Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster deutscher postgradualer Studiengang Rechtsinformatik an der Universität Hannover

15.08.2000


Wer soll das Internet kontrollieren? Wie sollen Computerhacker bestraft werden? Dürfen Musiktitel aus dem Internet geladen werden? Und - ganz aktuell- wie geht man mit rechtsextremen und pornografischen Inhalten um?
Fragen, die eine Antwort suchen - und das so schnell wie möglich. Denn die bislang gelten-den Rechtsvorschriften reichen nicht aus, um der rasanten Entwicklung von Internet und E-Commerce gerecht zu werden. "Aus dieser Erkenntnis heraus habe ich den neuen einjährigen Ergänzungsstudiengang Rechtsinformatik an der Universität Hannover initiiert. Es ist der erste Schritt in die richtige Richtung," so Prof. Dr. Wolfgang Kilian, Leiter des Instituts für Rechtsinforma-tik an der Universität Hannover. Angeboten wird der postgraduale Studiengang Rechtsinformatik im Rahmen des European Legal Informatics Study Programme (EULISP) am Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Hannover. EULISP ist ein internationales Programm an dem derzeit 11 Universitäten aus 9 EU Mitgliedstaaten beteiligt sind, wie z.B. Bologna, London, Wien oder Oslo.

"Die klassische Juristenausbildung hinkt den Entwicklungen in den Informations- und Telekommunikationstechnologien meilenweit hinterher", kritisiert Kilian. Der Bedarf an in diesem Bereich spezialisierten Juristen ist enorm, denn ohne speziell qualifizierte Juristen sind die rechtswissenschaftlichen Probleme einer modernen Informationsgesellschaft nicht zu lösen.

Das Ziel des EULIPS-Ergänzungsstudiengangs ist deshalb, the-oretische und praktische juristische Kenntnisse im Bereich des IT-Rechts zu vermitteln.
"Nach Abschluss ist den Absolventen ein Job nahezu garantiert," meint Kilian. Ein enger Kontakt zu Anwaltskanzleien und Unternehmen eröffnet den Absolventen nicht nur konkrete Berufsperspektiven, sondern bietet auch die Ausrichtung des Lehrangebots an aktuelle Entwicklungen und Problemstellungen.

Aufgebaut ist der Ergänzungsstudiengang praxisbezogen und international: Nach einem Semester in Hannover, in dem Tele-kommunikations- und Datenschutzrecht, sowie IT-bezogenes Immaterialgüterrecht und Vertragsrecht zu den Pflichtfächern gehören, wird im nächsten Semester an einer anderen EULIPS- Universität studiert. Studieninhalte und Schwerpunkte variieren zwar in den einzelnen Studienorten, die Leistungen erkennen die Partneruniversitäten aber gegenseitig an. Abgeschossen wird der internationale Studiengang mit dem akademischen Grad "LL.M (Rechtsinformatik)" - einem international anerkannten Titel.

Voraussetzungen für diesen Vollzeit-Ergänzungsstudiengang ist ein erster berufsqualifizierender rechtswissenschaftlicher Abschluss (erstes juristisches Staatsexamen) oder ein vergleichbarer ausländischer Abschluss sowie überdurchschnittliche juristische Fähigkeiten.
Bewerben kann man sich für das Wintersemester jeweils bis zum 31. August, für das Sommersemester bis zum 28. Februar. Bis zu 20 Plätze stehen zur Verfügung.
Weitere Informationen gibt es unter http://www.eulisp.de im Internet.

Hinweis an die Redaktion

Prof. Dr. Wolfgang Kilian, Institut für Rechtsinformatik ist unter 0511/ 762-8161 für Rückfragen erreichbar.

Bei Interesse ist Herr Prof. Dr. Kilian gern bereit ein Interview zu geben, oder einen studentischen Erfahrungsbericht zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Monika BrickweddeV |

Weitere Berichte zu: EULISP Ergänzungsstudiengang Rechtsinformatik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics