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Wirtschaft und Wissenschaft wollen Bildungs- und Innovationsstandort Deutschland stärken

25.04.2002


DIHK und HRK vereinbaren Intensivierung der Kooperation

Mehr Autonomie für die Hochschulen und eine verstärkte Kooperation mit der Wirtschaft - das sind die gemeinsamen Ziele von Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Während eines Spitzengespräches zwischen HRK und DIHK am heutigen Donnerstag über aktuelle Entwicklungen in der deutschen Bildungs- und Hochschulpolitik betonte Professor Klaus Landfried, Präsidenten der HRK, dass nur ein fairer und transparenter Wettbewerb um Spitzenprofessoren, engagierte Studenten und Forschungsmittel eine neue Mentalität des Aufbruchs und ein verstärktes Streben nach Exzellenz erzeugen könne. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun unterstützt die Hochschulen in ihren Forderungen nach mehr Autonomie, mahnt aber gleichzeitig an, die vorhandenen Spielräume zu nutzen, um so das Profil der Hochschulen zu schärfen.

Übereinstimmend bekräftigen die Präsidien, dass eine weitgehende Selbständigkeit bei der Auswahl der Studierenden, der Gestaltung der Studiengänge und bei Organisation und Art der Finanzierung die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hochschulen sichern können.

Auf entschiedene Ablehnung stößt daher die Absicht der Bundesregierung, ein Verbot von Studiengebühren im Hochschulrahmengesetz zu verankern. Der Bund habe hier keine Regelungskompetenz. Er beraube damit die Hochschulen eines wichtigen möglichen Steuerungsinstruments für die Finanzierung der Lehrangebote und ihrer Qualitätssicherung.

Angesichts des wachsenden Wettbewerbs betonen beide Organisationen das Bedürfnis nach einer engen Kooperation zwischen Hochschulen und Wirtschaft. Nur so könnten die Erwartungen von Gesellschaft und Arbeitsmarkt an Forschung und Lehre, Studium und wissenschaftliche Weiterbildung erfüllt werden.

Berit Heintz | ots

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