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Bundesweit einmalig: Im Wintersemester 2010/2011 startet Masterstudiengang „Blinden- und Sehbehindertenpädagogik"

04.05.2010
Im Wintersemester 2010/2011 startet an der Philipps-Universität erstmalig der berufsbegleitende Masterstudiengang „Blinden- und Sehbehindertenpädagogik (M.A.)“.

Das bundesweit einmalige Weiterbildungs-Angebot soll die Studierenden dazu qualifizieren, die Teilhabe von blinden und sehbehinderten Menschen an Prozessen der Bildung und Erziehung in verschiedenen Handlungsfeldern förderlich mitzugestalten. Bewerbungen sind noch bis zum 31. Mai 2010 möglich.

Der Fachbereich Erziehungswissenschaften reagiert auf die im März 2009 ratifizierte UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen und kommt dem daraus resultierenden steigenden Bedarf an qualifizierten Lehrkräften zur individuellen Förderung zeitnah mit seinem neuen Weiterbildungsmaster entgegen.

Das Studienangebot ist in enger Kooperation zwischen der Philipps-Universität und der in Marburg ansässigen Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista) entwickelt worden. „Ja, was Professor Seitter mit seinem Team in dieser Zeit geleistet hat, ist schon sensationell, das hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt“, freut sich „blista“-Direktor Claus Duncker. Er betont die außerordentlich gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten der Philipps-Universität, des hessischen Wissenschafts- und Kultusministeriums und der „blista“. Somit konnte der Erlass zur Anerkennung durch das Hessische Kultusministerium (HKM) noch vor Studienbeginn erreicht werden. Zurzeit laufen noch Gespräche zu einer möglichen finanziellen Unterstützung der hessischen Lehrerinnen und Lehrer mit dem HKM.

Das berufsbegleitende Studium richtet sich an Lehrkräfte, die eine sonderpädagogische Qualifikation oder eine Lehrbefähigung im Bereich Blinden- und Sehbehindertenpädagogik benötigen. Mit der sich in der Akkreditierung befindlichen Weiterbildung sollen auch pädagogische Fachkräfte, die in diesem pädagogisch-relevanten Bereich tätig sind oder sein wollen, angesprochen werden.

Vom Wintersemester 2010 an können sich bis zu 20 besonders qualifizierte Weiterbildungsstudierende erstmals mit den einschlägigen nationalen und internationalen Konzepten und Theorien zur Blinden- und Sehbehinderten-Pädagogik im Kontext der allgemeinen Behindertenpädagogik und der Geschichte des Faches auseinandersetzen. Darüber hinaus werden Basiswissen und Grundkenntnisse in Orientierung und Mobilität, Punktschriftsystemen, Alltagspraktische Fähigkeiten, Mediengestaltung sowie Grundlagen der Ophthalmologie, der Physiologischen Optik, der barrierefreien Gestaltung der räumlichen Umwelt sowie zu spezifischen Hilfsmittel vermittelt. Zusätzlich werden Beratungsmodelle sowie die Zusammenarbeit mit einschlägigen Organisationen thematisiert. Spezielle didaktische und methodische Interventionen auf Grundlage des fachspezifischen Wissens werden zudem einen hohen Stellenwert in der Weiterbildung der Fach- und Lehrkräfte einnehmen.

Der Weiterbildungsstudiengang richtet sich an Berufstätige und ist somit in seiner zeitlichen und didaktischen Gestaltung auf die speziellen Belange dieser Zielgruppe ausgerichtet. Bei der inhaltlichen Konzeption sind Lehrende aus den verschiedenen Fachgebieten beteiligt, zum Beispiel Professor Dr. Degenhardt von der Universität Hamburg. Unterrichtet wird der Studiengang durch renommierte Fachexperten aus der Wissenschaft sowie der Blinden- und Sehbehindertenpraxis.

Weitere Informationen:
Ansprechpartner: Professor Dr. Wolfgang Seitter,
Projektleitung
Tel.: 06421 28-23022
E-mail: seitter@staff.uni-marburg.de
Sekretariat: Ilonca Merte
E-Mail: mertei@staff.uni-marburg.de
Zugangsvoraussetzungen, Studienzeiten und Kosten:
http://www.uni-marburg.de/fb21/studium/studiengaenge/wb-bsp

Johannes Scholten | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-marburg.de
http://www.uni-marburg.de/fb21/studium/studiengaenge/wb-bsp

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