Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

12.12.2001


Bulmahn: "Wir müssen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung dauerhaft in allen Bildungsbereichen verankern"

"Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren bereits wesentliche Akzente gesetzt, um Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in den einzelnen Bildungsbereichen dauerhaft zu verankern", verkündete Bundesbildungsministerin Bulmahn anlässlich der Verabschiedung des Berichts der Bundesregierung zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung am heutigen Mittwoch im Kabinett.

Mit der Erarbeitung des Berichts folgt die Bundesregierung einem Auftrag des Deutschen Bundestages aus dem Jahre 2000. Der Bericht ersetzt die bisherige Berichterstattung der Bundesregierung zur Umweltbildung und behandelt die zentralen Fragen, welche Rolle der Bildung im Zusammenhang mit dem umfassenden gesellschaftlichen Modernisierungsprozess einer nachhaltigen Entwicklung zukommt und wie weit die Integration dieses Leitbilds in die Bildung fortgeschritten ist.

Die Entwicklung im Berichtszeitraum von 1977 bis 2001 bestätigt, dass Bildung und Forschung unabdingbare Voraussetzungen für eine dauerhafte Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, den Erhalt der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und die gerechte Verteilung von Arbeit, Einkommen und Lebenschancen darstellen und damit eine wichtige Grundlage für eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie bilden. Wichtige Handlungsbereiche, wie z. B. Klimaschutz und Energie, Umwelt, Ernährung und Gesundheit erhalten von Bildung und Forschung entscheidende Impulse.

Der Bericht zeigt auch, dass die Bundesregierung in den letzten Jahren die richtigen Anstöße gegeben hat, so dass Bildung für eine nachhaltige Entwicklung stärkeren Eingang in die Bildungspraxis finden konnte. Es hat einen deutlichen Entwicklungssprung von einer mehr am Umweltschutz orientierten Umweltbildung hin zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung gegeben. An dieser positiven Entwicklung haben auch und gerade die Schulen großen Anteil. So ist es gelungen, dass Schulen die Themen der Agenda 21 ernstnehmen, sich stärker als bisher in internationalen Partnerschaften, in neuen Netzwerken, wie z. B. den UNESCO-Partnerschulen, den Umweltschulen Europas engagieren und neben aktuellen Umweltthemen wie z. B. Müllvermeidung, Energiesparen, Schulgeländegestaltung auch eine Ausweitung auf ökonomische, soziale und globale Aspekte der Nachhaltigkeit beherzt und innovativ in konkrete Projekte umsetzen.

"Dies kann aber erst der Anfang sein", erklärte Bundesbildungsministerin Bulmahn. Aufgrund der mittlerweile großen Vielfalt der Angebote, bedarf es in Zukunft vor allem der verstärkten Zusammenarbeit aller Gruppierungen, ihrer Vernetzung und einer Verstärkung der Transparenz. Auch sollte bei der Akkreditierung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge das Prinzip der Nachhaltigkeit in der jeweiligen Studienordnung mit verankert werden.

Darüber hinaus schlägt die Bundesregierung im Bericht vor:

  • Kompetenzzentren zu vernetzen und neue Angebotsstrukturen durch Nutzung der neuen Medien zu schaffen,
  • den Dialog zur Umsetzung von Innovationen zu fördern,
  • die Forschung auszubauen und den Transfer von Forschungsergebnissen zu Fragen der Nachhaltigkeit in Bildung zu intensivieren,
  • die Zusammenarbeit der Akteure vor Ort zu verbessern,
  • internationale Kooperationen und Programme auszubauen und zu intensivieren

Der Bericht ist über die Homepage des BMBF zugänglich und wird in Kürze auch als Broschüre des BMBF zu erhalten sein

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst

Weitere Berichte zu: BMBF Bundesbildungsministerin Umweltbildung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Schulbuch wird digital
21.08.2019 | Universität Siegen

nachricht Forschungsunterstützung durch Ghostwriter
21.08.2019 | Dr. Franke / Thoxan

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

Verletzungen des Sprunggelenks immer ärztlich abklären lassen

16.10.2019 | Veranstaltungen

Digitalisierung trifft Energiewende

15.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Dehnbare Elektronik: Neues Verfahren vereinfacht Herstellung funktionaler Prototypen

17.10.2019 | Materialwissenschaften

Lumineszierende Gläser als Basis neuer Leuchtstoffe zur Optimierung von LED

17.10.2019 | Physik Astronomie

Dank Hochfrequenz wird Kommunikation ins All möglich

17.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics