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Innovation und Europäisierung als Anspruch

07.07.2005


Deutsche Forschungsgemeinschaft legt Jahresbericht 2004 vor



Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stand das Jahr 2004 ganz im Zeichen der Innovation. Grundlegende Neuerungen bei den Förderprogrammen erhöhten deren Attraktivität. Gleichzeitig forcierte die DFG ihr Engagement auch im europäischen Bereich. Dies sind nur einige Fakten, die im "Jahresbericht 2004" nachzulesen sind.



Als Beispiele für Modernisierungen im Bereich der Förderprogramme nennt DFG-Präsident Professor Ernst-Ludwig Winnacker in seinem Vorwort die 2004 vollzogene Weiterentwicklung der Sonderforschungsbereiche, bei denen das Auswahlverfahren durch die Einführung einer Panelbegutachtung wesentlich verkürzt werden konnte. Eine Neuausrichtung erfuhr auch das Schwerpunktprogramm. Hier wird bei der Bewilligung nun mehr Wert auf eine deutschlandweite Vernetzung der Forschungsvorhaben gelegt. Zudem wurde 2004 die Altersgrenze beim Emmy Noether-Programm abgeschafft.

Auch Änderungsbeschlüsse von 2003 zeigten im vergangenen Jahr erste Wirkung. So wurde die Reform des Begutachtungswesens der DFG, welche die Ablösung der Fachausschüsse durch Fachkollegien vorsieht, 2004 umgesetzt. Die Veränderungen bei den Graduiertenkollegs, die eine stärkere thematische Eingrenzung, bessere finanzielle Ausstattung sowie eine verstärkte Internationalisierung vorsehen, wurden ebenfalls spürbar: Sie führten zu einer Steigerung der Antragszahlen um rund 50 Prozent. 2004 wurden auch erstmals ein deutsch-chinesisches und sechs deutsch-französische Graduiertenkollegs eingerichtet.

Auf wissenschaftspolitischem Gebiet engagierte sich die DFG 2004 unter anderem bei der Diskussion über das Gentechnikgesetz und bei der "Exzellenzinitiative", bei der sie an zentraler Stelle eingebunden ist. Eine entscheidende Rolle spielte die DFG im vergangenen Jahr auch bei den Bemühungen um die Schaffung eines European Research Council (ERC). Von der Zusammenarbeit zwischen DFG und EU zeugen die 2004 neu eingerichteten beziehungsweise ausgebauten ERA-Nets, die den europäischen Hochschulraum durch Förderung der Programmkoordination und akademischen Strukturbildung einen sollen. Hierzu gehören das ERA-Chemistry und das sozialwissenschaftlich ausgerichtete Netzwerk "New Opportunities for Research Funding Cooperation in Europe - A Strategy for Social Science".

Insgesamt beliefen sich die Einnahmen der DFG im vergangenen Jahr auf 1,307 Milliarden Euro. Davon kamen 58,0 Prozent vom Bund, 41,7 Prozent von den Ländern und 0,3 Prozent aus Stiftungen und sonstigen privaten Zuwendungen. Von diesem Geld konnten unter anderem 9 163 Wissenschaftlerstellen, 8 823 halbe Stellen für Wissenschaftler, 3 731 Doktoranden- sowie 1 037 Postdoktorandenstipendien finanziert werden. Die DFG bearbeitete im Jahr 2004 in der Allgemeinen Forschungsförderung insgesamt 15 173 Anträge. Davon wurden 7 840 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 785,6 Millionen Euro bewilligt.

Das Bewilligungsvolumen verteilte sich zu 15,0 Prozent auf die Geistes- und Sozialwissenschaften, zu 38,2 Prozent auf die Lebenswissenschaften, zu 25,4 Prozent auf die Naturwissenschaften und zu 21,3 Prozent auf die Ingenieurwissenschaften. Auf die so genannten Koordinierten Programme der DFG entfielen im Jahr 2004 insgesamt 738,5 Millionen Euro. Davon 381,1 Millionen Euro auf 272 Sonderforschungsbereiche, 2,8 Millionen Euro auf 14 Transferbereiche, 80,2 Millionen Euro auf 257 Graduiertenkollegs sowie 152,5 Millionen Euro auf 134 Schwerpunktprogramme. 16,0 Millionen Euro wurden als Preisgelder vergeben.

Dr. Eva-Maria Streier | DFG - Pressestelle
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de

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