Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hoch dotierter Sofja Kovalevskaja-Preis geht an Forscher in Heidelberg: Krszysztof Oplustil

24.01.2002


500 000 Mark der Alexander von Humboldt-Stiftung für Arbeit des Preisträgers am Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht der Universität Heidelberg - Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff: Ruprecht-Karls-Universität kann sich glücklich schätzen, dieses junge Talent für sich gewonnen zu haben

Die Alexander von Humboldt-Stiftung verleiht am 31. Januar 2002 den Sofja Kovalevskaja-Preis an 29 wissenschaftliche Nachwuchstalente aus 13 verschiedenen Staaten. Einer der Preisträger, Krszysztof Oplustil von der Universität Krakau, wird anschließend seine Forschungstätigkeit an der Universität Heidelberg aufnehmen. Das Preisgeld in Höhe von 500 000 Mark deckt über drei Jahre lang sämtliche Personal- und Sachmittel für eine Forschertätigkeit am Heidelberger Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht.

"Die Universität Heidelberg kann sich glücklich schätzen, dieses junge Talent für sich gewonnen zu haben", freut sich der Rektor der Universität, Prof. Dr. Peter Hommelhoff. Ihm ist der Heidelberger Neuzugang kein Unbekannter, betreute er doch seinerzeit die Dissertation von Krszysztof Oplustil, die sich mit Rechtsfragen des Gläubigerschutzes im deutschen und polnischen Recht befasste.

Krszysztof Oplustil

Oplustil wird sich gemeinsam mit jungen Heidelberger Kollegen der unlängst ins Leben gerufenen "Europäischen Aktiengesellschaft" widmen. "Für uns Polen ist es im Hinblick auf einen Beitritt zur Europäischen Union lebensnotwendig, das europäische Rechtssystem zu kennen und Schnittstellen zum polnischen Recht herzustellen" - so der frisch gekürte Preisträger.

Auch Sofja Kovalevskaja begann ihre Karriere in Heidelberg

Übrigens: Auch Sofja Kovalevskaja (1850-1891), eine Mathematikerin des 19. Jahrhunderts, begann ihre wissenschaftliche Karriere in Heidelberg. Geboren 1850 in Moskau kam sie 1869 nach Heidelberg. Als Frau zunächst abgewiesen, gestattete ihr die Universitätsverwaltung schließlich die inoffizielle Teilnahme an den Vorlesungen. Einige Jahre später errang sie an der Universität Stockholm als eine der ersten Frauen Europas einen Lehrstuhl für Mathematik.

Alexander von Humboldt-Stiftung: "ambitioniertestes Projekt"

Für die Alexander von Humboldt-Stiftung ist der neu geschaffene Sofja Kovalevskaja-Preis "das ambitionierteste Projekt in der deutschen Geschichte, um die Elite junger ausländischer Nachwuchswissenschaftler nach Deutschland zu holen". Gestiftet wurde der Preis vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Er soll - zusammen mit den im November 2001 verliehenen Wolfgang-Paul-Preisen, bei denen Heidelberg mit drei Preisträgern an der Spitze in Deutschland steht - die Internationalisierung der Forschung auf höchstem Niveau voran bringen. Die Mittel stammen aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung.

Das befristete Programm ist laut Humboldt-Stiftung eine einmalige Chance für die Forschungsförderung und Internationalisierung der Wissenschaft in Deutschland: Ein einziges Mal nur wird der Sofja Kovalevskaja-Preis vergeben. "Die Zusammenarbeit mit diesen hochtalentierten Jungforschern könnte sich wie ein vitalisierender Vitaminstoß auf die deutsche Forschungslandschaft auswirken", erklärt der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Professor Wolfgang Frühwald.

"Indem wir die junge Forschungselite schon am Anfang einer aussichtsreichen Karriere in Kooperationen mit deutschen Fachkollegen einbinden, können wir sicher gehen, dass auch der eigene wissenschaftliche Nachwuchs langfristig von dem herausragenden Talent dieser international umworbenen Forscherinnen und Forscher profitiert", urteilt Frühwald. Die Investition zahle sich somit gleichermaßen für die Preisträger als auch für ihre deutschen Gastgeber aus.

Weitere Informationen über den Sofja Kovalevskaja-Preis finden Sie unter http://www.humboldt-foundation.de/de/aktuelles/presse/pn/index.htm

Rückfragen bitte an:
Dr. Christoph Teichmann
Institut für deutsches und europäisches
Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht
Friedrich-Ebert-Platz 2, 69117 Heidelberg
Tel. 06221 547725, Fax 547614 
christoph.teichmann@urz.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317 
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.humboldt-foundation.de/de/aktuelles/presse/pn/index.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Spannende Experimente mit Astro-Alex im All
04.06.2018 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

nachricht Jeder Zweite nimmt mindestens einmal im Jahr an einer Weiterbildung teil
24.05.2018 | Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics