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Das frühe Lernen fördern

09.03.2005


Pädagogische Innovationen hinsichtlich des frühen Lehrens und Erlernens des Lesens und Schreibens, die sich auf Kinder von Randgruppen konzentrieren, haben in der EU zur Verbesserung der Grundschulqualität eine gemeinsame Wissensbank entstehen lassen.



Eine der Hauptaufgaben des thematischen Netzwerkes war die Erstellung einer EU-weiten Wissensbank auf der Basis pädagogischer Neuheiten hinsichtlich des frühen Lehrens und Erlernens des Lesens und Schreibens. Darüber hinaus wollte das Netzwerk die Funktion der Lehrer, Forscher und Verwaltungsangestellten dieser Branche ausbauen. Und schließlich sollte die Qualität der Bildung, vor allem bei Kindern aus Randgruppen, verbessert werden.

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Das Netzwerk erbrachte aufgrund der im Rahmen dieses Projekts durchgeführten Arbeiten einige wichtige Ergebnisse. Es wurden Kinder bis zu einem Alter von vier Jahren untersucht. Bemerkenswert war, dass sich schon Kinder in diesem Alter, auch die der Randgruppen, für geschriebene Sprache interessieren und die Fähigkeit besitzen, ihre Vorstellungen von Sprache zu entwickeln.

In Bezug auf das Lesen bedeutet dies, dass der Leser bestimmte Erwartungen an den Text stellt, während er gleichzeitig das die Form der Buchstaben und die Worte registriert. All das macht das Lesen zu einem vielschichtigen und interaktiven Vorgang. Die Kinder müssen also verschiedene Anforderungen auf einmal bewältigen, um den Text wirklich zu verstehen. Des Weiteren ist der Lernprozess ein individueller Vorgang und dennoch einer, der durch die gemeinsamen Aktivitäten Gleichaltriger begünstigt wird. Diese Ergebnisse treffen für alle Daten zu, die über zwei Jahrzehnte in verschiedenen Ländern zusammengetragen wurden.

Abgesehen von den zahlreichen Übereinstimmungen gibt es auch Unterschiede in Verbindung mit dem Kontext, so z.B. auf was Wert gelegt wird und wann Kinder an die geschriebene Sprache herangeführt werden. In Großbritannien erhalten die Kinder beispielsweise schon frühzeitig eine regelrechte Schulausbildung, bei der die Bewältigung des sprachlichen Systems im Vordergrund steht. Dennoch ist klar, dass das Lesenlernen weit aus mehr erfordert. Andererseits wird in Italien, wo das Rechtschreibsystem weniger kompliziert ist und die Kinder später eingeschult werden, mehr Wert auf das Textgefüge gelegt.

Das Netzwerk ergab eine Reihe von Berichten zu Beobachtungen und Interpretationen, die im Rahmen von vier Projekten in vier Mitgliedsstaaten gesammelt wurden. Darüber hinaus wurde Videomaterial zu den Projekten aufgezeichnet und Publikationen zu den durch das thematische Netzwerk entstandenen Fragen veröffentlicht. Dies könnte in der Zukunft möglicherweise zu einem verbesserten frühen Lehren und Erlernen des Lesens und Schreibens führen, auch für die Schüler aus Randgruppen.

Prof. Henrietta Dombey | ctm
Weitere Informationen:
http://www.brighton.ac.uk

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