Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Information Technology Online: Mit Mausklick zum Wissen der Welt

25.04.2001


... mehr zu:
»ITO »Mathematik
Universität Augsburg mit dem Mathematiker Hans-Joachim Bungartz am BMBF-Verbundprojekt ITO vertreten -

Im Frühjahr 2000 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das 400 Millionen Mark schwere Bildungssoftware-Programm "Neue Medien in der Bildung" aufgelegt. Im Förderbereich Hochschulen dieses Programms wurde jetzt das Verbundprojekt "Information Technology Online" (ITO) genehmigt, in dem Ingenieurwissenschaftler, Informatiker und Mathematiker der Technischen Universitäten München, Dresden und Hamburg-Harburg, der Universitäten Stuttgart und Augsburg sowie der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg Multimedia- und Internettechnologien zum Aufbau internationaler Studiengänge rund um die Informationstechnik einsetzen wollen. Die Universität Augsburg ist durch Prof. Dr. Hans-Joachim Bungartz vom Institut für Mathematik vertreten.

"Nachdem wir den Durchbruch geschafft haben, Schulen mit Computern und Internetzugängen auszustatten, will ich jetzt dafür sorgen, dass erstklassige Bildungssoftware entwickelt wird." Mit diesen Worten hatte die Ministerin seinerzeit das Förderprogramm vorgestellt. Im neben Schule und beruflicher Bildung dritten Förderbereich, dem Hochschulsektor, ist das Hauptziel, die Anwendung von neuen Medien in die Reform von Studiengängen oder neuen Abschlüssen wie Bachelor und Master einzubeziehen.

Hier setzt das Verbundprojekt ITO an. ITO orientiert sich an den beiden Master-Studiengängen "Information Technology" an der Universität Stuttgart sowie "Computational Science and Engineering" an der TU München bzw. an den in diesen Programmen (wie auch an anderen Hochschulen) angebotenen Lehrveranstaltungen. Beide Studiengänge zeichnen sich dadurch aus, dass einzelne Module auch von Einrichtungen anderer Hochschulen beigesteuert bzw. genutzt werden sollen, um so den Gegensatz von immer stärker spezialisierten Studienangeboten einerseits und beschränkten Lehrkapazitäten andererseits abschwächen zu können. Gerade in den genannten Fachgebieten ist ein immer schnellerer Wandel des Fachwissens zu beobachten, so dass die Aktualität des Lehrstoffs bei Aus- und Weiterbildung mit konventionellen Lehrmedien nur unzureichend sichergestellt werden kann. Das Projekt verfolgt daher das Ziel, die Inhalte der von den Projektpartnern angebotenen Lehrmodule aufeinander abzustimmen und multimedial aufzubereiten, so dass diese in klassischen Präsenzveranstaltungen, in per Videoaufzeichnung oder -übertragung zugänglich gemachten Lehrveranstaltungen oder auch völlig ortsunabhängig im Rahmen rein Web-basierter Lernszenarien eingesetzt werden können.

Als ergänzendes Angebot zu multimedialen Präsenzveranstaltungen soll somit eine Web-basierte Lernumgebung für die entsprechenden Studienangebote aufgebaut werden, die hochschulübergreifend eingesetzt werden kann. Es sollen einzelne Lernapplikationen bereitgestellt werden, welche den Lehrstoff in didaktisch aufbereiteter Form präsentieren und den Studierenden die Nachbereitung sowie die Vertiefung des Lehrstoffes im Sinne der konstruktivistischen Lerntheorie ermöglichen. Dabei wird eine möglichst in sich geschlossene Konzeption angestrebt, um gerade den Studenten internationaler Studiengänge in gewissem Rahmen ein Selbststudium zu ermöglichen.

KONTAKT UND WEITERE INFORMATIONEN:

Prof. Dr. Hans-Joachim Bungartz
Institut für Mathematik, Universität Augsburg, Universitätsstraße 14, 86159 Augsburg, Telefon: 0821-598-2190, Telefax: 0821-598-2339, e-mail: bungartz@math.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw

Weitere Berichte zu: ITO Mathematik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Qualifizierungschancengesetz – Wie Unternehmen davon profitieren können
03.07.2020 | wbs training / aduco Internet GmbH

nachricht VideoLab für Erwachsenenbildung
03.07.2020 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode führt zehnmal schneller zum Corona-Testergebnis

Forschende der Universität Bielefeld stellen beschleunigtes Verfahren vor

Einen Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen und auszuwerten dauert aktuell mehr als zwei Stunden – und so kann ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl von...

Im Focus: Robuste Materialien in Schwingung versetzt

Kieler Physikteam beobachtet in Echtzeit extrem schnelle elektronische Änderungen in besonderer Materialklasse

In der Physik werden sie zurzeit intensiv erforscht, in der Elektronik könnten sie ganz neue Funktionen ermöglichen: Sogenannte topologische Materialien...

Im Focus: Excitation of robust materials

Kiel physics team observed extremely fast electronic changes in real time in a special material class

In physics, they are currently the subject of intensive research; in electronics, they could enable completely new functions. So-called topological materials...

Im Focus: Neues Verständnis der Defektbildung an Silizium-Elektroden

Theoretisch lässt sich das Speichervermögen von handelsüblichen Lithiumionen-Batterien noch vervielfachen – mit einer Elektrode, die auf Silizium anstatt auf Graphit basiert. Doch in der Praxis machen solche Akkus mit Silizium-Anoden nach wenigen Lade-Entlade-Zyklen schlapp. Ein internationales Team um Forscher des Jülicher Instituts für Energie- und Klimaforschung hat jetzt in einzigartiger Detailgenauigkeit beobachtet, wie sich die Defekte in der Anode ausbilden. Dabei entdeckten sie bislang unbekannte strukturelle Inhomogenitäten in der Grenzschicht zwischen Anode und Elektrolyt. Die Erkenntnisse sind in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen.

Silizium-basierte Anoden können in Lithium-Ionen-Akkus prinzipiell neunmal so viel Ladung speichern wie der üblicherweise verwendete Graphit, bei gleichem...

Im Focus: Ein neuer Weg zur superschnellen Bewegung von Flussschläuchen in Supraleitern entdeckt

Ein internationales Team von Wissenschaftern aus Österreich, Deutschland und der Ukraine hat ein neues supraleitendes System gefunden, in dem sich magnetische Flussquanten mit Geschwindigkeiten von 10-15 km/s bewegen können. Dies erschließt Untersuchungen der reichen Physik nichtlinearer kollektiver Systeme und macht einen Nb-C-Supraleiter zu einem idealen Materialkandidaten für Einzelphotonen-Detektoren. Die Ergebnisse sind in Nature Communications veröffentlicht.

Supraleitung ist ein physikalisches Phänomen, das bei niedrigen Temperaturen in vielen Materialien auftritt und das sich durch einen verschwindenden...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Löchrige Graphenbänder mit Stickstoff für Elektronik und Quantencomputing

08.07.2020 | Materialwissenschaften

Graphen: Auf den Belag kommt es an

08.07.2020 | Materialwissenschaften

Enzyme als Doppelagenten: Neuer Mechanismus bei der Proteinmodifikation entdeckt

08.07.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics