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Pictures of the Future mit neuer Ausgabe

27.10.2004


Die neue Ausgabe des Siemens-Forschungsmagazins Pictures of the Future beschäftigt sich mit der aufkommenden Always-on-Gesellschaft, der Zukunft der Software und der Sensortechnik.

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Zukunftsszenarien führen die Trends vor Augen: Wie verändert mobile und allumfassende Breitband-Kommunikation unsere Freizeit und unsere Arbeit? Welche Möglichkeiten schlummern in der Weiterentwicklung der Software, die heute zunehmend von länderübergreifenden Teams geschrieben wird? Was können Sensoren heute, und welche Höchstleistungen werden diese künstlichen Sinnesorgane in den kommenden Jahren vollbringen?

In der Rubrik Start-ups stellt das Magazin das Unternehmen Poly-IC vor. Es hat sich zum Ziel gesetzt, den Barcode auf Produkten durch kleine Funkchips aus Kunststoff zu ersetzen, die es ähnlich wie eine Zeitung in einer Druckmaschine produzieren will. Der Blick zurück gilt diesmal dem Ohr: Vor 125 Jahren konstruierte Firmengründer Werner von Siemens den ersten Telefonverstärker für Schwerhörige. Pictures of the Future kann kostenlos im Internet bestellt werden.


Stets vernetzt – die Always-on-Gesellschaft

In Zukunft werden wir mehr und noch mobiler kommunizieren als heute. E-Mails werden uns künftig gleich auf das Handy oder einen Handheld-Computer geschickt. Von überall her haben wir dank Techniken wie UMTS oder WLAN Zugriff auf unsere Bürosoftware und unsere privaten Daten. In der Industrie verändert die Echtzeit-Kommunikation die Produktion, weil alle Daten zur Steuerung von Prozessen überall und unmittelbar zur Verfügung stehen. Das Internet wird schneller und mobil. Auf dem Handy sehen wir, welche Freunde gerade online sind und wo sie sich befinden.

Die Kommunikationsformen werden zusammenwachsen. Festnetz, Mobilfunknetz und Internet werden in absehbarer Zukunft nahtlos ineinander übergehen und das Dach für verschiedene Übertragungsstandards bilden. Das Siemens-Konzept LifeWorks bietet schon heute eine Plattform für verschiedene Netze und mit Anwendungen wie HiPath OpenScape die Möglichkeit, weltweit über eine einzige Nummer erreichbar zu sein.

Software – Intelligenz inside

Software macht heute einen Großteil der Wertschöpfung neuer Produkte aus – egal ob im Auto, Kraftwerk, Computertomographen oder Handy. In den nächsten vier Jahren wird der Weltmarkt für Software um 40 Prozent auf 260 Milliarden Dollar wachsen. Darin ist sogar der Anteil an Software, die Unternehmen für ihre eigenen Produkte schreiben, noch nicht enthalten. Siemens beschäftigt mehr als 30.000 Software-Entwickler – etwa so viele wie bei Microsoft – und gibt pro Jahr rund drei Milliarden Euro für Software-Entwicklung aus.

Damit Software in Zukunft noch leistungsfähiger wird, muss sie effizienter und schneller geschrieben werden. Siemens setzt dabei auf neue Konzepte wie die Entwicklung von Modulen mit standardisierten Schnittstellen. Diese können dann ähnlich wie Legosteine zu Programmen zusammengefügt werden. Software muss auch sicherer und zuverlässiger werden. So hat Siemens einen Code-Inspector entwickelt, der Programme automatisch durchsucht und bei Fehlern Alarm schlägt.

Sensortechnik – allgegenwärtige Spürnasen

Sensoren sind Augen, Ohren und Nasen von Maschinen. In Zukunft werden sie noch leistungsfähiger, kleiner und miteinander vernetzt. Trendsetter sind die Automobilhersteller. Schon heute unterstützen bis zu 100 Sensoren die Elektronik im Fahrzeug mit Informationen über Geschwindigkeit, Beschleunigung, Drehzahl und anderen Daten. Allein in Europa soll der Markt für Autosensoren bis 2009 um rund 60 Prozent auf 2,55 Milliarden Dollar wachsen. In Zukunft arbeiten Sensoren von Siemens sogar im Inneren eines Verbrennungsmotors oder einer Turbine bei 1500 Grad. Röntgenaugen können winzige Computerchips auf Schäden durchleuchten und einen virtuellen 3D-Flug durch die Bauteile ermöglichen. Und Biosensoren in Scheckartengröße können Blut innerhalb einer Stunde auf Krankheitserreger untersuchen.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/pof

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