Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Junge High-Tech-Expertinnen für Chips und Transistoren

19.07.2005


Auch in diesem Jahr haben Azubis für den Beruf "Mikrotechnologe/in" am Erlanger Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) ihre Ausbildung zu Experten für die Technologie der Mikro- und Nanoelektronik mit großem Erfolg abgeschlossen. Der Halbleiterindustrie stehen damit hochqualifizierte Fachkräfte für Produktion und Entwicklung zur Verfügung.



Mikro- und Nanoelektronik in Form von Digitalkameras, Handys oder medizinischen Geräten ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Die wirtschaftliche Tragweite dieses Gebiets ist immens. Eine der Grundvoraussetzungen für den internationalen Erfolg der heimischen Industrie ist dabei die Verfügbarkeit von exzellent ausgebildeten Fachkräften.



In dreijähriger Ausbildungszeit wurden Barbara Kupfer und ihre Kollegin Carmen Maier, die diesjährigen Absolventinnen des Fraunhofer IISB, zu Experten für die Geräte, Prozessschritte und Materialien bei der Herstellung und Entwicklung elektronischer Bauelemente und integrierter Schaltungen, die die Grundlage bilden für zum Beispiel modernste Computertechnik oder auch Solarzellen. Für die Ausbildung am IISB stehen die auf Industrieniveau arbeitenden, für eine Forschungseinrichtung in Deutschland einzigartigen Reinräume und Laboratorien des Fraunhofer-Instituts sowie der Universität Erlangen-Nürnberg zur Verfügung.

Und die Resultate können sich sehen lassen. So hat Barbara Kupfer als zusammen mit zwei Kollegen beste bayerische Absolventin 2005 ihren Abschluss gemacht. Ihr Erfolg bestätigt, dass dieser technische Beruf beileibe keine reine Männerdomäne ist. Bisher waren 50% der Azubis am IISB weiblich, so auch die beiden neuen, die wie jedes Jahr im Herbst ihre Aus-bildung am IISB beginnen werden.

Mikrotechnologen sind als High-Tech-Fachkräfte ohne langes Studium bei den Halbleiterfirmen sehr begehrt. Auf die IISB-Absolventinnen dieses Jahres muss die Industrie allerdings zumindest vorerst verzichten, denn sie wurden wegen ihrer ausgezeichneten Leistungen als erste vom Fraunhofer IISB direkt übernommen, um an vorderster Front der industrienahen Forschung und Entwicklung mitzuarbeiten.

Ausbildungsberuf Mikrotechnologe/in

Der Ausbildungsberuf Mikrotechnologe/in stellt das Bindeglied zwischen dem reinen Operator, einem angelernten Arbeiter, und dem Prozessingenieur in der Halbleitertechnologie dar. Die komplexen und technisch anspruchsvollen Tätigkeiten erfordern großes Fachwissen und hohe Flexibilität. Der vielseitige Aufgabenbereich und die Güte dieser Ausbildung bieten die besten Zukunftsperspektiven mit unzähligen Einsatzgebieten, wie z.B. in Industriebetrieben zur Produktion von Computerchips, diskreten Halbleitern, Leistungshalbleitern und Optohalbleitern oder in zahlreichen Forschungseinrichtungen. Das Fraunhofer IISB ist seit 1999, also fast seit Einführung des Berufsbildes 1998, in der Ausbildung zum Mikrotechnologen tätig. Durch ein entsprechendes Kooperationsabkommen mit der Universität Erlangen-Nürnberg im Jahr 2004 konnte die Anzahl der an beiden Einrichtungen zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze zudem um 50% erhöht werden. Die nächste Möglichkeit, sich zu bewerben, gibt es im Frühjahr 2006.

Kontakt:
Dr. Bernd Fischer
Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB)
Schottkystr. 10, 91058 Erlangen
info@iisb.fraunhofer.de

Dr. Bernd Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.iisb.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Im Focus: Materiezustände durch Licht verändern

Forscherinnen und Forscher der Universität Hamburg stören die kristalline Ordnung

Physikerinnen und Physikern der Universität Hamburg ist es gelungen, mithilfe von Laserpulsen die Ordnung von Quantenmaterie so zu stören, dass ein spezieller...

Im Focus: Disrupting crystalline order to restore superfluidity

When we put water in a freezer, water molecules crystallize and form ice. This change from one phase of matter to another is called a phase transition. While this transition, and countless others that occur in nature, typically takes place at the same fixed conditions, such as the freezing point, one can ask how it can be influenced in a controlled way.

We are all familiar with such control of the freezing transition, as it is an essential ingredient in the art of making a sorbet or a slushy. To make a cold...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Neurowoche 2018: 7000 Experten für Gehirn und Nerven tagen in Berlin

15.10.2018 | Veranstaltungen

Berlin5GWeek: Private Industrienetze und temporäre 5G-Inseln

15.10.2018 | Veranstaltungen

PV Days in Halle zeigen neue Chancen für die Photovoltaik

11.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Smart Glasses Guide: Neues Tool zur Auswahl von Datenbrillen und Anwendungen

15.10.2018 | Informationstechnologie

Neurowoche 2018: 7000 Experten für Gehirn und Nerven tagen in Berlin

15.10.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Grauer Star: Neues Verfahren bei der Katarakt-Operation

15.10.2018 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics