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Mediziner kooperieren mit China

25.07.2006
Wenn demnächst Würzburger Medizinstudenten den Wunsch verspüren, einen Teil ihrer Ausbildung in China zu absolvieren, sollte dies kein Problem darstellen. Ab sofort kooperieren die Universität Würzburg und das Tongji Medical College der Huazhong University of Science and Technology in Wuhan.

Den entsprechenden Vertrag haben vor kurzem Universitätspräsident Axel Haase und die Dekanin des Medical College, Yuke Tian, unterzeichnet. In einem ersten Schritt sollen nun jedes Jahr bis zu vier Studenten an die Partnerfakultät wechseln und dort drei Monate ihrer Famulatur absolvieren. Darüber hinaus wollen die beiden Universitäten verstärkt für ihren wissenschaftlichen Nachwuchs gemeinsame Forschungsprojekte entwickeln. Initiator der Kooperationsvereinbarung war die Medizinische Fakultät der Uni Würzburg.

Enge Beziehungen zu Deutschland hatte das Tongji Medical College schon von Anfang an: Der deutsche Arzt Erich Paulun hatte es 1907 als deutsche Medizinschule in Shanghai gegründet. Die Tradition als "deutsches Kolleg" hatte Bestand. Nach mehreren Umzügen und Zusammenschlüssen mit anderen Universitäten ist das College jetzt Teil der Huazhong University of Science and Technology in Wuhan, einer der renommiertesten Universitäten in der Volksrepublik China. Rund 45.000 Studierende sind zurzeit an der Huazhong University eingeschrieben, darunter etwa 600 Ausländer. Sie werden von 5.000 Lehrenden in 29 Fachbereichen betreut. Am Tongji Medical College studieren etwa 8.000 Medizinstudenten, darunter 600 Graduierte und 1.100 Studenten, die den Master-Grad für Medizin erwerben wollen.

In den vergangenen Jahren hat das College mit zwölf weiteren deutschen Universitäten partnerschaftliche Verträge abgeschlossen. Die chinesischen Medizinstudenten lernen verpflichtend mindestens ein Jahr lang Deutsch. An der Uni Würzburg bestehen schon lange gute Kooperationen mit dem Tongji Medical College. Zahlreiche chinesische Wissenschaftler haben in Würzburg als Graduierte in Promotionskollegs und als Post-Docs gearbeitet und geforscht.

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de/

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