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Schülerinnen und Schülern frühzeitig Blicke und Wege zum Studium eröffnen

29.03.2006


FH Düsseldorf erprobt mit dem Schul- und Weiterbildungsministerium sowie mit Lehrern ein Modell, um Schülerinnen und Schülern frühzeitig Blicke und Wege für ein Studium zu eröffnen.



Schülerinnen und Schüler frühzeitig abzuholen, lautet das Ziel der Fachhochschule Düsseldorf. Bereits zum dritten Mal haben vor diesem Hintergrund die FH und die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule aus Grevenbroich erfolgreich eine Projektwoche vom 20. bis 24. März abgeschlossen. Alle 65 Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 schreiben eine Facharbeit, um sich in einer wissenschaftlichen Methode zu üben. Dafür besuchten sie für eine Woche die Hochschule. Einige Professoren haben für sie zu den Themen Physik, Umwelt und Kultur Lehrveranstaltungen angeboten, die bei den noch hochschulunerfahrenen Teilnehmern auf große Begeisterung stießen. Am Ende der Woche hielten sie in Gruppenarbeit jeweils kurze Referate über die Inhalte der verschiedenen Themenstellungen, die von den Professoren bewertet wurden.

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"Schülerinnen und Schüler, auch aus bildungsfernen Schichten, lernen Hochschularbeit systematisch kennen. Durch die Einblicke in einen möglichen Studienalltag und den direkten Kontakt mit den Lehrenden, die Möglichkeit der Studienberatung, schwindet auch die Hemmschwelle vor einem Studium", ist sich Christoph Schell, stellvertretender Schulleiter sicher. Die Methode des wissenschaftlichen Arbeitens kläre sich für Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lehrkräfte, die während der Betreuung ebenfalls neue Impulse bekommen und in ihren Leistungskursen stärker auf die von der Hochschule vorausgesetzten Wissensstandards eingehen können, so Schell.

Besonderes Lob erfuhr das Modell durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: "Die Verzahnung von Schule und Hochschule ist ein ganz wichtiger Motor. In dieser vorbildlichen Kooperation werden nicht nur die Besten, sondern ein gesamter Jahrgang und damit auch junge Menschen aus bildungsfernen Schichten angesprochen. Wenn wir Ergebnisse erreichen wollen, müssen wir eine große Breite ansprechen", erklärte Ulrich Thünken, Referatsleiter Gesamtschule, Kolleg für Aussiedler, Studienkollegs, Schulsozialarbeit und Oberstufenkolleg. Durch die externen Anstöße lernten die Schülerinnen und Schüler, dass sie nicht für die Schule lernen, sondern für sich selbst, so der Experte in einen Abschlussgespräch.

Einen weiteren Aspekt in dem fließenden Austausch mit der Fachhochschule Düsseldorf sieht Schell in Hinblick auf das Zentralabitur. "Die Hochschule sollte in Zukunft die Themen für die Facharbeit so stellen, dass die Anforderungen Voraussetzung für einen sinnvollen Einstieg in das Hochschulstudium sind. Das Schulministerium müsste dann diese Anforderungen als fachliche Anforderungen für das Zentralabitur verbindlich machen. Das wäre unsere Traumvorstellung."

Für die Fachhochschule Düsseldorf bedeutet dies nicht nur eine breitere Außenwirkung, sondern vielmehr eine Stärkung des fachlichen Austauschs zwischen Professorinnen und Professoren mit Lehrerinnen und Lehrern. Der Übergang von der Schule zur Hochschule soll für die Schülerinnen und Schüler somit transparenter werden. "Durch die frühzeitige Heranführung an einen möglichen Studienalltag möchte die Hochschule künftige Abiturientinnen und Abiturienten motivieren, das für sie passende Studium an der Fachhochschule Düsseldorf aufzunehmen. Zugleich erhoffen wir uns dadurch eine geringere Abbrecherquote", machte Prof. Dr. Detmar Arlt, Prorektor für Studium und Lehre an der FH Düsseldorf deutlich.

Fest steht, dass die Zusammenarbeit von gymnasialer Oberstufe und Hochschule künftig weiter ausgebaut und intensiviert wird. Weite Gespräche hierzu sollen folgen.

Simone Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-duesseldorf.de

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