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Neuer Planungstisch Build-It wird in der Lehre eingesetzt

19.09.2000


Die Teilnehmer des VDA Arbeitskreises

"Rechnergestützte Fabrikplanung" vor dem Wahrzeichen des

Institutes.


Der VDA-Arbeitskreis "Rechnergestützte Fabrikplanung" tagte auf Einladung von Professor Dr.-Ing. Uwe Bracht kürzlich im Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit der TU Clausthal. Nach
eingehenden Fachgesprächen zur Schnittstellenproblematik in der Fabrikplanung, stellte das Institut den neu erworbenen, von der ETH Zürich entwickelten, Planungstisch Build-It und die Großprojektionsanlage, eine Eigenentwicklung des Institutes, vor.

Der neue Planungstisch hebt dank einer modernen Bilderkennungs- und Präsentationstechnik die Beschränkung auf Einzelarbeitsplätze auf. Erstmals können, um einen Tisch versammelt, alle später an der Fabrikhalle Beteiligten, ihre Ideen schon in der frühesten Konstruktionsphase einbringen. Und dies ohne spezifische Computerkenntnisse der üblichen Software-Konstruktionswerkzeuge besitzen zu müssen. Technisch wird dies wie folgt realisiert: Mittels eines Beamers wird eine zweidimensionale Aufsicht des zu planenden Bereiches über einen Spiegel auf die Tischoberfläche projiziert. Eine Kamera erfasst wiederum das Bild des Tisches über denselben Spiegel und registriert alle Veränderungen. Die Personen um den Tisch können mit kleinen reflektierenden Würfeln, sogenannten "Bricks", die einzelnen Objekte, beispielsweise ein Fließband, "anfassen". Die Infrarotkamera "sieht", wie der Benutzer das blinkende Objekt auf dem Planungstisch verschiebt und neu positioniert. Die Kamera leitet die Information an die Visualisierungssoftware, bildlich gesprochen, weiter, und diese setzt das Objekt an der gewünschten Stelle ab. Zu den positionierbaren Objekten gehört auch eine fiktive Kamera. Ihr "Bild" wird parallel zu der Ansicht auf dem Tisch auf einer zweiten, vertikalen Projektionsfläche wiedergegeben und zeigt eine 3-D-Ansicht des Planungsbereiches. Das um den Tisch versammelte Team schaut auf die Leinwand und kann aus selbst gewählten Blickwinkeln sich die neue gestaltete Fabrikhalle direkt anschauen. Und auf der Großprojektionsanlage kann die ausgewählte Planungsvariante, bewaffnet mit einer Shutterbrille, virtuell durchwandert werden.

Der Planungstisch und die Großprojektionsanlage werden für die Ausbildung der Studierenden und bei Entwicklungsaufträgen der mittelständische Industrie zur Präsentation der Entwürfe eingesetzt.

 Jochen Brinkmann |

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