BMBF startet Initiative zur beruflichen Qualifizierung von Migranten

Chancen ausländischer Jugendlicher für einen Ausbildungsplatz werden ve rbessert

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verbessert die Chancen von jugendlichen Migranten auf einen Ausbildungsplatz. Am Donnerstag starteten zehn berufliche Qualifizierungs-Netzwerke zur Förderung der Chancengleichheit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (BQN). Kammern, Gewerkschaften, Schulen und Betriebe sollen künftig enger zusammenarbeiten und die Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen. Auch Eltern- und Migrantenorganisationen sind angesprochen.

Mit der Kooperation der Akteure vor Ort soll die Beratung und Förderung der Jugendlichen verbessert werden. Zugleich erhalten die Jugendlichen über die neuen Netzwerke Zugang zu einem breiteren Spektrum von Ausbildungsberufen. Dabei sollen besonders die Stärken der jungen Migranten wie ihre Mehrsprachigkeit und Erfahrungen aus verschiedenen Kulturen eingebracht werden.

Die BQN sind Teil des Förderprogramms „Kompetenzen fördern – Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf“. Mit dem Programm soll die Zahl der jungen Erwachsenen ohne abgeschlossene Berufsbildung deutlich gesenkt werden. Das BMBF stellt dafür bis zum Jahr 2006 rund 53 Millionen Euro bereit. Davon erhalten die BQN zusammen rund fünf Millionen Euro.

Das Förderprogramm soll der wachsenden Benachteiligung junger Migrantinnen und Migranten entgegen wirken. Nur rund 39 Prozent der Jugendlichen mit Migrationshintergrund absolvieren derzeit eine Ausbildung im dualen System. Bei deutschen Jugendlichen sind es mehr als 60 Prozent.

Media Contact

BMBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Entscheidender Durchbruch für die Batterieproduktion

Energie speichern und nutzen mit innovativen Schwefelkathoden. HU-Forschungsteam entwickelt Grundlagen für nachhaltige Batterietechnologie. Elektromobilität und portable elektronische Geräte wie Laptop und Handy sind ohne die Verwendung von Lithium-Ionen-Batterien undenkbar. Das…

Wenn Immunzellen den Körper bewegungsunfähig machen

Weltweit erste Therapie der systemischen Sklerose mit einer onkologischen Immuntherapie am LMU Klinikum München. Es ist ein durchaus spektakulärer Fall: Nach einem mehrwöchigen Behandlungszyklus mit einem immuntherapeutischen Krebsmedikament hat ein…

So soll risikoreiche generative KI geprüft werden

Die beschlossene KI-Verordnung der EU sieht vor, dass Künstliche-Intelligenz-Modelle (KI) „für allgemeine Zwecke mit systemischem Risiko“ besonders strikt überprüft werden. In diese Modellkategorie gehören auch populäre generative KI-Modelle wie GPT4…

Partner & Förderer