Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energiewende braucht Forschung

30.05.2012
Der rasche Umbau der Energieversorgung erfordert neue Lösungen für Netze und Zwischenspeicher sowie Effizienzsteigerungen in allen Technologien.

Die Energieforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft adressiert diese Aufgaben und investiert zusätzlich 135 Mio. Euro, um Forschungslücken zu schließen, Kompetenzen auszubauen und zu bündeln und die Energiewende voranzutreiben.

„Die Helmholtz-Gemeinschaft hat zusätzlich zu ihrer langfristig orientierten Programmforschung weitere Maßnahmen ergriffen, um den rascheren Umbau der Energieversorgung zu ermöglichen. Insbesondere die Forschung an Energiespeicherung und Transport, aber auch an Erneuerbaren Energien sowie Effizienzsteigerung wird deutlich verstärkt“, erklärt Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Damit hat die Helmholtz-Gemeinschaft umgehend auf den Beschluss der Bundesregierung und die Empfehlung der Ethikkommission zur Sicheren Energieversorgung nach dem Reaktorunglück in Fukushima reagiert.

Zu den zusätzlich aufgebrachten Mitteln von 135 Mio. Euro kommen ab 2013 bis zu 12 Mio. Euro jährlich für die Rekrutierungsinitiative der Helmholtz-Gemeinschaft hinzu, die vor allem Expertinnen und Experten für Energieforschungsthemen gewinnen wird. Insgesamt stellt die Helmholtz-Gemeinschaft im Zeitraum 2010-2014 mindestens 1.331 Mio. Euro für die Energieforschung bereit.

Die gezielte Stärkung der Energieforschung wurde insbesondere durch den jährlichen Aufwuchs des Budgets ermöglicht, den die Bundesregierung den außeruniversitären Forschungsorganisationen um Pakt für For-schung und Innovation zugesichert hat.

Mehr Informationen über die neuen Initiativen im Bereich der Energieforschung finden Sie im Internet unter: www.helmholtz.de/energiewende

Die 135 Mio. Euro setzen sich aus folgenden Maßnahmen zusammen:

• Rund 63 Mio. Euro investiert die Helmholtz-Gemeinschaft zwischen 2012 und 2014 in sechs Portfoliothemen, die im Energieforschungsbereich entscheidende Themenfelder erschließen. Im Anschluss an die Förderdauer werden die Forschungsprojekte im Rahmen der Programmforschung weitergeführt. Als Portfoliothema werden Arbeiten zu Energiespeichersystemen, Bioökonomie, Emissionsfreie Kraftwerke, Materialforschung und Geoenergie gefördert. Dabei sind an jedem Portfoliothema auch mehrere Universitäten und Partner aus anderen Forschungseinrichtungen beteiligt.

• Mit 24 Mio. Euro wird von 2012 bis 2014 die Helmholtz-Energie-Initiative zum „Schnellen Ausbau der Energieforschung“ gefördert, die in mehreren thematisch orientierten Helmholtz-Energie-Allianzen zukunftsfähige Energietechnologien zu entwickeln hilft. Dabei schaffen Helmholtz-Allianzen eine starke Vernetzung zwischen den Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen, sie erschließen Freiräume zur Entwicklung neuer Ideen und Technologien und ergänzen so die Programmforschung der Helmholtz-Gemeinschaft in den Bereichen Energiespeicherung und -verteilung, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

• Mit 8,25 Mio. Euro wird die Helmholtz-Allianz „Zukünftige Infrastrukturen der Ener-gieversorgung - ENERGY-TRANS“ gefördert (2011 bis 2015), in der Partner aus vier Helmholtz-Zentren und Universitäten sozioökonomische Fragen zur Gestaltung und Umsetzung der Energiewende bearbeiten. Denn ohne breite Akzeptanz in der Gesellschaft ist der Umbau der Energieversorgung nicht zu meistern, der beispielsweise auch neue Infrastrukturen wie Stromtrassen, Pumpspeicherwerke oder Windparks erfordert. Die Sicht der Bürger muss daher – über neue Formate der Partizipation - rechtzeitig einbezogen werden.

• Mit 20 Mio. Euro (2011-2014) wird das Helmholtz-Institut zur Erforschung von Ener-giespeichertechniken in Ulm aufgebaut. Dort sollen die elektrochemischen Grundlagen neuartiger Batteriesysteme untersucht und neue Materialien dafür entwickelt werden. Partner sind KIT und die Universität Ulm, assoziierte Partner sind DLR und das Zentrum für Solar- und Wasserstoffforschung.

• Ebenfalls 20 Mio. Euro werden von 2011 bis 2014 in das Helmholtz-Institut für Ressourcen und Ressourceneffizienz in Freiberg investiert. Denn gerade in den neuen Energietechnologien werden vielfältige Rohstoffe benötigt, die auf dem Weltmarkt in Zukunft teurer werden. Das Helm-holtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und die TU Bergakademie Freiberg haben deshalb im August 2011 das Helmholtz-Institut für Ressourcenforschung in Freiberg gegründet, das dieses Themenfeld ganzheitlich bearbeitet. Es geht dabei nicht nur um die Gewinnung von volkswirtschaftlich wichtigen mineralischen und metallischen Rohstoffen, sondern auch um die Frage, wie man diese effizient einsetzen, aus Abfällen zurückgewinnen oder auch ersetzen kann.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschafts-organisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel./Fax: 030 206 329-57/60
presse@helmholtz.de
Dr. Antonia Rötger
Pressereferentin
Tel.: 030 206 329-38
antonia.roetger@helmholtz.de

Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Macht Sinn: Fraunhofer entwickelt Sensorsystem für KMU

15.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

15.08.2018 | Informationstechnologie

FKIE-Wissenschaftler präsentiert neuen Ansatz zur Detektion von Malware-Daten in Bilddateien

15.08.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics