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Beziehungen schaden nur dem, der keine hat - über die Bedeutung von Netzwerken für Wissenschaftlerinnen

23.10.2006
Warum müssen Frauen netzwerken? Das war nur eine der Fragen, die Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 80 Wissenschaftlerinnen-Netzwerken aus 28. Ländern am 20. Oktober beim ersten Network Event der European Platform of Women Scientists, EPWS, in Brüssel diskutierten.

In mehreren Workshops trafen sich die TeilnehmerInnen zum Erfahrungsaustausch und erörterten Themen wie die Gleichbehandlung und die Situation von Frauen in der Wissenschaft sowie die wissenschaftspolitische Debatte. Sie diskutierten Möglichkeiten für Wissenschaftlerinnen-Netzwerke, auf diese Debatten einzuwirken und entwickelten Strategien, um über die European Platform of Women Scientists den Wissenschaftlerinnen mehr Gehör zu verschaffen.

Die Notwendigkeit von Netzwerken für Wissenschaftlerinnen betonte EPWS-Präsidentin Adelheid Ehmke: "Obwohl Frauen schon immer in wissenschaftliche Forschung eingebunden sind, sind sie in Top-Positionen noch immer unterrepräsentiert. Wir haben heute Gelegenheit, Erfahrungen und Ideen auszutauschen und zu klären, wie EPWS die Interessen von Wissenschaftlerinnen auf europäischer Ebene vertreten und so ihre Situation verbessern kann." Die große Bedeutung der Gleichbehandlung für eine erfolgreiche Forschung in Europa - auch im Hinblick auf den Wettbewerb mit dem Rest der Welt,

unterstrich José Manuel Silva Rodriguez, Generaldirektor der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission. Er hat hervorgehoben, dass Gender Mainstreaming auch im derzeit diskutierten 7. Forschungsrahmenprogramm eine wichtige Rolle spielen wird. Rodriguez sicherte der Plattform auch für die Zukunft seine persönliche Unterstützung zu.

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Das 7. Forschungsrahmenprogramm war auch unter den Wissenschaftlerinnen ein wichtiges Thema. So hatte das Board of Administration am Vortag eine Erklärung verabschiedet, die auf Initiative eines Teilnehmers im Laufe des Nachmittags von der Mehrheit der Anwesenden unterzeichnet wurde. Darin unterstreichen die Verfasserinnen die Bedeutung von Gender Action Plans (GAPs) im Forschungsrahmenprogramm im Hinblick auf Chancengleichheit, die Erhöhung des Frauenanteils in Wissenschaft und Forschung und die Einbindung der Genderdimension in Forschungsfragen. Sie betonen, dass GAPs auch im 7. Forschungsrahmenprogramm eine wichtige Rolle spielen sollen, um damit die angestoßenen Entwicklungen auf nationaler Ebene weiter voran zu treiben. Die Erklärung ist in voller Länge einsehbar unter www.epws.org.

Einen großen Teil der Veranstaltung nahmen persönliche Gespräche, das kennen Lernen und der Erfahrungsaustausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein. Sie diskutierten Möglichkeiten künftiger Zusammenarbeit und tauschten Ideen sowie Erkenntnisse aus ihrer Arbeit in nationalen Netzwerken aus. Pat Morton vom UK Resource Center for Women in Science, Engineering & Technology ist begeistert: "Das EPWS Network Event hat mir Gelegenheit gegeben, Vertreterinnen anderer Netzwerke zu treffen und uns über unsere Arbeit auszutauschen. Ich werde viele nützliche Kontakte, Tipps und Anregungen mit nach Hause nehmen." Auch Isabel Beuter, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Informationszentrum Sozialwissenschaften in Bonn und EU-Koordinatorin am CEWS, ist überzeugt: "Es war ein erfolgreicher Tag für die European Platform of Women Scientists. Wir haben rund 80 europäische Netzwerke zusammengebracht, Wissen und Meinungen geteilt und die Agenda für die kommenden Monate gesetzt. Jetzt gilt es, diesen Schwung mitzunehmen und die Wünsche und Anregungen unserer künftigen Mitgliedsnetzwerke umzusetzen."

Die European Platform of Women Scientists wurde vom Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS), Abteilung des Informationszentrums Sozialwissenschaften (IZ) in Bonn, mit der Unterstützung eines internationalen Founding Boards aufgebaut und hat im Februar offiziell ihre Arbeit im Büro in Brüssel aufgenommen. Weitere Informationen zum Thema "Frauen in Wissenschaft und Forschung" sind zu finden unter www.epws.org und www.cews.org.

Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung ist seit Beginn dieses Jahres Abteilung des Informationszentrums Sozialwissenschaften (IZ) in Bonn. Gegründet wurde das CEWS im Jahr 2000. Es steht als wissens- und forschungsbasierte Dienstleistungseinrichtung Wissenschaftlerinnen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit seinen Leistungen zur Verfügung. Das Kompetenzzentrum bietet zielgruppenadäquate Informations- und Beratungsleistungen zu Fragen der Chancengleichheit in Wissen¬schaft und Forschung.

Das IZ dokumentiert und vermittelt Informationen zum Stand der Forschung und zur Literatur im Bereich der Sozialwissenschaften in den deutschsprachigen Ländern sowie zu sozialwissenschaftlichen Forschungsaktivitäten in Osteuropa. Für eine effiziente Beschaffung, Aufbereitung und Nutzung der Informationen führt das IZ Entwicklungsarbeiten auf informationswissenschaftlichen und informationstechnologischen Gebieten durch. Es ist neben dem Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung der Universität zu Köln (ZA) und dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim Mitglied der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktur¬einrichtungen e.V. (GESIS), einer Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft.

Ansprechpartnerinnen:
Isabel Beuter
Informationszentrum Sozialwissenschaften
Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung
Center of Excellence Women and Science (CEWS)
Poppelsdorfer Allee 15
53115 Bonn
Tel: +49 (0) 228 9611 8323
Fax: +49 (0) 228 9611 8340
ibeuter@cews.org
Sabine Trenkler
Informationszentrum Sozialwissenschaften
Abteilung Produkte & Marketing
Lennéstraße 30
53113 Bonn
Tel: +49 (0) 228 2281 141
Fax: +49 (0) 228 2281 4141
trenkler@iz-soz.de

Sabine Trenkler M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.gesis.org/
http://www.cews.org

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