Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-chinesische Forschungsgruppen am Start

26.10.2012
Zwei neue deutsch-chinesische Forschungsgruppen starten am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und in den Partnereinrichtungen in China
Professor Stefan Hinz leitet eine Gruppe über die weltraumgestützte Radar-Fernerkundung zur Prävention und forensischen Analyse von Naturkatastrophen und Extremereignissen. Integrierte Katalysetechnologien zur effizienten Wasserstoffherstellung untersucht eine Gruppe unter Leitung von Professor Roland Dittmeyer. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert die beiden Gruppen gemeinsam mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS).

Das neue Förderprogramm „Helmholtz-CAS Joint Research Groups“ unterstützt Forschungsprojekte, bei denen deutsche und chinesische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eng kooperieren, für zunächst drei Jahre mit bis zu 155 000 Euro pro Jahr. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert jedes Team mit jährlich bis zu 120 000 Euro aus ihrem Impuls- und Vernetzungsfonds; die CAS steuert jährlich bis zu 35 000 Euro bei. Insgesamt wurden in der ersten Förderrunde fünf Projekte zur Förderung ausgewählt. Das KIT reichte zwei Anträge ein und hat sich mit beiden durchgesetzt.

Die Forschungsgruppe „Space-borne microwave remote sensing for prevention and forensic analysis of natural hazards and extreme events“ von Professor Stefan Hinz, Leiter des Instituts für Photogrammetrie und Fernerkundung (IPF) des KIT und Professorin Doris Dransch vom Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) sowie Professor Yun Kai Deng und Professor Robert Yu Wang vom Institute of Electronics in Peking zielt darauf, das Potenzial der durch weltraumgestützte Radar-Fernerkundung gewonnenen Daten zu Naturkatastrophen und Extremereignissen noch besser auszuschöpfen. Der Einsatz dieser Technologie erlaubt eine hochgenaue Datengewinnung unabhängig von Wetter- und Beleuchtungsverhältnissen. Zur effizienten Datenauswertung verfolgen die Forscher den interdisziplinären Ansatz der „Visual Analytics“, der automatische Datenanalyse mit manueller Interpretation verbindet. Das Projekt ist eng verbunden mit der Arbeit des von KIT und GFZ getragenen CEDIM (Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology).

In der Gruppe „Integrated catalytic technologies for efficient hydrogen production“ geht es um ein energieeffizientes und kostengünstiges System zur Wasserstoffproduktion mithilfe von Membrantechnologie. Angesiedelt ist diese bei Professor Roland Dittmeyer, Leiter des Instituts für Mikroverfahrenstechnik (IMVT) des KIT, und Professor Jan-Dierk Grunwaldt vom Institut für Katalyseforschung und -technologie (IKFT) des KIT sowie Professor Andreas Goldbach vom Dalian National Laboratory for Clean Energy des Dalian Institute of Chemical Physics (DICP) und Professorin Xiulian Pan vom State Key Laboratory of Catalysis des DICP. Zentrale Themen sind neue nanostrukturierte Katalysatoren und ultradünne metallische Membranen sowie deren Integration in kompakte Systeme zur energieeffizienten dezentralen Herstellung von Wasserstoff. Dazu untersuchen die Wissenschaftler, wie sich Dünnschicht-Membranen und gedruckte Katalysatorschichten in kompakte multifunktionale Mikroreaktoren mit hoher Wärmeübertragungsleistung integrieren lassen. Der Einsatz von synchrotronbasierten in situ spektroskopischern Methoden erlaubt dabei etaillierte Einblicke in die Struktur von Katalysator und Membran unter Reaktionsbedingungen im Mikroreaktor.

Mit den Helmholtz-CAS Joint Research Groups stärkt die Helmholtz-Gemeinschaft die deutsche Forschung, indem sie hervorragende Kooperationspartner gewinnt. Die ausgewählten Gruppen behandeln aktuelle Themen aus den Forschungsbereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien sowie Struktur der Materie.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Lernen in virtuellen Räumen
11.06.2019 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht „digiMINT“: Digitalisierung in der Lehrerbildung
28.05.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Additive Fertigung zur Herstellung von Triebwerkskomponenten für die Luftfahrt

Globalisierung und Klimawandel sind zwei der großen Herausforderungen für die Luftfahrt. Der »European Flightpath 2050 – Europe’s Vision for Aviation« der Europäischen Kommission für Forschung und Innovation sieht für Europa eine Vorreiterrolle bei der Vereinbarkeit einer angemessenen Mobilität der Fluggäste, Sicherheit und Umweltschutz vor. Dazu müssen sich Design, Fertigung und Systemintegration weiterentwickeln. Einen vielversprechenden Ansatz bietet eine wissenschaftliche Kooperation in Aachen.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und der Lehrstuhl für Digital Additive Production DAP der RWTH Aachen entwickeln zurzeit eine...

Im Focus: Die verborgene Struktur des Periodensystems

Die bekannte Darstellung der chemischen Elemente ist nur ein Beispiel, wie sich Objekte ordnen und klassifizieren lassen.

Das Periodensystem der Elemente, das die meisten Chemiebücher abbilden, ist ein Spezialfall. Denn bei dieser tabellarischen Übersicht der chemischen Elemente,...

Im Focus: The hidden structure of the periodic system

The well-known representation of chemical elements is just one example of how objects can be arranged and classified

The periodic table of elements that most chemistry books depict is only one special case. This tabular overview of the chemical elements, which goes back to...

Im Focus: MPSD-Team entdeckt lichtinduzierte Ferroelektrizität in Strontiumtitanat

Mit Licht lassen sich Materialeigenschaften nicht nur messen, sondern auch verändern. Besonders interessant sind dabei Fälle, in denen eine fundamentale Eigenschaft eines Materials verändert werden kann, wie z.B. die Fähigkeit, Strom zu leiten oder Informationen in einem magnetischen Zustand zu speichern. Ein Team um Andrea Cavalleri vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, hat nun Lichtimpulse aus dem Terahertz-Frequenzspektrum benutzt, um ein nicht-ferroelektrisches Material in ein ferroelektrisches umzuwandeln.

Ferroelektrizität ist ein Zustand, in dem die Atome im Kristallgitter eine bestimmte Richtung "aufzeigen" und dadurch eine makroskopische elektrische...

Im Focus: MPSD team discovers light-induced ferroelectricity in strontium titanate

Light can be used not only to measure materials’ properties, but also to change them. Especially interesting are those cases in which the function of a material can be modified, such as its ability to conduct electricity or to store information in its magnetic state. A team led by Andrea Cavalleri from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg used terahertz frequency light pulses to transform a non-ferroelectric material into a ferroelectric one.

Ferroelectricity is a state in which the constituent lattice “looks” in one specific direction, forming a macroscopic electrical polarisation. The ability to...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Rittal und Innovo Cloud sind auf Supercomputing-Konferenz in Frankfurt vertreten

18.06.2019 | Veranstaltungen

Teilautonome Roboter für die Dekontamination - den Stand der Forschung bei Live-Vorführungen am 25.6. erleben

18.06.2019 | Veranstaltungen

KI meets Training

18.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Saubere Lunge dank Laserprozessabsaugung

18.06.2019 | Maschinenbau

Rittal und Innovo Cloud sind auf Supercomputing-Konferenz in Frankfurt vertreten

18.06.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Ionenkanal mit Türsteher: Calcium-Ionen blockieren Kanalöffnung in Abhängigkeit vom pH-Wert

18.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics