Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung: Neuer Ausbildungsberuf für 2006 steht vor der Fertigstellung!

27.01.2006


Umfragen zu allen Lebensbereichen gehören zu unserem Alltag: Ob am Telefon, über das Internet, in zugesandten Fragebögen oder in persönlichen Gesprächen - Verbraucherinnen und Verbraucher werden um ihr Urteil über Produkte und Dienstleistungen gebeten. Beschäftigt werden in der wachsenden Branche der Markt- und Sozialforschung bisher vor allem Absolventen/innen aus dem Hochschulbereich. Sie sind derzeit nicht allein für die wissenschaftlichen Aufgaben zuständig sondern auch für die vielfältigen Tätigkeiten, die sich aus der Vorbereitung, Organisation und Präsentation ihrer Forschungstätigkeit ergeben. Was bisher fehlte, waren qualifiziert ausgebildete Fachkräfte, die diese anspruchsvollen Arbeiten übernehmen und die Forscherinnen und Forscher bei ihrer Forschungsarbeit entlasten können. Mit einer Berufsausbildung für den ab 1. August 2006 geplanten Beruf "Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung" soll diese (Berufs-)Lücke geschlossen werden: Vertreter/innen der Sozialparteien, der Kultusministerkonferenz und der zuständigen Ministerien haben am 20. Januar 2006 in ihrer "Gemeinsamen Sitzung" beschlossen, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in den letzten Monaten entwickelte Ausbildungsordnung auf den weiteren Gesetzgebungsweg zu bringen.



Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung sollen Wissenschaftlern/innen bei der Planung, Organisation und Steuerung ihrer Forschungsprojekte assistieren. Zu ihren Aufgaben wird es u.a. gehören,



§ Daten zu beschaffen, zu recherchieren und auszuwerten,

§ an der Konzeption und Gestaltung von Fragebögen und Gesprächsleitfäden mitzuarbeiten,

§ den Einsatz von Interviewern/innen zu organisieren, sie in ihre Arbeit einzuweisen und den Rücklauf von Interviews zu erfassen,

§ die erhobenen, aufzubereitenden Daten auf ihre Plausibilität zu überprüfen

§ und - in der Schlussphase des Projektes - die Untersuchungsberichte und Präsentationen vorzubereiten.

Ihr Betätigungsfeld werden Marktforschungsinstitute, Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit eigener betrieblicher Marktforschung, Unternehmensberatungen, Werbe- und Media-Agenturen und nicht zuletzt Forschungseinrichtungen der empirischen Sozial- und Wirtschaftsforschung sein.

Um den neuen Beruf in einem ersten Schritt zu etablieren und die standortnahe Ausbildung in der Berufsschule zu gewährleisten, haben sich die Sachverständigen für seine Einführung vorerst in bestimmten Regionen ausgesprochen. Gefördert und unterstützt werden sollen diese "regionalen Ausbildungsschwerpunkte" durch die Länder, die zuständigen Industrie- und Handelskammern, die regionalen Arbeitsagenturen sowie durch regionale "Paten"-Institute und -verbände. Als erste Ausbildungsorte sind vorgesehen Düsseldorf (Pate: RSG Marketing Research), Frankfurt (Pate: ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V.), Hamburg (Pate: IPSOS/BIK Umfrageforschung), München (Pate: TNS Infratest) und Nürnberg (Pate: GfK Gesellschaft für Konsumforschung).

Weitere Informationen zu dem Beruf "Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung"
Ø im Internet unter nachfolgend aufgeführten Link
Ø im BIBB bei Martin Elsner, Arbeitsbereich 4.1 Kaufmännische Dienstleistungsberufe und Berufe der Medienwirtschaft, Tel.: (0228) 107 2430, E-Mail: elsner@bibb.de

Dr. Ilona Zeuch-Wiese | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de/
http://www.bibb.de/de/21694.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Helfer bei der Zellreinigung

14.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Oberflächeneigenschaften für holzbasierte Werkstoffe

14.08.2018 | Materialwissenschaften

Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb

14.08.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics