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Bildungsmonitor Deutschland - Bayern und Baden-Württemberg vorn

14.12.2004


Mit der Bildungspolitik in Deutschland steht es nicht zum Besten. Diese seit der PISA-Studie verbreitete Erkenntnis untermauert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) mit seinem 2004 erstmals erstellten Bildungsmonitor für die einzelnen Bundesländer.

Danach schaffen es die Bildungssysteme Bayerns und Baden-Württembergs noch am besten, zum Wirtschaftswachstum beizutragen – gefolgt von Thüringen und Sachsen auf den Rängen drei und vier. In Bremen, Berlin und Sachsen-Anhalt sind die Perspektiven dagegen düster. Doch selbst die Länder im Süden der Republik erreichen im IW-Monitor durchschnittlich gerade einmal 60 von 100 möglichen Punkten und sind somit allenfalls Vorbilder mit Macken.

So verzichtet etwa Bayern in hohem Umfang darauf, die Begabungen und Talente der Jugendlichen auszuschöpfen. Weniger als ein Drittel eines Altersjahrgangs erwirbt im Freistaat das Abitur, obwohl viele Realschüler das Zeug dazu hätten. In Bremen macht dagegen mehr als jeder Dritte eines Abschlussjahrgangs das Abitur, und der Anteil der frisch gekürten Hochschulabsolventen an der 25- bis 40-jährigen Bevölkerung war an der Weser zuletzt der höchste in Deutschland. Auf der anderen Seite weisen Bremen und Nordrhein-Westfalen zwar die meisten Bildungsabschlüsse vor – doch geht dies zu Lasten der Ausbildungsqualität.

Bayern, Thüringen und Sachsen schneiden demgegenüber nicht nur in den Schülerleistungsvergleichen gut ab, sondern bieten auch günstige Bedingungen für eine hochwertige Ausbildung an Schulen und Hochschulen. Dass eine gute Ausbildungsqualität und eine hohe Zahl von Bildungsabschlüssen miteinander vereinbar sind, zeigt Baden-Württemberg. Dort machen sich die jungen Leute häufig noch in den Berufsschulen fit fürs Studium. Ein Wermutstropfen im Ländle ist jedoch der fehlende Bildungserfolg von ausländischen Jugendlichen.

Axel Plünnecke | Institut d. dtschn. Wirtschaft
Weitere Informationen:
http://www.iwkoeln.de

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