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Licht und Schatten: Private internationale Hochschulen in Deutschland

14.01.2002


  • Expertenkommission des Stifterverbands kommt zu einer differenzierten Bewertung von 16 privaten internationalen Hochschulen
  • Maßstab war der "Mehrwert" der privaten gegenüber den öffentlichen Hochschulen
  • Stifterverband appelliert an die Politik, auch den staatlichen Hochschulen mehr Freiraum zu gewähren

Die privaten Hochschulen und Hochschuleinrichtungen in Deutschland stellen eine Bereicherung des deutschen Hochschulsystems dar. Sie haben bei der Studierendenauswahl, der Profilierung, der Entwicklung und Einrichtung von Studiengängen und der Gebührenerhebung Freiheiten, die den öffentlichen Hochschulen bislang versagt bleiben. Doch nicht jede private Hochschule nutzt diese Autonomie für Innovationen und Qualitätsverbesserung. Zu diesem Ergebnis kommt eine hochrangig besetzte Expertenkommission nach einer Anhörung, Überprüfung und Begutachtung der 16 wichtigsten dieser Einrichtungen. Die Hochschulen haben sich auf Einladung des Stifterverbandes aufgrund eines detaillierten Kriterienkatalogs präsentiert und danach den teilweise bohrenden Fragen der Jury gestellt.

"Der Ertrag des Symposiums ist höher als wir erwarten durften," resümierte Prof. Dr. Manfred Erhardt, Generalsekretär des Stifterverbandes, zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung Mitte Dezember 2001 im Wissenschaftszentrum Bonn. Die Anhörung war vom Stifterverband organisiert worden, "weil es im deutschen Hochschulsystem an Angebotstransparenz, vergleichender Evaluierung und Leistungswettbewerb fehlt", sagte Erhardt. Die Befragung durch die Jury und ihre abschließende Bewertung in den Kategorien "Profil", "Qualitätssicherung", "Kooperationen" und "Finanzen" erlauben einen differenzierten Einblick in die privaten internationalen Hochschulen und Hochschuleinrichtungen in Deutschland und weisen auf Verbesserungspotentiale an staatlichen Hochschulen.

"Ziel unserer Bewertungen war nicht etwa eine institutionelle Evaluation, sondern eine kritische Beurteilung der Selbstdarstellungen und selbstgestellten Ansprüche der privaten Hochschulen", sagte der Vorsitzende des Expertengremiums, Prof. Dr. Hans Weiler. "Wir wollten wissen, ob sie wirklich neue Impulse in die Hochschullandschaft einbringen. Das wird zur entscheidenden Existenzfrage für die privaten Hochschulen - erst recht, falls die Politik auch an den staatlichen Hochschulen einen echten Wettbewerb zulässt und ihnen erlaubt, die Studierenden selbst auszuwählen und Studiengebühren zu erheben."

Ausführlichere Begründungen des Expertengremiums zu den bewerteten Hochschulen können im Internet  abgerufen werden.

Michael Sonnabend | idw
Weitere Informationen:
http:// www.stifterverband.de

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