Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warme Dusche für junge Unternehmer

15.04.2002


Gründerprogramm bizeps läuft weiter: Über fünf Millionen Euro bis 2004!

Das Bergisch-Märkische Unternehmensgründungs-Programm bizeps (Bergisch-Märkische Initiative zur Förderung von Existenzgründungen, Projekten und Strukturen) läuft mit einem Finanzvolumen von über fünf Millionen Euro als bizeps II weiter. Allein die Bundesmittel vonseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für 2002 bis 2004 betragen rund drei Millionen Euro, hinzu kommen Eigenaufwendungen der beteiligten Partner.

In einem bundesweiten Wettbewerb (EXIST = Existenzgründungen aus Hochschulen) hatte bizeps unter der Federführung der Bergischen Universität Wuppertal neben vier anderen Regionen in Deutschland den Zuschlag erhalten. Einer der Effekte: 2001 Platz 1 im bundesweiten Gründerausbildungs-Ranking von F.A.Z., Deutscher Bank und BMW. Rektor Prof. Dr. Volker Ronge: "Eine Erfolgsstory, deshalb Weiterführung als bizeps II für weitere drei Jahre und mit der Tendenz der Nachhaltigkeit."

Soeben hat das bizeps-Netzwerk einen neuerlichen Spitzenerfolg erzielt und im bundesweiten Förderprogramm EXIST-Seed, das junge Akademiker bei Entwicklung und Ausarbeitung innovativer Geschäftsideen unterstützt, einen weiteren Erfolg erzielt und im Wettbewerb mit den vier anderen Gründernetzwerken in Deutschland in der aktuellen Ausschreibungsrunde acht der insgesamt 25 Stipendien eingestrichen!

Das bizeps-Netzwerk gilt inzwischen bundesweit als Strukturmodell: Eine Region tut sich zusammen, um Unternehmensgründungen zu pushen; das passiert um eine U-niversität herum, weil dort innovative Gründungsideen produziert werden. Die Uni Wuppertal bewertet nach den Worten ihres Rektors Prof. Dr. Ronge auch als Erfolg, dass die Beteiligten über so lange Jahre hinweg als Netzwerk kooperieren.

An der Bergischen Universität wird bizeps II stärker im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft verankert, nachdem bislang die Transferstelle die hauptsächliche Federführung hatte. Das signalisiert Verwissenschaftlichung und eine demgemäße Verankerung in Lehre und Forschung. Die Gründungsprofessoren Dr. Lambert T. Koch und Dr. Ulrich Braukmann, der eine Wirtschaftswissenschaftler mit dem Schwerpunkt Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung, der andere Wirtschaftspädagoge, Gründungspädagoge und -Didaktiker, verfolgen in der bundesweit einzigartigen Kombination ihrer beiden Professuren - Ergebnis der bizeps-Einwerbung! - einen einen erklärt wertschöpfungsketten-orientierten Ansatz. Dazu gehören u.a.:

  • Bildungsmarketing zur gezielten Ansprache von Studienanfängern,
  • Aktionen in Schulen gegenüber Schülern und Lehrern, was Prof. Dr. Koch die "Verlängerung der Wertschöpfungskette nach vorne" nennt,
  • Gründungsqualifizierung auch für natur- und ingenieurwissenschaftliche Disziplinen und die Geisteswissenschaften,
  • Gründerberatung in Form von Optimierung von Businessplänen, Patentrecherchen und der Akquisition von Fördermitteln bis hin zur Verhandlungsbegleitung,
  • Gründungsforschung und Gründungsmoderation wie etwa der systematischen Auswertung der Erfahrungen von erfolgreichen Jungunternehmern,
  • Entwicklung hochschuldidaktischer Innovationen in der Gründungsqualifizierung auch zur Qualifizierung nicht-wirtschaftswissenschaftlicher Fächer, beispielsweise mit einer international agierenden Übungsfirma,
  • Vermittlung persönlichkeits- und verhaltensbezogener Kompetenzen,
  • mittel- und langfristig die Entwicklung einschlägiger Studiengänge (Master of Entrepreneurship sowie Master of Entrepreneurship Education),
  • Aus- und Fortbildung von S I und S II-Lehrern in Entrepreneurship Education,
  • wirtschaftspädagogisch fundierte Analyse und Konzeption der "best practice" einer Entrepreneurship Education.

Das Programm der FernUniversität Hagen (Professor Dr. Klaus Anderseck, Didaktik der Wirtschaftswissenschaft) im bizeps-Netzwerk, in dem seit Beginn des Gründer-Fernstudiums 1999 über 1700 Interessentenanfragen beantwortet wurden, bietet einen entsprechenden Qualifizierungsbeitrag zur bundesweiten Mobilisierung des Gründerpotentials an den Universitäten. Auch zur zweiten Projektphase wird die FernUniversität nach den Worten von Prof. Dr. Anderseck mit einem verbesserten und ausgeweiteten Programm beitragen. So wird das Studienangebot "Orientierungsstudium ’Gründer werden?’ " und "Professionalisierungsstudium ’Start Up Counselling’ " um Studieninhalte erweitert und noch im Laufe des Jahres ein weiteres Studienmodul "Betriebswirtschaftsliche Schwerpunkte der Unternehmensgründung" anlaufen. Außerdem geht das Gründungsbegleitstudium "Start Up Management" an den Start.


Kontakt:

Dr. Hans Koepke, Transferstelle Uni Wuppertal, 0202/439-3722, E-Mail koepke@uni-wuppertal.de


Prof. Dr. Lambert T. Koch, 0202/439-3982, E-Mail koch@wiwi.uni-wuppertal.de
Prof. Dr. Ulrich Braukmann, 0202/439-3869, E-Mail braukman@wiwi.uni-wuppertal.de
Prof. Dr. Klaus Anderseck, 02331/987-2675, E-Mail gruenderfernstudium@fernuni-hagen.de

Michael Kroemer | idw
Weitere Informationen:
http://www.bizeps.de
http://www.gruenderfernstudium.de

Weitere Berichte zu: Existenzgründung Unternehmensgründung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Schulbuch wird digital
21.08.2019 | Universität Siegen

nachricht Forschungsunterstützung durch Ghostwriter
21.08.2019 | Dr. Franke / Thoxan

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 'Nanochains' could increase battery capacity, cut charging time

How long the battery of your phone or computer lasts depends on how many lithium ions can be stored in the battery's negative electrode material. If the battery runs out of these ions, it can't generate an electrical current to run a device and ultimately fails.

Materials with a higher lithium ion storage capacity are either too heavy or the wrong shape to replace graphite, the electrode material currently used in...

Im Focus: Nervenzellen feuern Hirntumorzellen zum Wachstum an

Heidelberger Wissenschaftler und Ärzte beschreiben aktuell im Fachjournal „Nature“, wie Nervenzellen des Gehirns mit aggressiven Glioblastomen in Verbindung treten und so das Tumorwachstum fördern / Mechanismus der Tumor-Aktivierung liefert Ansatzpunkte für klinische Studien

Nervenzellen geben ihre Signale über Synapsen – feine Zellausläufer mit Kontaktknöpfchen, die der nächsten Nervenzelle aufliegen – untereinander weiter....

Im Focus: Stevens team closes in on 'holy grail' of room temperature quantum computing chips

Photons interact on chip-based system with unprecedented efficiency

To process information, photons must interact. However, these tiny packets of light want nothing to do with each other, each passing by without altering the...

Im Focus: Happy hour für die zeitaufgelöste Kristallographie

Ein Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), der Universität Hamburg und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat eine neue Methode entwickelt, um Biomoleküle bei der Arbeit zu beobachten. Sie macht es bedeutend einfacher, enzymatische Reaktionen auszulösen, da hierzu ein Cocktail aus kleinen Flüssigkeitsmengen und Proteinkristallen angewandt wird. Ab dem Zeitpunkt des Mischens werden die Proteinstrukturen in definierten Abständen bestimmt. Mit der dadurch entstehenden Zeitraffersequenz können nun die Bewegungen der biologischen Moleküle abgebildet werden.

Die Funktionen von Biomolekülen werden nicht nur durch ihre molekularen Strukturen, sondern auch durch deren Veränderungen bestimmt. Mittels der...

Im Focus: Happy hour for time-resolved crystallography

Researchers from the Department of Atomically Resolved Dynamics of the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter (MPSD) at the Center for Free-Electron Laser Science in Hamburg, the University of Hamburg and the European Molecular Biology Laboratory (EMBL) outstation in the city have developed a new method to watch biomolecules at work. This method dramatically simplifies starting enzymatic reactions by mixing a cocktail of small amounts of liquids with protein crystals. Determination of the protein structures at different times after mixing can be assembled into a time-lapse sequence that shows the molecular foundations of biology.

The functions of biomolecules are determined by their motions and structural changes. Yet it is a formidable challenge to understand these dynamic motions.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

92. Neurologie-Kongress: Mehr als 6500 Neurologen in Stuttgart erwartet

20.09.2019 | Veranstaltungen

Frische Ideen zur Mobilität von morgen

20.09.2019 | Veranstaltungen

Thermodynamik – Energien der Zukunft

19.09.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ferroelektrizität verbessert Perowskit-Solarzellen

20.09.2019 | Energie und Elektrotechnik

HD-Mikroskopie in Millisekunden

20.09.2019 | Biowissenschaften Chemie

Kinobilder aus lebenden Zellen: Forscherteam aus Jena und Bielefeld 
verbessert superauflösende Mikroskopie

20.09.2019 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics