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Duale Studiengänge immer beliebter

10.02.2011
Die Beliebtheit dualer Studiengänge nimmt weiter zu: 2010 stieg das Angebot an dualen Studiengängen in Deutschland um 12,5 %. Die Steigerungsrate lag damit um mehr als das Dreifache höher als im Vorjahr.

Auch die Zahl der beteiligten Unternehmen wuchs um rund 9 %, die der Studierenden nahm um mehr als 6 % zu. Dies sind Ergebnisse einer Auswertung der Datenbank „AusbildungPlus“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Duale Studiengänge sind eine besonders innovative, attraktive und praxisnahe Studienform, die sich seit Jahren bei Betrieben und Jugendlichen einer wachsenden Beliebtheit erfreut.

Dabei wird eine praktische Ausbildung im Betrieb mit einer theoretischen Ausbildung an einer (Fach-)Hochschule oder Berufsakademie kombiniert. Studierende erhalten so die Möglichkeit, in zahlreichen Studiengängen gleichzeitig zwei Abschlüsse zu erwerben: einen Berufs- und einen akademischen Abschluss.

Besonders deutliche Zuwächse sind vor allem in den Studiengängen der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu verzeichnen. So erreichten zum Beispiel die allgemeinen Ingenieurwissenschaften mit einer Steigerung von 23,5 % der angebotenen dualen Studiengänge den höchsten Wert aller Fachbereiche. Ebenfalls deutlich über den durchschnittlichen Steigerungsraten liegen die Bereiche Elektrotechnik, Bauingenieurwesen und Maschinenbau/Verfahrenstechnik. Auch die Zahl der Studierenden in den MINT-Fächern erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel. Unternehmen und Hochschulen reagieren mit ihrem verstärkten Angebot auf die zu erwartenden Engpässe in diesen Bereichen.

„AusbildungPlus“ ist ein Projekt des BIBB, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. „Herzstück“ ist eine Datenbank, die bundesweit über duale Studiengänge und Zusatzqualifikationen in der dualen Berufsausbildung informiert. Zurzeit enthält die Datenbank mehr als 900 duale Studiengänge und über 2.200 Zusatzqualifikationen. Interessierte Jugendliche können die Datenbank kostenlos nach passenden Angeboten durchsuchen. Anbieter – zum Beispiel Betriebe, (Fach-)Hochschulen oder Berufsakademien – können ihre Ausbildungs- und Studienangebote ebenfalls kostenlos veröffentlichen.

Weitere Informationen in „AusbildungPlus 2010 in Zahlen“ unter http://www.ausbildungplus.de

Ansprechpartner:
Andrea Stertz und Jochen Goeser, E-Mail: kontakt@ausbildungplus.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.ausbildungplus.de
http://www.bibb.de/

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