Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computer- und Medienunterricht schon ab der 1. Klasse

22.06.2004


Der kreative Umgang mit Computern und Multimedia soll bereits im Schulunterricht ab der 1. Klasse Grundschule vermittelt werden. Das ist ein Ziel des bundesweit einzigartigen Projektes "KiMM - Kids in Media and Motion" der Universität zu Lübeck. Jetzt werden die erfolgreich entwickelten neuartigen Unterrichtsmodelle auch in die Lehrerausbildung übernommen.



Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützen die dafür geschlossene Kooperation der Universitäten Lübeck und Flensburg mit weiteren 321.700 Euro (Anteil der Universität zu Lübeck). Vorausgegangen war eine Anschubfinanzierung der Lübecker Possehl-Stiftung in Höhe von einer halben Million Euro.



Der Rektor der Universität zu Lübeck, Prof. Dr. rer. nat. Alfred X. Trautwein, bezeichnete die Rolle der Possehl-Stiftung beim Zustandekommen des Medienprojektes als beispielhaft. Er sagte anlässlich des Bewilligungsbescheides der Landesregierung: "Wie sich nun zeigt, war die Unterstützung durch die Possehl-Stiftung ein wesentlicher Faktor in der Entscheidungsfindung des Ministeriums." Die Ausweitung des Projektes erfolgt mit Bundes- und Landesmitteln aus dem Hochschul- und Wissenschaftsprogramm (HWP) für die Förderung der strukturellen Innovationen im Hochschulbereich, die für 2004 bis 2006 bereit gestellten werden.

KiMM ist ein Projekt des Instituts für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) der Universität zu Lübeck (Direktor Prof. Dr. rer. nat. Michael Herczeg). Es wird jetzt mit dem Projekt "Kreative Medienkompetenz durch Hypermedia- und Mixed-Reality-Systeme im Rahmen ästhetischer Forschungsarbeit in Hochschule und Schule" am Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung der Universität Flensburg verbunden.

Das Ziel ist der Transfer erprobter innovativer Unterrichtsmodelle mit Computern und interaktiven Medien in den Schulalltag. Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien sollen in allen Jahrgangsstufen altersgerecht erlernt und fächerübergreifend kreativ genutzt werden. Beispiele solcher Unterrichtsmodelle sind die Gestaltung und Programmierung einer multimedialen Musikrevue in der Grundschule und begehbarer 3D-Internetwelten in der Mittelstufe sowie die Konstruktion von interaktiv auf Betrachter reagierenden künstlichen Wesen in der Oberstufe. Im neuen Projekt werden darüber hinaus auch sprachverarbeitende und mobile Computeranwendungen zum Einsatz kommen.

Die Schülerinnen und Schüler werden mit weltweit einzigartigen medienpädagogischen Konzepten und modernster Technologie unterrichtet. Aktuelle Forschungsergebnisse werden jetzt gleichzeitig in der Lehrerausbildung und in der Schule umgesetzt. Die inzwischen vorhandenen Freiräume in den Lehrplänen der Schule werden endlich für eine zeitgemäße Computer- und Medienbildung genutzt. Die Schülerinnen und Schüler erleben und reflektieren dabei unmittelbar den Zusammenhang zwischen ihrem Schulunterricht und der Technologie, mit der sie täglich außerhalb der Schule konfrontiert werden.

Die Unterrichtsmodelle sind im Rahmen des Vorläuferprojektes "ArtDeCom" seit 2001 entwickelt und erfolgreich erprobt worden und haben national und international bereits große Anerkennung gefunden. Sie werden auch als offene didaktische Module im Internet zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Projekts werden an der Universität zu Lübeck auch Fort- und Weiterbildungsseminare sowie Praxis-Workshops für Lehrerinnen und Lehrer angeboten. Anmeldungen für die nächsten Workshops sind über das Internet noch möglich.

Rüdiger Labahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.kimm.uni-luebeck.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Helfer bei der Zellreinigung

14.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Oberflächeneigenschaften für holzbasierte Werkstoffe

14.08.2018 | Materialwissenschaften

Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb

14.08.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics