ gefertigter Bauteile steht und fällt nicht nur mit dem Fertigungsverfahren, sondern auch mit der Inline-Prozessregelung. Die Prozessregelung sorgt für einen sicheren Beschichtungsprozess, denn Abweichungen von der Soll-Geometrie werden sofort erkannt. Wie gut das mit einer bidirektionalen Sensorik bereits beim Laserauftragschweißen im Zusammenspiel mit einer kommerziellen Optik gelingt, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT auf der LASER World of PHOTONICS 2019 auf dem Messestand A2.431.

Das Fraunhofer ILT entwickelt optische Sensorik seit rund 10 Jahren gezielt für die Fertigungsmesstechnik. Dabei hat sich insbesondere die Sensorik mit der...

Im Focus: Successfully Tested in Praxis: Bidirectional Sensor Technology Optimizes Laser Material Deposition

The quality of additively manufactured components depends not only on the manufacturing process, but also on the inline process control. The process control ensures a reliable coating process because it detects deviations from the target geometry immediately. At LASER World of PHOTONICS 2019, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be demonstrating how well bi-directional sensor technology can already be used for Laser Material Deposition (LMD) in combination with commercial optics at booth A2.431.

Fraunhofer ILT has been developing optical sensor technology specifically for production measurement technology for around 10 years. In particular, its »bd-1«...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Meeresleuchten, Klimawandel, Küstenmeere Afrikas – Spannende Vielfalt bei „Warnemünder Abenden 2019“

24.06.2019 | Veranstaltungen

Plastik: Mehr Kreislauf gegen die Krise gefordert

21.06.2019 | Veranstaltungen

Rittal und Innovo Cloud sind auf Supercomputing-Konferenz in Frankfurt vertreten

18.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neues „Intelligent Edge Data Center“ bringt Smart Industries auf nächstes Level

24.06.2019 | Unternehmensmeldung

Meeresleuchten, Klimawandel, Küstenmeere Afrikas – Spannende Vielfalt bei „Warnemünder Abenden 2019“

24.06.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Simulierte Synapsen - TU-Forscher berechnen das neuronale Netz des Gehirns

24.06.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics